Forum: Leben und Lernen
Schul-Talk bei "Günther Jauch": Seht her, wie schlau wir sind!

Sie stehen auf der Siegerseite des Lebens: In einer privilegierten Runde talken Günther Jauch, ein Wunderkind und eine kluge Oma über die "Generation doof" - vorbei an der Realität. Zehn Jahre nach Pisa fragt man sich, was Deutschland seither gelernt hat. Und dann geht auch noch die Schlusspointe daneben.

Seite 4 von 13
rudig 28.11.2011, 09:50
30. .

ich habe drauf gewartet, daß der Jauch einschläft. So eine schlechte Talkrunde habe ich noch nie gesehen und dafür werden unsere Gebühren verplempert!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Meisenresidenz 28.11.2011, 09:52
31. Dass Bayern vorne liegt,

Zitat von Fricklerzzz
Statt das wirklich Ursachen gesucht und benannt werden, verkommt das ganze zu einer Selbstbeweihräucherung Bayerns. Nach .....

....liegt nicht am Geld! Hab nicht die ganze Sendung gestern geguckt, aber als ich das naive Gelaber der jungen Lehrerin hörte, wurde mir mal wieder klar, dass vor sOLCHEN Lehren kein Schüler Respekt hat, schon gar keine Schülern aus anderen als westlichen Zivilisationen, die LACHEN über solche Lehrerinnen. Der einzige, der wusste, was hilft, und der es auch in der REALITÄT bewiesen hat, war der Schulleiter aus Berlin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Auswahlaxiom 28.11.2011, 09:54
32. Schrecklich

Zitat von sysop
Sie stehen auf der Siegerseite des Lebens: In einer privilegierten Runde talken Günther Jauch, ein Wunderkind und eine kluge Oma über die "Generation doof" - vorbei an der Realität.
So kann das mit der Bildungsrepublik nichts werden ...
Was zum Teufel hat eine Inselbegabung wie das Auswendiglernen von Büchern mit Bildung zu tun? Nach diesem grottenschlechten Einstieg bin ich ausgestiegen.
Die Runde war auch keineswegs "privilegiert": Moderiert von einem Studienabbrecher, arrogant dargestellt von einer CSU-Amiga, flankiert durch einen Fußballertrainer. Bildung sieht anders aus.

Die Arme 14-jährige sollte mal aus dem Haus gehen - spielen. Oder Mathe machen. Da wird sie dann merken, dass das menschliche Gehirn zu Höherem fähig ist als zum Auswendiglernen. Letzteres ist die Domäne der Juristen und BWLer, und von denen haben wir schon mehr als genug.

Mensch Sonntagabend, was ham se aus Dir jemacht ...

Und nun zur 50-Euro-Frage: Was wird Jauch aus dem Programm kippen?

A: Seine Unfähigkeit zu seriösem Journalismus
B: Sein Unwillen zur Gestaltung einer Sendung
C: Sein Desinteresse an polilitischen Themen
D: Alle Antworten A, B und C sind richtig

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fauleoma 28.11.2011, 09:54
33. Herr Jauch

