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Schulsport: Forscher bezeichnen Völkerball als "legalisiertes Mobbing"
Steven Errico/ Getty Images

Teams wählen, aufstellen, Gegner abwerfen: Kaum etwas wird im Sportunterricht so häufig gespielt wie Völkerball. Aus Kanada kommt nun scharfe Kritik: Das Spiel fördere Unterdrückung und Mobbing.

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Skalla-Grímr 27.06.2019, 02:39
50. richtig

Dieses Spiel habe ich im Sportunterricht gehasst. Kein anderes Spiel beinhaltet eine derartige Aggression, die sich direkt gegen andere Personen richtet. Warum muss man ausgerechnet das spielen und nicht Fußball, Volleyball oder irgendein anderes Spiel, bei dem es nicht darum geht, den Gegenspieler quasi abzuknallen? Für mich ein Überbleibsel der miitärischen Erziehung vergangener Jahrhunderte.

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Horst Scharrn 27.06.2019, 04:06
51.

Äh, ist Sport mit zwei Mannschaften nicht immer ein Wettkampf in dem es darum geht zu gewinnen?
Ich z.b. fand Volleyball in der Schule immer furchtbar und hab mich furchtbar gemobbt gefühlt weil ich das absolut nicht abkonnte! Kann man das auch verbieten ?

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Kastner 64 27.06.2019, 04:24
52. Idiotisch

Genau wie einer der anderen Kommentatoren have ich in der Grundschule Voelkerball gespielt - der einzige Sport, in dem ich recht gut war. Es machte mir jedenfalls Spass. Von Mobbing und Unterdrueckung, besonders letzterem, habe ich erst in der Oberschule was gemerkt, Al's die Lehrerin sich nur mit den Koryphaeen beschaeftigte und statt Basketball nur noch Volleyball spielte, wobei ich mir die Hand verstauchte. Sport ist ein Unterrichtsfach, an das ich ungern zurueckdenke, aber der Voelkerball hat mir gefallen.

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bmvjr 27.06.2019, 04:28
53. So einen Unsinn

habe ich lange nicht gelesen. Ich erinnere mich bestens an Voelkerball. Wir haben uns nach den Schularbeiten so schnell es ging auf's Fahrrad geschwungen und sind auf den Platz gefahren, wo wir regelmaessig Voelkerball gespielt haben. Da waren groesere und kleinere Kinder dabei, staerkere und schwaechere Kinder, mehr und weniger selbstbewusste Kinder. Jeder wurde mal "getroffen", keiner hat immer gewonnen! Am Schluss sind wir alle, wenn es begann dunkel zu werden wieder nach Hause geradelt - verschwitzt, ausgetobt, gluecklich und hungrig. Gelernt haben alle von uns dabei, Ruecksicht, Fairness, Sportlichkeit, Freundschaft, Unterstuetzung und Miteinander. Vielleicht ist ja nicht das Spiel an sich das Problem, sondern wie die Kinder, die heute dazu antreten von ihren Eltern erzogen wurden!

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dasfred 27.06.2019, 05:09
54. Zu Nr.11 pteranodon

Sie haben den Artikel vollständig gelesen? Was bei uns das, ach so verabscheuungswürdige, Völkerball ist, nennt sich in den USA Dodgeball und ist dort sehr beliebt. Fragen Sie ihren Sohn mal nach Dodgeball und dann melden Sie sich wieder und teilen uns mit, ob Sie jetzt nazifreies Homeschooling machen.

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bruno15 27.06.2019, 05:45
55. Die Forscher von heute...

sind doch die Streber aus der Schulzeit. Kein Wunder das die Völkerball in schlechter Erinnerung halten, da sie dort immer auf die Murmel bekommen haben.

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okav 27.06.2019, 05:57
56. Ganz klar, Sport ist Mobbing

Das fängt schon mit dem Wählen an, die schwachen müssen immer bis zum Schluss warten, keiner will sie haben. Also ab jetzt Mannschaften losen. Sport ist auch sehr ungerecht, auch die Spielergebnisse sind in der Regel ungerecht. Es sollte immer auf ein Unentschieden hinausgehen, stärkere Mannschaften sollten solange geschwächt werden bis Gleichstand herrscht. Schnellere Spieler sollten mit zusätzlichen Gewichten ausgestattet werden, damit sie andere nicht demütigen. Insbesondere Jungs demütigen oft Mädchen beim Sport. Evt. sollte beim Sport doch wieder das Geschlecht eine Rolle spielen und getrennt unterrichtet werden damit Benachteiligungen nicht zum tragen kommen.

