Forum: Leben und Lernen
Schul-Talk bei "Günther Jauch": Seht her, wie schlau wir sind!

Sie stehen auf der Siegerseite des Lebens: In einer privilegierten Runde talken Günther Jauch, ein Wunderkind und eine kluge Oma über die "Generation doof" - vorbei an der Realität. Zehn Jahre nach Pisa fragt man sich, was Deutschland seither gelernt hat. Und dann geht auch noch die Schlusspointe daneben.

Seite 11 von 13
Bondurant 28.11.2011, 15:42
100. Wobei jenen

Zitat von athinai
....ist in der realen Welt stärker vertreten als manchem schwant. Besonders die Jungmannen empfinden ihre Unbelesenheit und ihr Unwissen als cool und ein kultiviertes Auftreten als schwul. Das hat nichts mit Unterschichtenbashing zu tun, die Generation Doof findet sich leider in allen Schichten unserer Gesellschaft. Das schulische Niveau wird immer weiter abgesenkt, die Notenvergabe ist Willkür,Respekt vor Lehrern unbekannt.
die solche Verwahrlosung zulassen, gar nicht klar ist, welche Gefahren sie heraufbeschwören. Ganze Generationen von Wohlfahrtsabhängigen, die mit autoritärem Instrumentarium regiert werden müssen, weil sie eine andere Sprache schlicht nicht verstehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michag75 28.11.2011, 16:05
101. Ganz anders als.....

....die anderen Meinungen hier im Thread, fand ich die Sendung ganz okay.

Mit Kuschelpädagogik kommt man heute nicht weiter da finde ich schon das solche Maßnahmen wie die von Herrn Rudolph ganz gut da lernt man wenigstens auch was fürs Leben.

Das man heutzutage keine Benotungen machen sollte da kann ich mich nicht so ganz zu druchringen, selbst wenn Benotung bleibt solte man zumindest den Kindern ein Gefühl vermitteln das eine schlechte Note nicht unbedingt heißt das man selbst auch ein Schlechter Schüler ist.

Disziplin ist ein schönes Wort was auch anwendung finden sollte und das nicht nur in der Bundeswehr. Als ehemaliger Teilnehmer einer Erwachsenenbildungsgruppe kann ich ein Liedchen von Disziplienlosigkeit singen. Wenn dazu manch Erwachsener nicht in der Lage ist wie sollen Kinder das dann lernen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TeslaTraX 28.11.2011, 16:22
102. Wohl war ...

Zitat von hoppeditz2
... sie mag schlecht gewesen sein. Nur: Was soll dieser Artikel sein? Eine Nacherzählung mit "kritischem Einstreu"? Wenn die Sendung obsolet war, ist es dieser Artikel dreimal. Offensichtlich hat der Autor sich nie intensiv mit Bildungsfragen auseinandergesetzt. Dann sollte man es aber lieber lassen darüber zu schreiben.
Das machen die hier immer so, haben wohl einige Fernsehjunkies in der Redaktion. Aber ich stimme zu, das ist wiklich daneben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
märzwiedermonat 28.11.2011, 16:25
103. mal was riskieren

Herr Jauch hätte Georg Schramm einladen sollen.
Der hätte ihm so manche Wahrheit erzählen können.
Schade drum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
naabaya 28.11.2011, 16:59
104. Buch

Zitat von athinai
....ist in der realen Welt stärker vertreten als manchem schwant. Besonders die Jungmannen empfinden ihre Unbelesenheit und ihr Unwissen als cool und ein kultiviertes Auftreten als schwul. Das hat nichts mit ......
Ob der Mehrzahl der Foristen bekannt ist, dass es das Buch "Generation Doof" tatsächlich gibt, übrigens geschrieben von zwei Angehörigen dieser Generation. Sehr lesenswert. Da muss wohl in den letzten Jahrzehnten einiges schief gelaufen sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
harald0078 28.11.2011, 17:04
105. Schleifen ist nicht immer schlecht

Zitat von HansOch
das Schlimmste - und das ist wirklich der Punkt, wo gesagt werden müsste, Setzen Sechs! - war, dass es unterschwellig bei dieser Frage nach streng oder locker dabei blieb, dass, wer im "bürgerlichen" Sinne Höchstleistungen bringen will, muss sich schleifen lassen.
Die Grundschullehrerin hat Erfahrung mit Kindern. Nicht mit Jugendlichen. Welches pädagogische Konzept für Kinder das Beste ist, dazu sind an unseren Unis seit Jahrzehnten Menschen tätig, dies zu erforschen. Bisher nicht so wirklich mit Erfolg...ihr Konzept kann ich kaum beurteilen aber auf den ersten Blick wirkt es ein wenig unausgegoren...

Aber Jugendliche sind ein anderes Thema. Im Laufe der Zeit verändert sich die Interessenslage von Kindern. Je älter sie werden, desto mehr werden die Dinge des Lebens interessant. Man nennt diese Inhalte dann pädagogische Leitthemen und die sind im Lehrplan sogar verankert. Gute Lehrer kümmern sich um diese Belange neben oder sogar während des Unterrichts, so sie das annehmen. Aber wie man Jugendlichen das nötige Schulwissen vermittelt, obwohl es für die meisten uninteressant ist - das ist eine andere Frage. Tatsache ist, das es viele Schüler an Realschulen gibt, die einfach keinen Bock drauf haben weil sie überhaupt noch nicht verstehen, dass der Schulabschluss wichtig ist. Wenn ich drei dieser Schüler in einer Klasse habe, die ständig stören, muss ich diese "zwingen" ruhig zu bleiben - im Notfall unter Androhung von Maßnahmen. Wenigstens kann ich dann guten Unterricht machen, sonst machen die mir die ganze Klasse wild.
Tatsache ist, wenn Jugendliche verstehen, wie wichtig der Abschluss ist, haben sie immer die Möglichkeit (Förderunterricht wurde kostenlos an jeder Schule in der ich bisher gearbeitet habe angeboten) die Durchlässigkeit des Schulsystem zu nutzen. Die es nicht verstehen müssen erzogen werden, im Notfall mit Maßnahmen. Klingt blöd, weil so furchtbar unpädagogisch, funktioniert aber. Manche brauchen einfach eine harte Hand.
Tatsächlich erinnern sich viele an ihre Schulzeit vor allem an die konsequent härteren Lehrer, die es gut meinten, aber knallhart waren. Man erinnert sich sogar oft an seine eigenen Fehler und ist diesen Menschen oft dankbar, wenn man sie wieder trifft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doc 123 28.11.2011, 17:12
106. Allenfalls 2. Wahl

