Forum: Leben und Lernen
Schüler nervt im Unterricht: ... bis Papa mitkommt
twitter/Molli Howard¿

Was tun, wenn das eigene Kind ständig den Klassenkasper macht? Ein Vater aus Texas drohte seinem Sohn, ihn in den Unterricht zu begleiten. Der 17-Jährige nahm das nicht ernst. Ein Fehler.

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eigene_meinung 12.05.2017, 11:01
1. Super!

Ich fürchte allerdings, in Deutschland würde der Lehrer das nicht erlauben.

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sachfahnder 12.05.2017, 11:14
2. In Deutschland...

... wäre es gar nicht möglich, dass Elternteile vor dem Schüler in der Klasse Platz nehmen !
Die sitzen doch noch mit in den Shuttles und verstopfen die Straßen rund um die Schulen...

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c.PAF 12.05.2017, 11:15
3.

Cooler Vater. Ich denke, der Sohn wird es nun kapiert haben...

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azigomon 12.05.2017, 11:24
4. Toller Vater!

Das hat er einmal gemacht. Sein Sohn weiß jetzt, dass er bei Fehlverhalten Konsequenzen zu befürchten hat und wird sein Verhalten anpassen - diese Peinlichkeit provoziert ja niemand zweimal.
Der Vater dürfte also mit einer - prinzipiell ja sogar ziemlich milden - Strafe einen großen Effekt bewirkt haben.

Ob in Deutschland natürlich Eltern überhaupt einsehen würden, dass ihre Kinder den Unterricht schuldhaft stören, ist die andere Frage.

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dasdondel 12.05.2017, 11:25
5. Gewaltanwendung vergesellschaftlichen

Das war hier der Plan des Vaters. Neugeborene Kinder haben noch kein festgelegtes Sozialverhalten. Sie lernen es von Eltern und Lehrern. Nun wurden dem Sohn offensichtlich Verhaltensmuster beigebracht, die nicht mit dem Schulalltag zusammenpassen. Das ist jetzt natürlich ein Problem. Jemand muss bestraft werden. Der Vater kann nicht zugeben, daß er den Sohn "falsch" erzogen hat, sonst gibt es Gerede... die Gesellschaft würde ihn bestrafen. Dem Lehrer geht es ebenso, er kann nicht versagt haben. So bleibt nur der Schüler, als Täter übrig. Er hatte ein gutes Elternhaus und gute Lehrer, beste Chancen. Völlig unverständlich ist daher seine bewusste Entscheidung, diese gute Erziehung zu ignorieren. Er ist böse und muss bestraft werden. Öffentliche Blossstellung, Scham... an den Pranger mit ihm.
Mal darüber nachgedacht, daß dieser Schüler nach der Handy Aktion in dieser Stadt niemals eine Freundin finden wird ?

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Schlump23 12.05.2017, 11:25
6. von wegen...

@eigene_meinung:
Warum soll "der Lehrer"das in Deutschland nicht erlauben? Gibt es etwa nur einen Lehrer oder Lehrertyp in Deutschland? Das ist Quatsch. Manche würden sich freuen über das Engagement, andere würden es (möglicherweise aus guten Gründen) ablehnen.
Ich würde es mir jedenfalls gut überlegen - der Schüler müsste schon ganz schön nervig und rücksichtslos sein, damit ich ihm sowas antue...
; )

Die Gefahr ist aber: Wenn ich es einem Vater erlaube, am Unterricht teilzunehmen, muss ich anderen Eltern auch die Möglichkeit geben. Das könnte nach hinten losgehen.

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Ukko257 12.05.2017, 11:35
7. Klasse. Endlich mal jemand, der die Erziehung seiner Kinder ernst nimmt.

Und zum Kommentar von "Dasdondel". Das ist ein hinkender Vergleich. Auch wenn Kinder ihre Freiheiten haben sollen, so ist es doch erforderlich seinen Kindern Richtlinien aufzuzeigen und die Kinder bei Übertreten der Linie das wissen zu lassen.

Außerdem: So wie sich das lesen lässt hier, scheint der Bengel alles ins Feld geführt zu haben, um seine Schulkameraden und den Lehrer vom Lernen und Unterrichten abzuhalten. Dass der Vater da eine unkonventionelle Maßregelung betrieben hat, ist aber löblich. Er hat das Kind nicht geschlagen, und von demütigen kann hier auch die Rede nicht sein. Der Junge ist 13 Jahre alt, also alt genug um zu wissen, dass Aktionen seinerseits auch Reaktionen seines Umfelds provoziert.

Einziger Punkt wo ich Ihnen recht gebe: Die Schwester hätte das nicht teilen dürfen. Das hat schon was anprangerndes. Aber Ihre "Waldorfvorstellung" von Erziehung ist für Kinder alleine und auf Dauer nicht gut. Ich weiß das, mein Bengel ist 6 Jahre alt und braucht auch ab und an mal einen verbalen Dämpfer.

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CouscousGauthier 12.05.2017, 11:39
8. @dasdondel

Ich verstehe Ihren Einwand nicht. Ist es im Teenageralter zu spät für Erziehung? Muss man den Ist-Zustand so hinnehmen? Und was wäre die von Ihnen präferierte Vorgehensweise gewesen: Öffentliche Entschuldigung des Vaters für die verhunzte Erziehung, während der Sohn ohne Konsequenzen weiterhin den Unterricht stört?

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Spügelleser 12.05.2017, 11:42
9. Elterliche Präsenz

Der Vater hat vermutlich Haim Omer gelesen und sogar verstanden.
Was die Angelegenheit für den Jugendlichen allerdings zu einem Desaster macht, ist die mediale Öffentlichkeit, da gebe ich Nr. 5 dasdondel recht. Der eigentliche "Erziehungsfehler" manifestiert sich also eher bei der Schwester, deren Medienkompetenz so unterirdisch entwickelt ist, dass sie eine innerfamiliäre Sache derart an die Öffentlichkeit bringt...

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