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Schul-Klischees im Fakten-Check: Lehrer haben es leicht - oder doch nicht?
Corbis

Nachmittags schon Feierabend und drei Monate frei im Jahr: Viele Menschen glauben, dass Lehrer einen entspannten Job haben. Die Pädagogen sehen das anders. Wenn die Glocke beim Schulschluss schellt, fängt für viele der Stress erst an. Der Faktencheck zum Lehrer-Beruf.

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einuntoter 26.03.2013, 06:55
1. Durch Klassenreisen

kommen sicherlich auch noch viele Überstunden zusammen. Tauschen möchte ich mit den Lehrern nicht. Abgesehen davon, dass sie niemals außerhalb der Ferienzeiten Urlaub machen können...

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Mertrager 26.03.2013, 07:00
2. Lehrer wissen alles

Der Bedarf nach ausgedehnten Ferien ist wohl tatsächlich für einen Teil der Lehrerbelegschaft für die Ergreifung dieses Berufs ursächlich. Ich bin der erste Nicht-Lehrer einer Lehrerfamile und denke, ich weiß, wovon ich rede. Dabei ist das bei uns in der Familie durchaus unterschiedlich. Der ei e war die gesamte Ferienzeit mit Korrekturen und Planen befasst. Andere sind ständig auf Reisen. Das Problem ist, dasz Leute wegen der vielen Ferien den Beruf ergreifen, die persönlich dazu eher ungeeignet sind. Ungeeignete Lehrer hinterlassen beim Schüler ggf. Defizite, die manchmal nicht mehr kompensiert werden können. Ich durfte das beim Studium im Bereich Mathematik bemerken.

Das Nichtabschalten können äußert sich mE. hauptsächlich darin, dasz Lehrer fortlaufend Ihre Umgebung "schulmeistern" müssen. Wird Jeder kennen. Ansonsten trifft das sog. Nichtabschaltenkönnen nicht jeden wirklich. Gerade Jene, die hauptsächlich wegen der Ferien diesen Beruf ergriffen haben, sind oftmals Kulturreisende mit Nebenberuf Lehrer. Und da klappt das Abschalten dann bei Einigen ganz gut.

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angestellter159 26.03.2013, 07:00
3. Mathe- oder Deutschlehrer, Grundschule oder Abi ?

wie sagte meine alte Mathelehrerin vor 30 jahren: "Matheleher haben im Studium viel gearbeitet, jetzt ist es gemütlicher, bei Deutschlehrern ist es andersherum".
Allerdingsgehört für eine ehrliche Bestandsaufnahme immer auch das Einkommen. Jeder könnte dann selbst bewerten, wie Aufwand, Verantwortung und Entlohnung zusammenpasen. Speziell bei Beamten ist das etwas diffiziler.

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Cotopaxi 26.03.2013, 07:02
4. Lehrer an Restschulen

deren Hauptaufgabe daraus besteht die Gymnasien frei von den Lernunwilligen zu halten werden verheizt.

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APPEASEMENT 26.03.2013, 07:04
5. Lehrer

Zitat von sysop
Nachmittags schon Feierabend und drei Monate frei im Jahr: Viele Menschen glauben, dass Lehrer einen e
orientieren sich leider nicht an den Bedürfnissen der mittleren Leistungsgruppe. Die guten Schüler überstehen auch schlechten Unterricht, die anderen leiden darunter. Lehrer machen es sich oft zu einfach, weil sie sich überfordert fühlen und den Eltern wird es dann überlassen, zuhause die Defizite der Schulausbildung nachzuholen.

Leistung eines Trabbi zu Kosten eines BMW.

Lehrer sind Dienstleister die sich auch mal Kundenorientiert verhalten sollten. Anspruch in Arbeiten deckt sich leider oft nicht mit der Qualität der Unterrichts und der Vorbereitung.

Man sollte den Lehrer viel mehr auf die Finger sehen und anonyme Bewertungsmöglichkeiten durch die Eltern einführen (Kundenfeedback).

Der Beamtenstatus sollte sowieso abgeschafft werden.

Schlechte Lehrer sollten genauso wie schlechte Angestellt entlassen werden können.

