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Schulbusärger auf dem Land: "Fünftklässler kommen nicht mehr hinein"
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Weniger Schulen, seltene Busse, lange Wege: Für Familien auf dem Land werden Schulwege oft zur Belastung - und Elterntaxis zur Notlösung. Kultusministerien aber schieben die Verantwortung oft an die Kommunen ab.

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duolin 21.09.2018, 21:31
60. Hallo Frau Fokken

Wieso haben Sie für Ihren Artikel als Beispiel ausgerechnet eine Familie gewählt, die ihre Kinder (anscheinend freiwillig) auf eine 40km entfernte Schule schickt statt in den 20km entfernten Nachbarort mit 30,000 Einwohner? Was soll uns das sagen? Was will diese Familie? Eine eigene Busverbindung?

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mailo 21.09.2018, 21:44
61.

Musste immer eine Stunde mit dem Bus zur Berufsschule fahren, um dann mit fünf Minuten Verspätung im Unterricht zu erscheinen. Die Alternative wäre gewesen eine Stunde früher zu fahren. Für die meisten Lehrer war das kein Problem, für den Deutschlehrer schon. Das wiederum war für mich kein Problem. Die Zeit im Bus habe ich (zumindest teilweise) für Hausaufgaben genutzt.

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Draw2001 21.09.2018, 21:50
62. Paragraf 554 b

Was nützen uns Politiker? Nichts! Sie treten an, um einfach nur in der Skala der Machtstufen nach oben zu kommen. Auf jeder Stufe ist nur eins wichtig: Wie komme ich weiter nach oben. Was muss ich dafür tun. Das Volk, um das es geht, ist für den Politiker ein enormes Problem. Es erschwert einfach seinen Aufstieg. Es verlangt vom Politiker Aufgaben zu lösen. Der Politiker weiß sowieso, dass er diese Aufgaben nicht lösen kann. Somit werden Erklärungen produziert, die dem Volk deutlich machen, warum es keine Lösung für sein Problem erhält. Sehen Sie sich mal diese Bundesrgierung an. Allein das Aufstellen einer Manschaft hat ein halbes Jahr gedauert. Danach hat man einfach nicht regiert, sonder überlegt, wer „Rechts“ oder noch weiter „Rechts“ ist, und wer etwas eigentlich nicht darf. Und was der eine oder andere Politiker dazu gesagt hat, und ob das überhaupt gesagt hätte werden dürfen? Dann: Wer muß gehen - Wer ist untragbar? Wer wurde durch eine Aussage „Beschädigt“? Und wer hat das zugelassen? Und was hätte man eigentlich tun müssen? Einfach mal den Paragrafen 554 b als Gesetz erlassen! Der würde z.B. die Installation einer E-Mobil-Ladesteckdose in einem Mehrfamilienhaus auf dem eigenen Fahrzeugabstellplatz ohne Zustimmung ALLER Eigentümer ermöglichen. Vielleicht kann ja mal das Dauerthema Migration zugunsten des eigenen Volkes endlich, endlich mal pausieren! Und wenn dann alles abgearbeitet ist können alle Beteiligten sehr gerne wieder über dieses Dauerthema weiter ihre Kindergartenspielchen fortsetzen!

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murksdoc 21.09.2018, 23:43
63. Bravo!

"Shared Economy" ist, was die Millenials jedem, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, aufs Auge drücken wollen. Das löst (fast) alle Probleme (laut Millenials). Busfahren ist die Urform der "Shared Economy". Jetzt fehlt noch ein grosser Elektromotor (macht schön warm, besonders im Sommer) und ein Riesen-Akku (noch weniger Platz im Bus). Klimatisiert wird die Batterie, nicht der Fahrgast (Energie sparen, Reichweite vergrössern). Alle Millenialprobleme gelöst!

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interessierter Laie 22.09.2018, 00:07
64. @w.moritz

oh mein Gott. Das hat mit Privatisierung ja sowas von nichts zu tun! Es ist auch nicht neu. Ich war auch jeden Morgen und Nachmittag 30 Minuten mit einem überfüllten Bus unterwegs und das liegt schon einige Jahre zurück. Nur 2 Dinge haben sich geändert: Erstens gibt es immer weniger Kinder, weswegen dann Schulen geschlossen werden und zweitens wird das heute thematisiert. Früher hat es hingegen niemanden interessiert.