Zitat von interessierter.leser
Na Bitte, das ging doch schnell: Sieht so aus als hätten die Strippenzieher hinter dem Lügenbaron schon ihre Fragenliste beim Büro Jauch eingereicht. Sicher .....
Diesbezüglich wird Jauch jedenfalls doch wohl 2. Wahl bleiben, denn den Talkauftritt in Afghanistan bei Kerner wird einfach nicht mehr zu toppen sein.

Ich finde es jedoch gerade interessant zu beobachten, dass es immer noch genügend Menschen gibt, die soviel Absurditäten tatsächlich über einen längeren Zeitraum aushalten können. Spätestens, wenn man eine abgehalfterte Hohlmeier dazu braucht, um die Plätze der Teilnehmer aufzufüllen, ist das Ende der Sendung doch wohl vorprogrammiert. Diese Frau, dann auch noch in Kombination mit Jauch, hat doch wohl den allerhöchsten Brechreizfaktor dieser Republik, der kaum vorstellbar, von irgendjemand zu toppen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GinaBe 28.11.2011, 17:14
107. Hat Günter Jauch überhaupt einen Einfluss auf das Format der Show?

Zitat von märzwiedermonat
Herr Jauch hätte Georg Schramm einladen sollen. Der hätte ihm so manche Wahrheit erzählen können. Schade drum.
Gute Idee!;)
Davon ab, habe ich sehr schnell ab- bzw. umgeschaltet.
Inzwischen denke ich, daß Günter Jauch einfach nur moderiert und absolut keinen Einfluss darauf gewinnen kann, welche Gäste eingeladen werden und wie das Thema heißt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Blaue Fee 28.11.2011, 18:02
108. Yep!

Zitat von Shredder3000
Spätestens als Herr Christ davon schwadronierte, dass "nicht pauschaliert (!) werden sollte, dass die Jugend nicht mehr richtig deutsch sprechen kann" und "Pauschalierungen da überhaupt nicht weiterhelfen" wurde mir klar welch drolligem Fernsehpausch äh -plausch ich da beiwohne und legte schleunigst eine kleine Fernsehpausche ein.
Darüber bin ich auch gestolpert.
Und das, obwohl ich Montag morgens am Laptop sitze und die Sendung für mich eher Geräuschkulisse war.
(Auf Deutscher Welle gesehen.)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
simple.mind 28.11.2011, 18:46
109. .

Zitat von Bondurant
Der Kommentar besteht aus den üblichen substanzlosen politisch korrekten Journalistenreflexen auf dieses Thema. Wann wird endlich ehrlich den Tatsachen ins Auge gesehen, nämlich dass es unterschiedlich große Begabungen gibt und dass man ein sorgendes, intellektuell anregendes Elternhaus nicht ersetzen kann. (Es sei denn, man gehöre zu den wenigen wirklich Hochbegabten, die Autodidakten im besten Sinne sein können). Ich zitiere sinngenmäß einen Kommentar, dessen Urheber ich vergessen habe: wenn bei gleicher Begabung das Kind aus einer Bildungsfamilie am Ende seiner Schulzeit mehr könnte als das Kind aus der bildungsfernen Familie, dann müsste man seiner Familie massive Vorwürfe der Kindesvernachlässigung machen. Die Diskutanten sollten endlich begreifen, dass der Vorteil, in einer intellektuell engagierten Familie aufzuwachsen durch staatliche Maßnahmen vollständig ausgeglichen werden kann. ......
Genauso ist verhält es sich mit der Bildungsferne. Aber es gibt noch einen anderen Punkt:

In Berlin sind wir mittlerweile so weit, dass in den Kindergärten der Personalschlüssel in Abhängigkeit von der Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund steht. Je mehr Migrantenkinder, desto besser die Personalausstattung. Das sind natürlich Dinge, die niemals öffentlich benannt werden, weil der Hinweis auf diesen Zusammenhang einfach nicht pc ist. Dennoch wird genauso verfahren - staatlich praktizierte (vorbeugende) Diskriminierung, wenn man es so sehen will!

Interessant wäre es auch gewesen, einmal den Zusammenhang zwischen mangelnden Deutschkenntnissen einerseits und Bildungserfolg andererseits zu beleuchten, aber dazu war natürlich nichts zu erfahren.

In meinem Bezirk gibt es Schulen mit über 95% Schulanfängern mit Migrationshintergrund, und es muss jedem klar sein, dass unter diesen Bedingungen Lernerfolge schwieriger zu erreichen sind als in anderen "normalen" Schulen. "Normal" bedeutet aktuell übrigens für Gesamt-Berlin: 32,4 Prozent der diesjährigen Schulanfänger sprechen zuhause eine andere Sprache als Deutsch.

Interessante Daten zum Entwicklungsstand von Berliner Schulänfängern hier:
http://www.berliner-aerzte.net/pdf/bae0812_014.pdf

s.m.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 13