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Schulstreit in Niedersachsen: Schüler protestieren gegen Klassenfahrt-Boykott der Leh
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Niedersachsens Gymnasiallehrer sollen eine Stunde länger arbeiten - und streichen aus Protest die Klassenfahrten. Nun regt sich Widerstand in der Schülerschaft, die sich die Ausflüge nicht nehmen lassen will.

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kdshp 13.02.2014, 14:40
1.

Zitat von sysop
Niedersachsens Gymnasiallehrer sollen eine Stunde länger arbeiten - und streichen aus Protest die Klassenfahrten. Nun regt sich Widerstand in der Schülerschaft, die sich die Ausflüge nicht nehmen lassen will.
Uverschämt auf dem rücken der kinder druck zu machen! Ich meine das gerade die was mehr verdienen wie eben auch lehrer mehr arbeiten müssen. Wir können uns das nicht mehr leisten das viele wenig arbeiten und andere viel. Gerade die die wenig verdienen wie leiharbeiter und zuverdiener arbeiten 40-60 stunden die woche.

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f36md2 13.02.2014, 14:54
2. Klassenfahrten

Lehrer haben es nicht immer einfach: Schüler, die durch Handy, Internet und RTL kurz vor der Verblödung stehen, Eltern, die glauben, dass ihr Sohn viel bessere Schulnoten erhalten müsste - aber liebe Lehrer, das ist alles harmlos gegen einen "richtigen" Job in der freien Wirtschaft. Einen Monat dort arbeiten - und ihr sehnt euch zurück nach einem Vierteljahr Ferien, nach Brückentagen und den regelmäßigen Krankenscheinen! In der Wirtschaft müsst ihr den Urlaub mit den Kollegen absprechen, wenn Termindruck oder wichtige Aufträge anstehen, dann wird es nix mit drei Wochen Kenia. Zitat von sysop
Niedersachsens Gymnasiallehrer sollen eine Stunde länger arbeiten - und streichen aus Protest die Klassenfahrten. Nun regt sich Widerstand in der Schülerschaft, die sich die Ausflüge nicht nehmen lassen will.

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stephan.jannasch 13.02.2014, 14:57
3. Umgehung des Streikrechts

mehr ist die Aktion nicht, da Lehrer im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen nicht streiken dürfen. Und jeder Streik tut weh, sonst wer er sinnlos. Übrigens beträgt die Wochenarbeitszeit mit Vor- und Nachbereitung, Konferenzen, Korrekturen, Fortbildung, Materialbeschaffung, schulinterner Verwaltung, ... ca 55Stunden pro Woche (ohne Ferienberücksichtigung) bzw. 46 Stunden pro Woche mit Berücksichtigung der längeren ferienzeiten.

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matjesfischer 13.02.2014, 14:58
4. Das ist nicht neu

Meine letzte Klassenreise erlebte ich in der 6. Klasse, es ging von Hamburg in den Harz (!). Danach weigerten sich die Lehrer in Niedersachsen wie in Hamburg, mit uns eine Klassenfahrt zu unternehmen. Und das ist schon ein paar Tage her: Mitte bis Ende der 70er. Ich persönlich habe es immer sehr bedauert, da eine Klassenreise den Zusammenhalt zwischen den Schülern zweifellos stärkt. Ein Lehrer sagte ganz klar, dass er nicht bereit sei, seine Freizeit für eine Klassenreise zu opfern. Thema aus.

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mr_ray_five 13.02.2014, 14:59
5.

Zitat von kdshp
Uverschämt auf dem rücken der kinder druck zu machen! Ich meine das gerade die was mehr verdienen wie eben auch lehrer mehr arbeiten müssen. Wir können uns das nicht mehr leisten das viele wenig arbeiten und andere viel. Gerade die die wenig verdienen wie leiharbeiter und zuverdiener arbeiten 40-60 stunden die woche.
Und mindestens genausoviel arbeiten die Lehrer auch, denn neben der Regelarbeitszeit fallen zusätzlich Präsenzen, Aufsichten, Sprechzeiten, Konferenzen und pädagogische Tage an, von der Vor- und Nachbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden sowie der Korrektur der Arbeiten zu schweigen. Lehrer zählen sicherlich nicht zu den Minderleistern einer Gesellschaft, ihre Kritik ist somit fehl am Platz.

Es ist das gute Recht auch eines Beamten, freiwillige Arbeit zu reduzieren wenn die Pflichtarbeitszeit erhöht wird. Wenn der Dienstherr Aktivitäten wie Klassenfahrten als notwendig erachtet, dann muss er sie mit einer entsprechenden Berücksichtigung der Gesamtarbeitszeit in das Pflichtdeputat der Lehrkräfte aufnehmen.

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spongebob26 13.02.2014, 14:59
6. Lächerlich

Wozu werden denn Klassenfahren gemacht? Richtig: Um sich mal ordentlich die Kante zu geben. Die Schüler haben doch keine Interesse dabei die "Klassengemeinschaft" zu stärken. Die Peergroups vor der Klassenfahrt kommen als die selben wieder. Tja, und die Lehrer werden noch nicht einmal dafür bezahlt, dass sie auf basaufende Kiddies aufpassen müssen. Ergo: Schüler überleben auch ohne Klassenfahrt; Lehrer sollen für ihr Recht kämpfen dürfen!

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richard-erb 13.02.2014, 15:01
7. Willkommen in der Realität, liebe Kinder,

in der die Bahn- und Cockpitgewerkschaften ihren Protest ebenfalls auf dem Rücken der unbeteiligten Reisenden austragen.
Warum sollen eigentlich die Diäten im Bundestag demnächst erhöht werden?
Weigern sich die Abgeordneten etwa, ohne finanziellen Ausgleich ein wenig mehr zu arbeiten? Na, dann sollte man doch mal an deren Vernunft appellieren.

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Immergutelaunefee 13.02.2014, 15:01
8. Der faule Lehrer als Klischee...

wunderbar, dass Lehrer so ein Problem mit 24 Stunden in der Woche haben. Dass jede Stunde drei Stunden Vorbereitung braucht ist auch wirklich eine dreiste Erfindung. Hier werden Kinder instrumentalisiert nach dem Motto - wenn Beamte nicht streiken dürfen, dann machen wir das eben auf Kosten der Kinder. Gratulation.
Ich bin dafür, dass sie die Klassenfahrten streichen dürfen, aber dafür auch in den schönen langen Sommerferien schlechten Schulen Nachhilfe geben müssen. Meinetwegen dann auch nur 23 Stunden die Woche. und natürlich auch in den Osterferien. Und den Pfingstferien und den Weihnachtsferien und Faschingsferien. Wie klingt dann das?

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siebke 13.02.2014, 15:02
9. Schüler!

Auf den Rücken der Schüler wird dieser Streit ausgetragen. Erst mal an sich denken.......diesen Sonntag einen sehr interessanten Artikel in d. FAZ Sonntagszeitung gelesen über überforderte Lehrer" ( es gibt auch Ausnahmen). Und vorallem über Ihre Auffassung von Arbeit und lehren im Unterricht. Nicht immer nur alle Vorteile geniessen,habe in der Familie 2 Lehrer......man wie sind die am Jammern.

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