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Schule: "Hausaufgaben sind Hausfriedensbruch"
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Pädagogisch sinnlos, sozial ungerecht, und ein Ärgernis: Hausaufgaben müssen abgeschafft werden, findet Armin Himmelrath. Alle Beteiligten stimmen ihm zu.

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peter_rot 12.11.2015, 11:42
1. Hausaufgaben sind sinnvoll

Es ist illusorische anzunehmen, mit dem was man in der Schule mitbekommt eine fundamentale gute Ausbildung zu bekommen. Dazu gehört das Üben - und das geschieht mit Hilfe von Hausaufgaben. Was man aber hinterfragen kann, ob das jetzige System sinnvoll ist. Für mich wäre eine Ganztagsschule besser, in der die Schüler nachmittags "Hausaufgaben/Übungen" unter Aufsicht und mit Hilfe von Lehrern machen könnten. Andere Länder sind da wie bei vielem deutlich weiter.

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fatherted98 12.11.2015, 11:43
2. Stimmt...

...wenn Lehrer es nicht schaffen den Unterrichtsstoff in der Unterrichtszeit so rüber zu bringen, dass der Schüler es auf Dauer versteht, haben sie ihren Job nicht richtig gemacht.
Der absolute Wahnsinn sind Hausaufgaben in Ganztagsschulen....da fragt man sich wann die Schüler das noch machen sollen...aber kein Wunder wenn am 13.00 Uhr nur noch "Aufsicht" geführt wird statt Unterricht zu machen.

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tendust_remar 12.11.2015, 11:46
3. An Hausaufgaben führt kein Weg vorbei

An Hausaufgaben führt kein Weg vorbei, nur so können sich Schüler ungestört und voller Konzentration mit dem Stoff beschäftigen.

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stefanmller800 12.11.2015, 11:49
4.

Naja.. gerade in Sprachen ist das NUTZEN der selbigen, extrem sinnvoll.
Oder im Deutsch Unterricht.. wenn man Lektüren lesen soll.. soll etwa im Deutsch Unterricht Goethe durchgelesen werden. Wie war das mit wertvoller Unterrichtszeit.
Und Belastung für die eltern.. ich kann es nicht mehr hören, wenn sie Eltern jammern... Blos keine Belastung mehr, blos nicht Streit lösen müssen.. alles muss immer Friede Freude Eierkuchen sein!
Komischer Weise hatte ich nie Probleme mit den Hausaufgaben und auch gab es nie richtigen Stress. Dann mmüssen die Eltern sich halt mal durchsetzen.. auch das müssen Kinder lernen.

Und dasargument: Fördern die ungleichheit.. was ist denn das für ein Schwachsinn.. entweder die Hausaufgaben haben keinen Effekt, ODER sie fördern die Ungleichheit.. anders geht es nicht...
und wenn sie die Ungleicheit fördern... Die Gleichheit, bei denen die besseren Schüler schlechter gemacht werden, ist kotnraproduktiv und NICHT erstrebenswert. Nur leider ist das gefühlt das Ziel (z.B. Einheitsschulen). Selbst auf dem Gymnasium langweilen sich die Schüler, weil andere Schüler zu lahm sind. Setzten sie da einen Hauptschüler dazwischen.. Gute Nacht!

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Thomas Schnitzer 12.11.2015, 11:51
5.

Nun, da gibt es eine einfache Lösung, die vielen Beteiligten entgegenkäme. Wir brauchen endlich die verbindliche Ganztagsschule in Deutschland. Bis zum frühen Nachmittag normaler Unterricht wie gehabt, danach selbständiges Bearbeiten von erteilten Aufgaben unter Aufsicht.

Damit ist sichergestellt, dass die Aufgaben auch selbst erledigt werden, die Schüler vergessen ihre Aufgaben nicht, berufstätige Eltern sind entlastet. Und die, die das Thema nicht verstanden haben, können entsprechend gefördert werden.

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butzibart13 12.11.2015, 11:51
6. Hausaufgaben sind nicht per se schlecht

Es gibt Aufgaben zur Übung, Aufgaben, bei denen auch eine gewisse Kreativität gefordert ist. Im übrigen müssen nicht nach jeder Unterrichtseinheit Hausaufgaben gestellt werden und schließlich ist die Menge entscheidend, ob der Schüler überfordert ist oder nicht und ob die Kontrolle nicht zuviel Zeit in Anspruch nimmt.

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Lupus39 12.11.2015, 11:53
7.

Bin auch für die Abschaffung, aus genannten Gründen.
Fand es früher vor allem eine Unverschämtheit, vom Lehrer blöde angemacht zu werden, wenn ich wirklich nicht im Stande war, etwas zu lösen/übersetzen/sonst eine sinnlose Tätigkeit zu machen. Mal schlicht aus Zeitmangel oder weil die entsprechende Leerkraft nicht das nötige Wissen vermitteln konnte.

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MWSCH 12.11.2015, 11:53
8. HA sind wichtig und werden unterschätzt

Wer Hausaufgaben als "Hausfriedensbruch" bezeichnet, bewegt sich nicht nur auf juristischem Glatteis, sondern torpediert jede sachliche Diskussion. Hausaufgaben haben noch niemanden geschadet. Außerdem lässt sich dadurch Erlerntes vertiefen und anwenden, wenn der Wille da ist. Wer nicht will, macht sie eben nicht. Selbst Schuld kann man nur sagen! Letzlich geht es ja darum, ein Lernen anzubieten. Mir persönlich haben Hausaufgaben durchaus geholfen, weil es auch immer ein Üben ist. Auch das (selbständige) Üben zu üben. Und überhaupt: Wie soll z.B. Aufsatz-Schreiben geübt werden, wenn nicht durch eine Hausaufgabe? Einzig kritisiere ich die Quantität. Wir hatten früher (80er) häufiger zu viele HA, wodurch manchmal ein halbes Wochenende dahin war. Das sollte nicht sein.
Aber HA abzuschaffen mit dem Argument, dass ja dann alle weniger Stress haben ist zu kurz gedacht.

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reinere 12.11.2015, 11:56
9. Welche Antwort

Einerseits helfen Hausaufgaben nicht, anererseits fördern sie soziale Ungerechtigkeit. Aber, wenn sie unwirksam sind, haben Kinder bei denen Eltern helfen doch überhaupt keinen Vorteil. Haben sie einen Vorteil, sind Hausaufgaben nicht unwirksam.
Welche Antwort stimmt denn nun?

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