Zitat von klaus meucht
Zunächst sind 2 sympathische Menschen vorgestellt worden. Eine 14 jährige die den Faust auswendig kann und 2 Klassen übersprang, und eine Rentnerin die das Abitur nachholte. Das hatte aber nichts mit dem Thema zu tun, und war reiner Boulevard. Auf der Couch sasen u.a. 2 Lehrer mit einer auf den scheinbar ersten Blick verschiedenen Erziehungsmethode. Die Grundschullehrerin die guten Noten vergab und ein Realschullehrer mit deutlichen Strafen bei Disziplinlosigkeit. Es war aber kein Widerspruch, denn bei der Grundschullehrin ging es um Kinder und bei dem Realschullehrer um Jugendliche. Bei der Grundschullehrerin ging es um den Unterricht selber und die Bewertung, beim Realschullehrer um Disziplinlosigkeiten die mit dem Unterricht selbst nichts zu tun hatten. Eine Kombination von beiden könnte ich mir gut vorstellen. Alle anderen Gäste waren relativ uninteressant. Felix Magath, mit seinem Problem der schlechten Vereinbarung von Schule und Hochleistungssportler ist sicherlich ein Randproblem, das nur sehr wenige Schüler betrifft. Die Beiträge von Frau Hohlmeier und ein Unternehmer der scheinbar aufgestiegen ist waren zwar nicht falsch, aber gingen nicht in die Tiefe. Aber weil Herr Jauch nie nachhakt. Als es interessant wurde, hat Herr Jauch sofort die Diskussion auf ein anderes Thema abgelenkt. Die Grundschullehrerin behauptete sie könne die Defizite aus dem Elternhaus weitgehend ausgleichen. Die Vergleichsarbeiten mit anderen Klassen scheinen ihr ja Recht zu geben. Die Kinder kommen mit hoher Motivation in die Schule, verlieren aber aufgrund der Benotung ihre Motivation schneller als die Milchzähne. Da hatte Herr Jauch eine Stunde Zeit, und die entscheidente Frage wie man Kinder mit sehr schwierigen Vorraussetzungen helfen kann, wurde schnell beiseite geschoben. Das war ärgerlich. Herr Jauchs Stärke ist die Unterhaltung und Boulevardjournalismus. Von mir aus kann er "Wetten Dass ..." übernehmen, aber als Moderator einer Politik Talk Show gibt es wahrlich bessere. Die Haltung der Grundschullehrerin kann ich nachvollziehen. Ich sehe es am Sport. Wenn ein Übergewichtiger sich mit einem jungen Marathonläufer verlgleicht ist er frustriert. Wenn er aber stolz ist zum ersten mal 100 Meter gelaufen zu sein, hat er gute Chance einige Wochen später 5 bis 10 km Laufen zu können. Wir sollten auf die Bildungsverlierer nicht verzichten. Da sie schlechte Vorraussetzungen haben wird aus den allerwenigsten einen Marathonläufer, aber wir können die meisten immer noch für einige Kilometer einsetzen.
Des habe ich nichts mehr hinzu zu fügen.Prima kommentiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gruenbonz 28.11.2011, 09:58
34. Artikel mit alten Vorurteilen

kann mir der Kommentator erklären, warum Bayern für Bildungsverlierer schlechter ist als z.B. bremen und Berlin, wenn die Arbeitslosenrate bei Jugendlichen in Bayern wesentlich niedriger ist als in Bremen/Berlin? Das ist doch simple rot-grüne Argumentation, die die Ergebnisse der Pisa-Studie dialektisch auf den Kopf stellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Koda 28.11.2011, 09:58
35. Finde nur ich den letzten Satzteil verunglückt?

Zitat von sysop
Zehn Jahre nachdem Deutschland über die mittelmäßigen Ergebnisse der ersten Pisa-Studie erschrak, verlässt noch immer ein knappes Fünftel die Schule und kann nicht richtig lesen.
Also gut 20% verlassen die Schule und können nicht richtig lesen. Aber 80% verlassen die Schule nicht und können lesen? Bleiben die deswegen audf der Schule? Werden die 20% der Schüler von der Schule runtergeworfen, weil sie nicht lesen können?
Der Autor will die Aussage tätigen, dass knapp 20% der Schulabgänger nicht richtig lesen kann, aber wieso kann er das nicht klar formulieren? Ich finde: schludrig hingekleckst - für einen studierten Journalisten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dienstleister 28.11.2011, 10:01
36. Ahnungsloser Kommentator