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Indigo76 26.03.2013, 07:07
6. eine Karrikatur

Zitat von sysop
Lehrer haben zwar etwa ein Viertel des Jahres keinen Unterricht, aber nicht immer haben sie durchgehend frei. Manchmal fallen Konferenzen oder Fortbildungen in die Ferien. Außerdem gibt es sogenannte Präsenztage, an denen Lehrer in der Schule anwesend sein müssen. Sie liegen meist am Ende der Sommerferien, um das neue Schuljahr vorzubereiten. Trotzdem sind die freien Tage von Lehrern immer noch üppig bemessen
In diesem Abschnitt steckt doch alles, was man wissen muss. Das Schlüsselwort ist "manchmal". Jeder normal arbeitende Mensch in Deutschland hat 6 Wochen Urlaub im Jahr. Auf die Lehrer wird solange herumgehackt werden, bis ihr Urlaubspensum diesem Wert entspricht - und zwar zu Recht! Es ist einfach nicht einzusehen, dass Fortbildungen Während der Schulzeit stattfinden dürfen. Der Lehrern müssen 6 Wochen Urlaub weggenommen und zur Fortbildung und Vorbereitung genutzt werden.

Lehrer sein ist eine enorme psychische Belastung und nicht jeder Mensch ist dafür geschaffen (ich würde vermutlich ausrasten), aberdas gilt für einen Arzt ebenso. Und jeder Maurer, Landwirt oder Müllmann (bitte die Liste beliebig lang erweitern) kann über diese Belastung nur müde lächeln.

Solche Artikel kommen regelmäßig, da die Lehrerschaft eine recht starke Lobby hat und mit der Erziehung unserer Jugend eine sehr wichtige Aufgabe erfüllt. Aber ein stöhnender Lehrer ist und bleibt: die Karrikatur eines arbeitenden Menschen.

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sponforist 26.03.2013, 07:07
7. .

"Studien zeigen, dass Vollzeitlehrer zwischen 30 und 70 Stunden pro Woche arbeiten" Vollzeitjob mit 30 h/Woche, ich bin tief beeindruckt, ob dieser immensen Arbeitsbelastung. Ein ordentlicher Professor hat in D 8 Semesterwochenstunden "Pflichtunterricht", fast ein Drittel der Belastung eines Gymnasiallehrers, daneben darf er noch Doktoranden, Master- und Bachelorarbeiten betreuen, Forschungssgelder aquisieren, forschen und publizieren, auf Konferenzen fahren, verwalten und in Gremien sitzen und Hochschulpolitik betreiben. Dafür verdient er knapp mehr als ein Gymnasiallehrer seiner Altersstufe. Mit 30 Stunden käme er wohl kaum aus, die meisten Profs arbeiten im Durchschnitt um die 60 h/Woche, also knapp an der Obergrenze der Gymnasiallehrer. Sorry, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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matjeshering 26.03.2013, 07:10
8. Es fehlt noch was...

in den 80er Jahren hat McKinsey für das Land NRW eine Studie durchgeführt.
Diese wurde dann nicht veröffentlicht.
Warum wohl?
Wie wäre es denn mal wenn man auch die Professoren an Unis unter die Lupe nehmen würde, oder auch Mitarbeiter des mittleren oder gehobenen Dienstes im öffentlichen Dienst.
Oder auch die Arbeitszeiten und den tatsächlichen Arbeitsaufwand von niedergelassenen Ärzten oder anderen Selbständigen.
Die Reihe derer, die in Deutschland, aber auch der EU, ja weltweit, mehr als die Augenscheinlichen Stunden in der Woche machen ist lang.

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baka42 26.03.2013, 07:12
9. im prinzip

hat der Artikel alles nur bestätigt, dass Lehrer viel Zeit haben. Ich würde gerne Arbeiten in der Sonne korrigieren, egal wo. Arbeit is Arbeit. Irgendwann gehört sie gemacht. Ach und mit meinen 30 Urlaubstagen wenn ich die in den Schulferien immer nehmen würde wäre das bis erste Woche der Sommerferien. Dann hab ich aber keinen Urlaub mehr. So ein Pech auch.

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