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Schülermeinungen über Handwerksberufe: Zu dreckig, zu schwer, zu laut
DPA

Danke, das ist nichts für mich: Die Mehrzahl der Schüler in Deutschland will auf keinen Fall eine handwerkliche Berufsausbildung machen. Das ergab eine neue Studie.

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Grorm 08.09.2016, 18:21
130. Dann nur noch ein Tipp

Zitat von klyton68
Sie irren. Fahrrad mache ich immer, ist auch schon 25 Jahre alt der Rahmen. Motor seltener, aber doch manchmal. Und die Handwerkssauberpaste habe ich auch. Auch Ako Pads und Waschbenzin waren bereits im Eisatz. Alles kein Problem.
Bei simplem Motoröl reicht Spüliwasser völlig aus ....

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BlackRainbow666 08.09.2016, 19:28
131.

Zitat von hockeyversteher
Stoffen, Stäube oder Gasen gehen den Handwerker fahrlässig um? Wissen Sie überhaupt, wovon Sie reden? Sind Sie HandwerkerIn, um deren "Männlichkeitsrituale" beurteilen zu können? Die allermeisten Ausgebildeten sind Familienväter oder Mütter, die ihren Einsatz verantwortungsvoll planen und umsetzen. Und die Arbeit auf einer Bohrinsel, auf einer Tunnelbaustelle etc bergen Gefahren. Die zu beherrschen bedarf es sicher Arbeitsschutzmassnahmen - vor allem aber braucht verantwortungsvoll und gebildete Mitarbeiter, die sich dieser Gefahren bewusst sind und dann entsprechend selbstsichernd arbeiten. Dann ist es weniger gefährlich, als (um ein gerade sehr beliebtes Beispiel zu nennen) am Straßenverkehr teilzunehmen. Am gefährlichsten wird es aber wohl, wenn z.B. ein Elektriker die Anlagen in Wohnungen von selbsternannten Besserwissern reparieren sollen und Angesicht der dort sichtbaren wilden Basteleien, 17 Mehrfachstecker der EDV Anlage an einer Steckdose etc. eigentlich den Totalabriss vorschlagen müsste.
Müssen wir erst über bestimmte Stoffe reden oder sagen Sie mir einfach direkt, wie viele Maler Sie kennen, die beim Streichen Atemschutzmasken tragen, mal so als einfachstes Beispiel?

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Kerze der Freiheit 08.09.2016, 19:49
132.

Zitat von Grorm
Zählt bei Ihnen die Ausbildung zum Offizier als Berufsausbildung?
Ehrlich gesagt sehe ich sogar meine zehnmonatige Wehrpflicht als Berufsausbildung an. Mies bezahlt wie diese war er ja auch.

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rhabarberzüchter 08.09.2016, 21:38
133. Oh, da da hatte ich auch Schwierigkeiten,

Zitat von ichbinsjetzt
machen jetzt schon die Handwerksbetriebe. Von den jungen Schnöseln kann keiner mehr den Ölmesstab im Auto finden. Noch nie so hohe Angebote von Handwerksbetrieben und Stundensätze gesehen.
besonders bei Trabbi und Wartburg habe ich immer einen Automechaniker zu Hilfe holen müssen, wenn ich das Motoröl wechseln wollte. Seltsam, peinlich?

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schensu 09.09.2016, 09:10
134. Roboter am Bau

Da sind wohl einige in SimCity hängen geblieben?
Prophezeiung: Die nächsten 100 Jahre wird in Europa kein Haus vollständig von Maschinen gebaut.
Japan hat mangels Arbeitskräften und restriktiver Abschottung den größten Vorsprung auf diesem Gebiet. Aber selbst dort werden die utopischen Träume noch lange nicht erfüllt.
Der Mechanisierungsgrad am Bau mag noch etwas steigen können. Es wird aber auf lange Zeit immer noch ein Haufen menschliche Arbeitskraft nötig bleiben.
Btw: Wir reden hier nicht von Werkhallen und industrieller Fertigung. Wir habens von immobilen Konstrukten mit einer Altersspreizung von mehreren hundert Jahren! Werkstoffe mit ihren Kombinationen und konstruktive Details werden eure Blechgesellen nie vollständig erfassen können.
Deshalb: Werdet Handwerker!