Zitat von sysop
Sie stehen auf der Siegerseite des Lebens: In einer privilegierten Runde talken Günther Jauch, ein Wunderkind und eine kluge Oma über die "Generation doof" - vorbei an der Realität. Zehn Jahre nach Pisa fragt man sich, was Deutschland seither gelernt hat. Und dann geht auch noch die Schlusspointe daneben.
Soviel ich weiß, sind etwa die Häfte der Studierenden an bayerischen Hochschulen nicht auf dem direkten Weg über das Abi an einem Gymnasium dorthin gekommen. Was sagt uns das über die real existierende "Durchlässigkeit" des bayerischen Schulsystems? Richtig - aber so etwas muss man ja als SPON-Kommentator nicht wissen, weil es nicht ins ideologische Feindbildschema passt. Und wenn er es wüsste, würde er das - aus gleichem Grund - nicht verwenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Herr Hold 28.11.2011, 10:02
37. Naiv?

Zitat von Meisenresidenz
....liegt nicht am Geld! Hab nicht die ganze Sendung gestern geguckt, aber als ich das naive Gelaber der jungen .....
Wie schon Forist "klaus meucht" schrieb:
"bei der Grundschullehrin ging es um Kinder und bei dem Realschullehrer um Jugendliche. Bei der Grundschullehrerin ging es um den Unterricht selber und die Bewertung, beim Realschullehrer um Disziplinlosigkeiten die mit dem Unterricht selbst nichts zu tun hatten."

Es besteht ja wohl ein Unterschied zu Kindern im Alter von 6 - 10 Jahren und Jugendlichen... oder wollen Sie 6 jährige den Schulhof kehren lassen wenn sie verspielt wie Kinder nun mal sind im Unterricht Lärm machen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HansCh 28.11.2011, 10:03
38. Jauch-Sendung durchaus "erhellend" ...

Ich habe die Sendung gesehen*) und fand sie durchaus erkenntnisliefernd.
Wenn in Schulen (Berlin), in denen früher 30% der Schüler zu spät- oder tageweise ohne wichtigen Grund gar nicht zum Unterricht erschienen, durch konsequente Erziehung (statt Kuschelpädagogik und Reformpädagogik neuerer Art) überhaupt die Grundvoraussetzung für Lernen geschaffen werden, ist das ein Umstand der in der jetzigen Diskussion durch bloße schönen Reden (alle Kinder „mitnehmen“ usw.) leider bisher vernachlässigt worden ist.
Selbst das Beispiel der Gäste zeigte auf, dass in der Nachkriegszeit geradezu ein Hunger auf Bildung vorhanden war, den die eingeladene Rentnerin ihr ganzes Leben lang bewahrt hat, und dass diese Bildungssehnsucht heute nur noch wenig, insbesondere bei Einwanderern aus Südost- und Ostasien zu finden ist (anders als bei vielen aus dem Nahen Osten oder vielen unserer Deutschen Schüler).
Zudem finde ich es gut, dass Jauch, anders als Fr.Will, die Gäste wenigstens 2-3 Sätze im Zusammenhang aussprechen lässt. Dauerndes Unterbrechen scheint aber dem Medien-Zeitgeist zu entsprechen (7 Sekunden Diskussionskultur).

*) Zitat aus einem Blog: "Ich habe die Sendung nicht gesehen, aber wenn der Artikel die Runde einigermaßen realistisch widerspiegelt, scheint diese -mit Verlaub- armselig gewesen zu sein. …"
Das vorstehend Zitierte disqualifiziert sich doch selbst ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Liechtenstein 28.11.2011, 10:04
39. Langweilig

Zitat von robr
Das Problem der Sendung ist Günther Jauch. Er hakt nie nach, interveniert nicht, unterbricht nicht bei Schwafeleien und ist für die Sonntagabendtalkrunde eine komplette Fehlbesetzung. Das können andere besser...
Stimmt. Jauch ist viel zu brav.
Sitz da wie bei Stern TV, arbeitet schön seine Fragen auf den Karten ab und will niemanden weh tun.

Schon die ersten 15 Minuten der gestrigen Sendung waren zum einschlafen.
Dann noch Gäste die auch nicht viel zu sagen hatten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 13