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Schüler über Flüchtlinge: "Das Thema ist uns wichtig"
DPA

Die Integration von Flüchtlingen stellt Schulen vor große Aufgaben. Kann das klappen? Betroffene Schüler sind laut einer neuen Umfrage skeptisch. Doch wer selbst Migranten kennt, bei dem steigt die Zuversicht.

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women_1900 09.12.2015, 07:24
1.

wem? Den Lehrern, den Journalisten, den Sozialorganisationen oder wirklich den Schüler/Innen?

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fatherted98 09.12.2015, 08:14
2. Die Situation...

..in ähnlich wie die in den 70er Jahren. Da wurden 14-16 jährige Türken, die als Famileinnachzug in Deutschland ankamen, in Grundschulen gesteckt (natürlich eigene Klassen). Ergebnis...viele der 1-4 Klässler wurden jeden Tag von diesen jungen Männern verprügelt, ausgenommen und erpresst (ja...sowas ist nicht neu und gab es auch schon in den 70ern...nur damals hat es keinen interessiert...vor allem keinen Lehrer oder die Polizei). Wenn man jetzt den gleichen Fehler macht...viel Spaß.
Zur Integration Gleichaltrieger:
Wir hatten zwei Mädchen aus Jugoslawien (damals hieß das noch so) in der Klasse 1-4. Die konnten kein Wort Deutsch...nach 4 Jahren sprachen die sehr gut Deutsch...aber wir hatten fast ein Schuljahr an Stoff verloren im Vergleich zu den Parallelklassen....das wird wohl in vielen Fällen jetzt nicht anders werden.

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ditor 09.12.2015, 08:26
3. Die deutliche Mehrheit sieht es also negativ

Da nutzt auch kein einfach besseres Kennenlernen. Wenn man Mitschüler hat die sprachbedingt mehr Aufmerksamkeit brauchen verlangsamt das natürlich massiv den Unterricht. Der Einzelne mag das Problem nicht mal direkt mitbekommen, wenn aber zB beim Wechsel in die weiterführenden Schulen die Schüler aus anderen Schulen erheblich weiter waren, dann fragt sich auch die Jugend woran es wohl gelegen hat.

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vox veritas 09.12.2015, 08:26
4.

Kinder kann man halt noch formen. Deshalb hatte die SPD ja auch vor, die Lufthoheit über den Kinderbetten zu erobern (stammt von Olaf Scholz, 2003).

http://www.zeit.de/2003/12/Vom_Stamokap_zum_Kinderbett

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K3pl3r 09.12.2015, 08:39
5. Schulischer Auftrag

Meiner Meinung nach haben Schulen den Auftrag Kinder zu bilden und zu fördern. Für das schulische Zusammenleben ergeben sich daraus aber gewisse Voraussetzungen. Wie zum Beispiel Sprache, Sozialverhalten und Grundlagen schulischen Arbeitens wie es in den Vorschulen bereits beigebracht und erarbeitet wird. Die Schulen zu "Aufbewahrungseinrichtungen" für Migrantenkinder zu machen und den Schulbetrieb damit weiter zu belasten halte ich für den falschen Weg. Schulen sollen nun inkludieren, jetzt auch noch integrieren und am besten auch- man erinnert sich- wieder erziehen; das wird auf Kosten der Kinder gehen. Daher soll der Staat sich andere Aufbewahrungseinrichtungen suchen, aber bitte nicht unsere Schulen. Sobald diese Kinder die Grundlagen drauf haben und damit auch eine echte Chance im Schulalltag mitzukommen können diese gerne in die Schule. Aber so nicht, das wird nur Frust und Ärger geben.

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Leser161 09.12.2015, 09:16
6. Schüler sind halt schlau

War auch bei mir so. Wir hatten mal einen Lehrer der hat Themen mit uns immer diskutiert. Aber wehe Du hattest eine andere Meinung als er*, dass gab direkt Abzüge in der Note.

*Nein ich nicht. Die Klassenbesten haben sich manchmal getraut.

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mikado17 09.12.2015, 09:59
7.

Unser Sohn geht in Köln auf ein Gymnasium mit erheblich Schüleranteil, welche einen Migrationshintergrund haben! Alles unproblematisch , wenn alle sich engagieren und sich auch die Eltern aller Couleur einbringen, dann kann es nur positiv laufen! Allerdings ist die Infrastruktur der Schule erbärmlich , es ist jedoch schon eine der Besseren schlechten! Köln verprasst lieber eine halbe Milliarde für eine hässliche Oper anstatt die Schulen als Primäraufgabe zu stärken!

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chickenrun1 09.12.2015, 10:03
8. Nachtigall...

Nicht genug, dass wir schon Probleme genug in der Schulausbildung hätten, jetzt sollen die Schulen auch noch die Flüchtlingsproblematik ausbaden. Dem Deutsch nicht mächtigen Schüler einfach mal so in den laufenden Schulbetrieb aufzunehmen, kann ja nur zu Lasten der Schüler sein. Was mutet uns Merkel eigentlich noch alles zu ?

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schreckgespenst 09.12.2015, 10:09
9. Blubb

Zitat von fatherted98
Zur Integration Gleichaltrieger: Wir hatten zwei Mädchen aus Jugoslawien (damals hieß das noch so) in der Klasse 1-4. Die konnten kein Wort Deutsch...nach 4 Jahren sprachen die sehr gut Deutsch...aber wir hatten fast ein Schuljahr an Stoff verloren im Vergleich zu den Parallelklassen....das wird wohl in vielen Fällen jetzt nicht anders werden.
Keine Angst, das Problem besteht jetzt nicht mehr. Jede Klasse wird (mehrere) Flüchtlingskinder bekommen, sodass alle gleichmäßig gebremst werden. In ein paar Jahren fällt dann niemanden mehr auf, dass zukünftige 4. Klässler auf dem frühreren Niveau eines 2. Klässlers sind. Nur bei internationalen Vergleichen werden dann die Augen groß.

Wir hatten in der Grundschule Anfang der 1990er Jahre ein Flüchtlingskind aus dem Libanon Namens Ali (kein Witz). Ali hat mit uns die erste Klasse durchlaufen, hat mit dem nächsten Jahrgang die erste Klasse durchlaufen und wurde dann nochmals zurückgestuft.

Auch die vielgelobten Syrer haben (laut internationalem Vergleichstest) einen Rückstand von 5(!) Schuljahren (Quelle: Die Zeit bzw. Prof. Wößmann). D.h. selbst ohne sprachliche Barriere müsste ein syrischer 8. Klässler bei uns wieder die Grundschule besuchen. Na dann, auf eine erfolgreiche Zukunft.

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