Und ihr anderen: Träumt weiter eure Simulationen...

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rhabarberzüchter 09.09.2016, 09:51
135. Solche Widersprüche

werden in der Planwirtschaft durch eine gezielte Berufs- und Studienlenkung mitunter mit massivem Druck, bekämpft.
In der Marktwirtschaft regelt das der Markt und der ist unerbittlich.
Vor- und Nachteile:
Planwirtschaft - dem Bewerber wird seine Freiheit der Berufswahl gleich zu Beginn eingeschränkt. Er trägt das mitunter dem System bis zum Lebensende nach. Er hat aber in dem ihm vermittelten Beruf einen sicheren Arbeitsplatz.
Marktwirtschaft: Der Bewerber ist frei und darf zunächst alles lernen oder studieren, findet aber nach oft jahrelanger Ausbildung keinen Arbeitgeber, der sein Profil benötigt. Dadurch verliert er gegebenenfalls Jahrzehnte seine Lebens.
Im letzten Abschnitt des Lebens angekommen nach einem durchschnittlich erfolgreichen durch Studien- und Arbeitsplatzlenkung beeinflussten Berufsleben wage ich es nicht, eine der beiden Varianten zu bevorzugen.

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Wooster 09.09.2016, 10:11
136. Bullshitjobber

Unternehmensberater, Fachanwälte für Gesellschaftsrecht, Marketingspezialisten, promovierteFinanzjongleure, Gendetrtr'ten.... Diese Bullshitjobber sind die Hofnarren des Kapitalismus. Je sinnvoller hingegen eine Tätigkeit für die Gesellschaft ist, desto schlechter wird sie bezahlt. Je überflüssiger der Job, desto üppiger das Gehalt. Die unten - die Handwerker - müssen sich mit weniger zufrieden geben, weil sie sich ja einer richtigen Tätigkeit erfreuen können.

Und "die unten" sind eben die, die mit der Hand arbeiten, die also wirklich gebraucht werden; auch Pfleger in Heimen...
Und das haben die (noch dummen) jungen Leute durchaus gemerkt. Kann man's ihnen verübeln? Irgendwann - hoffentlich - werden sie die Stöpsel aus den Ohren nehmen, die Bierflasche aus der Hand legen, ... womöglich nachdenken ... und etwas merken. Hoffentlich. Sonst ist wirklich Hopfen & Malz verloren.

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Drschlaumeierxy 10.09.2016, 21:45
137.

Zitat von der_joerg
Es könnte natürlich auch sein, dass irgendein Irrer z.B. den Meisterzwang abschafft. Oder dass man nichtmal Klempner gelernt haben muss, um eine Firma aufzumachen. Dann reicht es, mal einem Klempner zugesehen zu haben. Und dabei muss ich noch nichtmal an die hunderttausende neuen Fachkräfte denken. Da reichen die vielen selbstausbeuterischen Ein-Mann-Firmen. Die Zukunft des deutschen Handwerks liegt z.B. in Polen - nachdem die bald nicht mehr in UK arbeiten dürfen.
Sie haben so recht. Es ist doch schon jetzt genau dieser Weg erkennbar. Da werden Handwerkerlehrgänge "nebenberuflich" an Bildungsenrichtungen gelehrt, die Prüfung mit wohlwollen abgenommen und so weiter und so fort.
Schauen wir doch auf die Unis. Schon jetzt soll ein Meister/IN dort studieren können, ohne jemals eine Hochschulzugangsberechtigung zu haben geschweige denn, auf die Anforderungen der Uni bewälltigen zu können.


so long,

DrSchlaumeier

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