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Schulreform in Finnland: Weniger Fächer, mehr Wissen
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Finnland gilt seit den Pisa-Tests als Schullabor der Welt. Jetzt probieren die Reformer etwas Neues aus: weniger Fachunterricht, mehr Kompetenzvermittlung. Sogar bei den Noten sollen Schüler mitreden dürfen.

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guter.mann 30.04.2015, 08:57
10. Fisch oder Angel

Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern." Wenn die Finnen versuchen, dieses Prinzip auf die Bildung anzuwenden, denke ich mal, werden sie langfristig die Schulbildung revolutionieren.

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cohn-scali 30.04.2015, 09:03
11. Reformfolgen

Könnte nicht der Niedergang der finnischen Wirtschaft etwa zu tun haben mit Finnlands "leuchtend progressiver" Schulpolitik?

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TPunkt 30.04.2015, 09:09
12. Man muss sich nur trauen!

Das ist einer der besten Sätze in diesem Zusammenhang. Den werde ich in Deutschland wahrscheinlich nie hören... Schade, dass auch der Lernhunger meiner Kinder vom deutschen Schul?system? sicherlich zerstört werden wird.

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hartmannulrich 30.04.2015, 09:24
13. Irgendwie klingt das

nach dem Marchtaler Plan. Nach dem wird in katholischen Privatschulen schon seit mehr als dreißig Jahren unterrichtet.

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sheggysen 30.04.2015, 09:41
14. Schlechteste Bildungssystem

hat Deutschland. Warum gelingt es in Deutschland nicht ein gutes Bildungssystem aufzubauen? Das grösste Hindernis dabei ist der Föderalismus. Wie in Deutschland mit den Kindern umgegangen wird. ist sträflich. Wir blicken immer ins Ausland. Finnische Schulexperten waren in den 1970 iger Jahren durch Europa gezogen, so auch durch die DDR und haben sich Schulsysteme angeschaut und haben dann durch Schlussfolgerungen das eigene finnische Schulsystem aufgebaut. Aber so etwas ist in Deutschland nicht möglich durch Egoismus der Bildungsminister. Wenn ich mir das Gymnasialsystem anschaue. furchtbar. Als Ossi habe ich nach 1991 Ergebnisse des Schulsystems an einer westdeutschen Uni erlebt. So ein niedriges Bildungssystem, einfach erschreckend.

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klaus meucht 30.04.2015, 10:01
15. Einseitiges Training

Zitat von ftb7
Würde man in Deutschland mal alles unnütze wie Religion, Sport, Musik, Kunst, etc aus dem Lehrplan werfen würde die Kinder auch mehr in kürzerer Zeit wissen. Falls Sport, Musik etc im Lehrplan bleiben sollten diese Fächer wenigstens so gemacht sein dass man irgendwas lernt und nicht nur die Zeit totschlaegt.
Ich sehe es genau andersherum. Wir trainieren in der Schule weitgehend nur die linke Gehirnhälfte. die für rationales Denken (Logik und Wörter) sowie für analytische und mathematische Prozesse verantwortlich
ist.

Wir vernachlässigen extrem die rechte Gehirnhälfte die für Intuition, Kreativität, Symbole und Gefühle zuständig ist.

Woran scheitern die meisten Projekte in der Wirtschaft? Weniger an falschen Berechnungen sondern an mangelnder Kommunikation, mangelnder Teamführung und Teamarbeit.

Das rein mathematisch logische Denken können heutzutage Computer besser, was nicht heißt dass man ins andere Extrem verfallen sollte und die rechte Gehirnhälfte vernachlässigen sollte.

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michaelXXLF 30.04.2015, 10:12
16. Das geht ja mal gar nicht!

Da müßte man ja am Ende noch umdenken, Lehrer wie Verwaltung. Und die Eltern! Die haben doch vor allem Angst, daß ihr kleiner Liebling nichts lernt und später nur Hartzer wird.
Also machen wir in Deutschland lieber mehr vom Althergebrachten, mehr Streß, mehr Abtraktion, mehr Fachwissen, mehr Pauken, mehr Nachhilfe, anstatt mal sinnvoll und konzertiert neu anzufangen. Sonst verklagt uns noch jemand!

Wenn Sie mal einem Finnen begegnen, fragen Sie den doch mal nach seiner Schulzeit, Sie werden staunen! Die sind dort alle gerne zur Schule gegangen.

PS: Es gibt auch in Deutschland andere Ansätze, Montessori, Waldorf etc.

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elCaputo 30.04.2015, 11:12
17. Progressivität über alles?

Viele Ansätze des finnischen Schulsystems finde ich persönlich erstrebenswert (Einheitsschule, Förderkonzept samt zweiter Lehrkraft, kleinere Klassen etc.). Dennoch bin ich der Meinung, dass trotz der sich rasant ändernden Welt, Schulpolitik einen gewisse Konservativismus pflegen und nicht jedem Trend hinterher laufen sollte. Der Artikel beschreibt den finnischen Ansatz der Schülerorientierung in meinen Augen zu rosig und kritiklos. Eine Abkehr vom Sachwissen hin zu den vielgerühmten Kompetenzen haben wir auch in Deutschland. Bedingt durch Lernzeitverkürzung (G8) und Einsparungen nicht durch pädagogisch fundierten Beschluss. Das Ergebnis ist das gleiche.

Schülern fehlt für die angestrebte Verknüpfung und Urteilsbildung der Hintergrund. Man kratzt an der Oberfläche, plappert nach oder kommt in ein und dem selben Satz zu zwei sich gegenseitig ausschließenden Ergebnissen (ohne es freilich zu merken).

Interesse am Lernen wecken war immer schon Aufgabe des Lehrers. Sich ausschließlich an den Interessen der Schüler zu orientieren, ist nicht der richtige Weg.

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Akkin 30.04.2015, 11:51
18. Na und, was die Finnen machen interessiert nur Pädagogiker

um zu lernen muss man bestimmte Gruindlagen lernen und wenn es einem schwer fällt eben pauken, wie will man Rechnen können, wenn man das Einmaleins nicht kann. Die Realität ist, dass heutige Schüler nicht mal 4 mal 14 im Kopf lösen können, dazu brauchen die einen Taschenrechner, das System, mit ihrer Kuschelpädagogik, produziert Pfeifen die nichts können. Am meisten regen sich doch die auf, die selber nichts zwischen den Ohren haben.

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hubbleflow 30.04.2015, 12:16
19. Selbstbestimmung

Zitat von cohn-scali
Könnte nicht der Niedergang der finnischen Wirtschaft etwa zu tun haben mit Finnlands "leuchtend progressiver" Schulpolitik?
Vielleicht hat das Schulsystem auch zur Folge, dass die Menschen selbstbestimmter leben, und nicht sich und alles den Wirtschaftsparametern unterwerfen. Das wäre zumindest mal eine Untersuchung wert.

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