Forum: Leben und Lernen
Schul-Klischees im Fakten-Check: Lehrer haben es leicht - oder doch nicht?
Corbis

Nachmittags schon Feierabend und drei Monate frei im Jahr: Viele Menschen glauben, dass Lehrer einen entspannten Job haben. Die Pädagogen sehen das anders. Wenn die Glocke beim Schulschluss schellt, fängt für viele der Stress erst an. Der Faktencheck zum Lehrer-Beruf.

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boris100 26.03.2013, 10:32
180. Es wissen ja alle so gut Bescheid...

Ich wundere mich wirklich wie gut alle Nicht-Lehrer über diesen Beruf Bescheid wissen. Irgendwie werden in diesen Kommentaren nur Stereotypen und andere Vorurteile benannt. Oft wird auch vom Einzelfall auf die Allgemeinheit geschlossen. Sind wir hier eigentlich bei der Bild? Und wenn Lehrer so ein Traumberuf ist, warum gibt es deutschlandweit derzeit einen Lehrermangel? Warum sind alle Neider aus diesem Forum nicht Lehrer geworden? Fragen über Fragen...

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Iter 26.03.2013, 10:33
181. @ gerdjuergen Zusatz

Dass die signifikant hohe Burn-Out-Rate im Lehrberuf ausschließlich auf die ungünstige Vorselektierung zurück zuf führen ist, ist mit ihrer Brille natürlich klar. Dass Lehrer aufgrund ihres Studium befähigt sind in zwei Fächern einen Doktor zu machen ist ebenfalls ein seltsamer Zug, der mit dem anspruchslosen Studium von zwei Fächern zusammen hängt. Merken Sie was?

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!!!Fovea!!! 26.03.2013, 10:33
182.

Zitat von kandana
Wenn Sie nach 10 Jahren nach wie vor für jede Stunde und für jedes Experiment 1-1,5 Stunden Vor- und Nachbereitung benötigen, sollten Sie ihre Berufswahl eventuell überdenken.
Ja, mich will hier auch einer überzeugen, dass es so ist. Glauben kann ich es auch nicht. Wenn ich das machen würde, wäre arbeitslos.

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jaypi 26.03.2013, 10:33
183.

Zitat von jula75
Der höhere Krankenstand von Lehrkräften erklärt sich sicherlich nicht allein aus der höheren Bequemlichkeit und der Absicherung der Unkündbarkeit. Mit einem mittelstarken grippalen Infekt kann man sicherlich noch einen Bürojob machen oder Erwachsene .....
Stimmt alles - dazu kommt aber noch die erhöhte Ansteckungsquote, da ein Lehrer täglich mit 150 Schülern und Kollegen im Kontakt steht. Und besonders die lieben Kleinen nehmen es mit der Hygiene nicht so genau, da wird gern mal dem Lehrer was gehustet!

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fastfood 26.03.2013, 10:34
184. Halbtagsjob

Jedesmal zu Ferienbeginn der gleiche Brüller! Die Lehrer haben Freizeit.
Also ich finde das voll in Ordnung. Zum Ersten haben die Kinder ein Recht auf einen gut gelaunten und entspannten Lehrer, zum anderen wissen doch all die sezernierenden triefäugigen Tränensäcke, die jedesmal empört jaulen wenn ein verbamteter Lehrer ihnen die Freizeit stielt, seit der Zeit Ihres schulischen Versagens, dass ein Lehrer den bestbezahlten Halbtagsjob hat. Ja um Himmels Willen, wie blöde muss man denn dann sein, wenn man den Job nicht selber macht!?

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deutel 26.03.2013, 10:35
185. So einfach ist es eben nicht.

Zitat von montgomeryburns7g
Dieses neidische Gejammere ist unerträglich. Über Lehrer wird gelästert weil sie angeblich zu wenig arbeiten und zu viel verdienen, Lehrer beklagen sich über ihre hohe Belastung verglichen mit anderen Tätigkeiten. Soweit ich mich erinnern kann leben wir in einem freien Land. Jeder hat die Möglichkeit jeden Beruf auszuüben, den er möchte, er muss nur den Weg der dorthin führt beschreiten. Und jetzt komme mir keiner mit "sozialen Schichten Gelaber", auch ich entstamme der sogenannten Unterschicht. Wenn man sich am Riemen reißt klappt auch dann Abitur und Studium ohne irgendwelche Almosen. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!
Das wär ungefähr so, als wenn man sich über zu hohe Mieten beschwert und man zu hören bekommt, dass man ja auch Immobilienbesitzer hätte werden können. Als Steuerzahler hat man schon einen gewissen Anspruch, dass Steuergelder effizient ausgegeben werden und sie möglichst viel für ihr Geld bekommen. Da erlaube ich mir schon zu kritisieren. Deshalb muss ich ja nicht gleich den Job selber machen, oder?

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smithyk 26.03.2013, 10:35
186. Lehrer, die sich gestresst fühlen können sich bei mir melden.

Lehrer haben extrem viel Freizeit. Warum sonst sind sie den überall in Parteien, Vereinen usw. so stark aktiv? Weil sie nichts anderes zu tun haben. Mein Cousin ist übrigens Lehrer. Der hat immer nur gejammert. Schließlich habe ich arrangiert, dass er in den Sommerferien bei uns im Callcenter arbeiten kann. Keine Sorge - er hatt immer noch genügen Urlaub übrig, ein normaler Arbeitnehmer hat dagegen nur 30 Tage, die zuweilen auch anstelle von Krankmeldungen genommen werden müssen. Nach den 5 Wochen im Callcenter mit Vollschichtbetrieb, Wochenendarbeit ging er freudig zurück in sein Klassenzimmer.

