Forum: Leben und Lernen
Schul-Glaubenskrieg in NRW entschieden: Gymnasium wird Haupt-Schule

Ist der Schulfrieden in Nordrhein-Westfalen ein Modell für Deutschland? Rot-Grün und CDU versprechen sich zwölf Jahre Eintracht - und hoffen, dass sich ihr jeweiliges schulpolitisches Heilsversprechen von selbst durchsetzt. Die CDU wird dieses Spiel verlieren.

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dimetrodon109 20.07.2011, 15:28
1.

Zitat von sysop
Ist der Schulfrieden in Nordrhein-Westfalen ein Modell für Deutschland? Rot-Grün und CDU versprechen sich zwölf Jahre Eintracht - und hoffen, dass sich ihr jeweiliges schulpolitisches Heilsversprechen von selbst durchsetzt. Die CDU wird dieses Spiel verlieren.
Und sie hat es verdient. Ich hoffe sie rutscht auf FDP Niveau für das Verkaufen unserer Bildung für einen Hauch politscher Mitsprache.

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Manimal 20.07.2011, 15:29
2.

'Länger gemeinsam lernen' ist eine Wunschvorstellung weltfremder Sozialromantiker. Es bedeutet nichts anderes, als dass sich eine Gruppe mit der Geschwindigkeit des langsamsten fortbewegt. Einer bremst zwanzig andere aus!
Man sollte früher selektieren als später, dafür aber die Durchlässigkeit von einer Schulform zur anderen erhöhen.

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leser_81 20.07.2011, 15:32
3. lernen !

Es gibt nun eimal gute Schüler und schlechte Schüler.
Schüler die das Potential haben weiter zu kommen, die sich anständig verhalten, fleißig sind, die guten Noten schreiben, die Respekt und Anstand haben.

Es gibt jedoch auch faule Schüler, dumme Schüler, Schüler die schwänzen, den Unterricht kaputt machen.
Es reichen schon ein paar ungezogene Schüler um den gesamten Unterricht kaputt zu machen und die lernwilligen guten Schüler behindern.
Das Konzept "dass sich das gemeinsame längere Lernen durchsetzt." ist für mich nichts als eine fixe Idee von Gutmenschen.

Man sollte die Schüler so früh wie möglich trennen um mit Schülern die lernen wollen, anständig arbeiten zu können.

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Teebeutelchen 20.07.2011, 15:34
4. Durcheinander?

Das, was SPON hier als "ziemliches Durcheinander" abtut, kann man auch als Vielfalt bezeichnen. Und die Verantwortung an die Kommunen "durchzureichen", ist ebenso an und für sich nichts Schlechtes: Dort leben die Menschen nämlich.
Für mich gilt eine ganz simple Formel: Wo sich seit Jahrzehnten nichts bewegt, ist jede Bewegung gut.

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sajuz 20.07.2011, 15:34
5.

Also wenn die Abschlüsse und ungefähre Lernziele gut abgestimmt werden ist es gar kein schlechter Schritt die Verantwortung dort zu verorten, wo am ehesten ausgewogene, tragfähige Übereinkünfte erzielt werden können: in den Kommunen.
In den Kommunen kann man sich dann auch leidenschaftlich streiten, mit den Füßen entscheiden, relativ viel direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung anbieten. Das ist gut.
Das Kultusministerium muss dann nur noch, wie eine Art Schul-Staatskanzlei, überwachen.

Was spricht dagegen?
Man muss sich ohnehin von der hanebüchenen Idee verabschieden, dass es in der Schule in erster Line um das erlernen praktischer Fähigkeiten geht, was durch das Vermengen von schlauem und dummem Blut erschwert würde.

In der Schule wird der junge Deutsche in sein Millieu, in seinen sozialen Stand eingeführt und übt das entsprechende Verhalten ein.

Und wenn nun stattdessen alle Schüler gleich einen Weg zum Abitur und damit zur gesellschaftlichen Teilhabe vorgezeichnet bekommen, wenn sie es nur schaffen, wem ist damit dann geschadet?

Wem tut so was denn weh?

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makromizer 20.07.2011, 15:34
6. .

Hätte die Schlagzeile nicht einfach "Gymnasium wird Sekundarschule" lauten können?

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Hardliner 1 20.07.2011, 15:34
7. Gefällt mir

Zitat von sysop
Ist der Schulfrieden in Nordrhein-Westfalen ein Modell für Deutschland? Rot-Grün und CDU versprechen sich zwölf Jahre Eintracht - und hoffen, dass sich ihr jeweiliges schulpolitisches Heilsversprechen von selbst durchsetzt. Die CDU wird dieses Spiel verlieren.
Sehr pfiffig! Die Überschrift gefällt mir. Für die Unterzeile habe ich einen Vorschlag: Hauptschüler werden Gymnasiasten. Und wenn dann auch noch das Sitzenbleiben abgeschafft wird, dann kriegen 95 Prozent aller Schüler die Hochschulreife.

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hansdampfer 20.07.2011, 15:36
8. ...

Klar dass bei der "Schwarmintelligenz der Eltern" alle Kinder auf dem Gymansium angemeldet werden. Mein Kind ist schließlich klüger als wie das vom Nachbar.
Wunderbar, dann werden die Kinder in Zukunft alle besonders schlau wenn nur noch die vermeintlich "höchste" Schulform beibehalten wird.

Jedenfalls stelle ich fest - beispielsweise in Klasse 7 - dass es heute so frappierende Unterschiede zwischen der Leistungsfähigkeit der Schüler bzw. dem Lehrinhalt eines Gymnasiums und derer einer Hauptschule gibt, dass es mich graust bei dem Gedanken alle Schüler gemeinsam in einer Klasse sitzen zu haben.

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Kalaharry 20.07.2011, 15:40
9. Je schlechter die Schüler, desto besser für den gemeinen Politiker

Zitat von leser_81
Man sollte die Schüler so früh wie möglich trennen um mit Schülern die lernen wollen, anständig arbeiten zu können.
Jeden in eine eigene Klasse, oder was? Sie haben offensichtlich keine Kinder, wollen aber doch ganz bestimmt mitreden, nicht wahr? Wenn ich mich an meine Kinder in der Grundschule erinnere, dann kann ich nur sagen: mal wollten sie lernen und mal nicht. Hätte man sie dann jedes mal in eine andere Schule stecken sollen?

Der Hauptgrund, warum Kinder schlecht in der Schule sind, liegt manchmal bei den Lehrern, aber in den allermeisten Fällen in einem sozialen Umfeld von Elend und Perspektivlosigkeit. Wer bessere Schüler will, der muss dafür sorgen, dass es ihren Eltern gut geht und vor allem, dass es bundesweit endlich einheitliche Standards gibt, anstatt 16 völlig hirnrissige Kultusbürokratien. Es gibt Eltern, die müssen beruflich während der Schulzeit ihrer Kinder mehrmals in andere Bundesländer umziehen, damit sie überhaupt Arbeit haben. Man nennt das Flexibilität. Wer das den Schülern zumuntet, dann jedesmal nicht nur den Freundeskreis und den Klassenverband zu verlassen, sondern auch noch völlig anders beschult zu werden, der sollte nicht über schlechte Schüler jammern. Das ist dann gewollt.

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