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lindadaheim 27.06.2019, 07:30
57. Endlich sitzen bleiben

In meiner Jugend vor etwas mehr als 20 Jahren war das ganze Fach Sport oft "Mobbing" - wenn man unsicher und schlacksig war wie ich.
Nie besonders sportlich (ausser im Schwimmen) und dann wachsen einem quasi über Nacht auch noch Brüste, die bei den ungelenken Bewegungsversuchen auf und ab hüpfen oder schmerzhafte Ball-Treffer kassieren, weil man im Fangen eben eine Niete ist.
Sport war eben Wettbewerb und für eher untalentierte Jugendliche die wöchentliche Portion Demütigung.

Da war Völkerball nicht schlimmer als der Rest, im Gegenteil!
Nachdem peinlichen Auswahl-Ritual (warum durften eigentlich nie wir Luschen mal auswählen?) war die Stunde für uns Sport-Nieten wenigstens schnell vorbei.
Einfach kurz stehen bleiben, einen Treffer einstecken - und den Rest der Stunde verbrachte man in der wohligen Deckung der Bank am Rand der Halle, von wo aus man, endlich in Sicherheit, den Ehrgeizlingen beim Zerfleischen der dümmeren Beute zusehen konnte.

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nico783 27.06.2019, 07:52
58. Das ist doch schon seit Jahrzehnten bekannt...

In der DDR haben wir auch Voelkerball gespielt. Das wurde dann irgendwann umbenannt in Zwei Felder Ball, wenn ich mich recht erinnere. Begruendung: Voelker schiessen einander nicht ab!
Uns hat das Spiel immer Spass genacht, fangen musste man natuerlich koennen und das wurde auch damit geuebt. Es ging nie darum, andere mit dem Ball zu verletzen.
Na ja, das ist aber auch schon um die 50 Jahre her, vielleicht waren wir ja irgendwie netter zueinander?

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geirröd 27.06.2019, 08:22
59. Gut erkannt...

Zitat von Rocco Siffredi
Aber das gilt für viele Sportarten. Es wird uns schon als Kind beigebracht, dass man sich mit Ellbogen durchkämpfen soll, Hauptsache ICH statt Hauptsache WIR. Hier liegt der Hund begraben, gerade in der heutigen Zeit sehen wir doch überdeutlich, wo uns dieses Egogewichse hinbringt. Wenn Rendite wichtiger ist als Mensch, Tier und Umwelt, dann wurde genau dieser Gedanke perfektioniert.
.. darum geht es nämlich im Leben! Der Stärkere setzt sich durch. Ohne Egoismus kommt man nämlich nicht mehr weit. Das musste ich schmerzlich erlernen. Seit dieser Erkenntnis geht es mir wirtschaftlich besser. Erstmal ich - dann ich - dann lange gar nichts und nach mir die Sintflut. Das Leben ist Schmerz! Singen und Klatschen und soziales Engagement helfen da nicht. Der Kuchen hat nur 12 Stücke und warum um alles in der Welt sollte ich von meinem erkämpften noch etwas abgeben? Jeder muss doch sehen, dass er für sich selbst das Meiste aus irgendeiner Sache herausholt. Ich finde es richtig, dass die Kinder durch spielerische Art auf das, was das Leben so hart macht, vorbereitet. Da lernt man von Kindheit an, dass einem keiner hilft, sondern nur man selbst kann für sein Wohlbefinden sorgen - notfalls mit allen (erlaubten) Mitteln. Und ja - ich gehe mit dieser Einstellung konsequent durch mein Leben. Hat bis jetzt gut funktioniert. Andere Menschen sind mir auch völlig egal. Hat zwar Freundschaften gekostet (um nicht zu sagen - alle), aber einen Tod muss man sterben. Dafür geht´s mir gut.

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