Lehrer, die sich im Beruf gestresst fühlen können sich gerne bei mir melden.
Ich vermittle in den Sommerferien gerne folgende Arbeit: Tätigkeit im Musikinstrumentenbau (Arbeitszeit: Montag bis Freitag 6 bis 19 Uhr, Sastags 8 bis 18 Uhr, Stundenlohn 7,50 Euro, gelegentliche Mehrarbeit - nach dem Ausstechen!) , Tätigkeit im Callcenter (Inbound, Klärung von Rechnungsfragen: 24-Stunden-Vollschichtbetrieb, auch an Wochenenden für 7,01 Euro die Stunde, die Schwierigkeit besteht nur darin mit Leuten fertig zu werden, die selbst einfachste Zusammenhänge nicht verstehen und nicht in der Lage sind, zwei Zahlen zu addieren, ein nicht unwesentlicher Einkommensbestandteil ist davon abhängig, wie man von den Anrufern "bewertet" wird). Mitarbeit in einem europaweit tätigem Reparaturteam. Jeder arbeitet auf Rechnungsbasis. Bezahlt wird ein Fixbetrag pro Auftrag, wer länger braucht hat selber schuld (um 2 Uhr Nachts aufbrechen, um 7 Uhr ankommen, alle Arbeiten nonstop durchführen, auch wenn es 12 Stunden dauert, Abreise. Am nächsen Tag pünktlich auf der nächsten Baustelle sein. Am Samstag und Sonntag den Werkzeugbus und das Material für die folgende Woche vorbereiten), Urlaub ist nicht vorgesehen. Man kann nur Aufträge ablehnen und verdient dann nichts. Wer Aufträge ablehnt rutscht in der Prio nach unten und verdient dann länger als erwünscht kein Geld.

So, liebe Lehrer, welchen Job wollt ihr machen? Ich verspreche Euch, wenn ihr zurück an Eure Schule kommt, wird Euch die Arbeit wie Urlaub vorkommen!

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!!!Fovea!!! 26.03.2013, 10:35
187.

Zitat von kleinerprinz10
Und ob man seinen Lernstoff immer wieder neu vorbereitet - Schon mal drüber nachgedacht, dass ein Politiklehrer sein Material ständig überarbeiten bzw. neu gestalten muss? Oder was es heißt, eine neue Lektüre in Deutsch vorzubereiten? Abgesehen davon, dass,.....
Wo bleibt den da die Professionalität.

Sie nehmen ihr Fach (Politik) als das Wichtigste, gut, dann hat sich in der Grundeinstellung der Lehrer nichts verändert. Ich denke ein Lehrer der in 10 Jahren 10 x Hesse gelesen hat, der braucht sicher nicht jede Deutschstunde vorbereiten, oder?
Außerdem kann man sich in Berlin tolle Politikhefte bestellen. Mit Aufgabenstellung!

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scoolodie2 26.03.2013, 10:36
188. Jetzt geht dies unsägliche Diskussion schon wieder los

Der Spiegel scheint diese Diskussion zu lieben, denn er lässt sie in regelmäßigen Abständen in regelmäßigen Abständen wieder aufflackern. Ein berühmtes Beispiel ist das Novemberheft 2004.
Es soll in Deutschland etwa 800.000 Lehrer geben. Da gibt es gute, aber auch welche, den Beruf verfehlt haben. Besonders die hier gehandelten, die den Beruf wegen den Ferien gewählt haben, scheitern oft. Auch die ganz Emsigen, die gar nicht abschalten können, sind nach einigen Jahren oftmals Patienten beim Nervenarzt. Warum soll ein Geographie oder Geschichtslehrer sich die wichtigsten Gegenden, die für sein Fach prägend sind sind, nicht selbst einmal ansehen? Er kann doch dann viel lebensnaher darüber sprechen - soviel zum Thema reisen.
Ich würde heute keinem Abiturienten diesen Beruf mehr empfehlen, sondern im Gegenteil streng davon abraten. Das trifft ganz besonders oft für idealistisch gesinnte Mädchen zu, die aus fraulicher Liebe zu Kindern diesen Beruf ergreifen und dann aus allen Wolken fallen, wenn sie in einer Großstadt als Frau von ihren oft multikulturellen, im Sinne des Patrichariats der Herkunftsländer erzogenen Schüler angemotzt werden. - Viele Jahre Studium, dann Kampf um eine Referendarstelle und zeitlebens generelle Ablehnung des Berufs von der bundesdeutschen Gesellschaft im Sinne von der faulsten Bevölkerungsgruppe im Lande. D a s
d a r f m a n n i c h t werden, wenn man nicht völlig verträumt ist. In die Irrenanstalt kann man auch anders kommen.

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eulenspiegel98 26.03.2013, 10:36
189. ich bin noch Schüler

und meine Mutter ist Lehrerin. Sie arbeitet jeden Tag in der Woche mindestens 2 Stunden zu Hause an den Stundenvorbereitungen und an dem Kontrollieren der Arbeiten! Jeder der meint, dass Lehrer faul wären, sollte mal den Beruf selber ausprobieren! Dann werden all die Kritiker aber mal so was von still. Es ist eine 50 Stundenwoche! Mindestens! Dazu kommen dann noch die Konferenzen, Weiterbildungen, Klassenfahrten etc. Aber die größte bürde ist die psychische Belastung, stehen sie einmal über 6 Stunden vor einer Schulklasse aus pubertierenden Kindern! Die Menschen sollten mal endlich den Beruf des Lehrers zu würdigen wissen!

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