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neutron76 22.09.2018, 02:51
65. Dafür kostet der Quadratmeter nur 5€

Ist auch etwas naiv vom Land zu erwarten, dass alle Kinder aus jeder Ecke flexibel in die Schule gebracht werden. Ich bin auch dem Land groß geworden. Da war der Schulbus auch immer voll. Keiner wollte mit dem zweiten 10min später fahren. Fahrrad war unangenehm wegen etlichen Höhenmetern und Verkehr.

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colinchapman 22.09.2018, 09:16
66. die Kinder werden heute doch eh

von den Helikoptereltern mit dem Muttipanzer auf den Schulhof gefahren. Wenn ich hier lese, dass ein langer Schulweg dafür sorge, dass ein Kind nicht das beste Abi seiner Klasse machen könne, dann klingt das nach grenzenlosem Selbstmitleid. Ich musste zwei Ortschaften weiter zur Gesamtschule, der übervolle Bus kam morgens um zehn vor sieben, obwohl die Schule erst um acht anfing. Nachmittags war um viertel vor drei Schulschluß, aber der Bus kam erst um halb vier und war erst um halb fünf in meinem Ort, weil er eine andere Route fuhr. Ab der achten Klasse legte ich die Strecke dann zumindest an 9 von 12 Minaten im Jahr mit dem Fahrrad zurück, morgens acht Kilometer hin, nachmittags acht Kilometer zurück. Das beste Abi meiner Klasse habe ich trotzdem gemacht. Man muss nur wollen.

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Lankoron 22.09.2018, 11:12
67. An alle Jammerer:

Erklärt doch mal, wie ihr Kleinstschulen für Grundschüler oder Gymnasien mit 100 Schülern finanzieren wollt. Sagt mir, wo die Lehrer herkommen sollen. Sagt uns, wie die Fuhrbetriebe neue Busse und zusätzliche Fahrer bezahlen sollen....und das alles ohne noch mehr Geld vom Bürger zu fordern. Sicherlich sind weite Wege ein Problem, aber dann nennt auch Lösungsmöglichkeiten, die real und finanzierbar sind. Wenn zu wenig Kinder da sind, kann man einfach keine Schulen in der Fläche unterhalten!

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mantrid 22.09.2018, 11:26
68. Staatliche Kindes-Entziehung!

Wenn das Bildungsministerium meint 3 Stunden Wegezeit sei Schülern zumutbar, ist das eine dreiste Unverschämt sondergleichen und zeugt von völliger Inkompetenz. 24 Stunden hat der Tag. Das Schlafbedürfnis von Kindern und Jugendlichen liegt im Durchschnitt bei 9-10 Stunden. Körperpflege, An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme, Schulbesuch usw., da bliebe für soziale Kontakte, Freizeit, Sport nicht viel übrig. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Und wenn Kinder nur zum Schlafen und Essen vorbeischauen, wie sollen Eltern dann ihren grundgesetzlich festgeschriebenen Erziehungsauftrag nachkommen?

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kumi-ori 22.09.2018, 12:48
69.

Ein großes Problem ist natürlich unser deutsches dreizügiges Bildungssystem, dessentwegen drei verschiedene Schularten nebeneinander existieren müssen. Die Politik versucht ganz bewusst, die Attraktivität des unteren Bildungsniveuas zu erhöhen, indem es die höheren Schulen aus der Fläche verbannt. Es gäbe für die im Artikel beschriebenen Opfer sicher eine Hauptschule in deutlich attrtaktiverer Lage.

Das andere Problem ist die Demographie. Seit Jahrzehnten wird uns gelehrt, dass die Bevölkerung Deutschlands in Kürze rapide schrumpfen wird, und dass dieser Prozess mit einer Ausdünnung der Bevölkerung auf dem flachen Land beginnt. Das zeigt sich ja auch im Veröden der Ortskerne, der Infrastruktur an Geschäften, Restaurants und Kinos, und daran, dass immer mehr und immer größere Kreisel den einheimischen Fußgänger aus dem Straßenbild verbannen möchten und dafür den kilometerfressenden schwermotorisierten Langstreckenverkehr einladen. In so einer Gegend wohnt man zum Sterben, und nicht, um Kinder aufwachsen zu sehen.

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