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Schulstreit in Niedersachsen: Schüler protestieren gegen Klassenfahrt-Boykott der Leh
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Niedersachsens Gymnasiallehrer sollen eine Stunde länger arbeiten - und streichen aus Protest die Klassenfahrten. Nun regt sich Widerstand in der Schülerschaft, die sich die Ausflüge nicht nehmen lassen will.

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aschie 13.02.2014, 16:27
100.

Zitat von sysop
Niedersachsens Gymnasiallehrer sollen eine Stunde länger arbeiten - und streichen aus Protest die Klassenfahrten. Nun regt sich Widerstand in der Schülerschaft, die sich die Ausflüge nicht nehmen lassen will.
Die Lehrerer habens aber auch echt schwer 24,5 Std kann mann ja auch wirklich keinem zumuten.Und dann auch noch ne Rom Reise machen ne das geht nun wirklich nicht.
Ok mal ohne Ironie ich weis der Lehrer Beruf ist nicht immer einfach aber das ist fast kein Job, aber im gegensatz zu anderen Berufen ist der Arbeitsplatz sicher und die Arbeitszeiten geregelt .Trotzdem haben auch Lehrer das Recht sich gegen Verlängerungen dar Arbeitszeit zu wehren .Aber warum muss das auf dem Rücken der Schüler gemacht werden ,für die Klassenfahrten doch noch etwas Besonderes sind.
Klassenfahrten sind Teil des Berufes und gehören dazu wie freie Nachmittage oder lange Sommerferien .

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antonio.b 13.02.2014, 16:27
101. Zu kurz gedacht

Zitat von marcnu,
und es finden trotzdem Klassenfahrten statt!
Nur ein Hinweis: Lehrer in BW verdienen mehr als ihre niedersächsischenKollegen. Es gäbe weitere Aspekte, die berücksichtigt werden müssten, aber die Mühe macht sich der "Mal-meckern-Forist" wohl nicht.

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quality-news-junkie 13.02.2014, 16:29
102. Na dann Rechnen wir mal:

Zu jeder der geleisteten Unterrichtsstunde kommen noch zwei bis drei Stunden Vorbereitung und Nachbereitung hinzu. Im Mittel sind das 2,5 Stunden.
Also: 23,5 x 2,5 + 23,5 = 82,25 Std. Und das Woche für Woche. Und in Zukunft wären das also 85,75 Std. pro Woche für den Unterricht.

Dazu kommen noch die Pädagogischen Tage, die Sprechzeiten, usw. Sind wir dann bereits über 90 Std. in der Woche? Richard Lauenstein, Sprecher der Lehrergewerkschaft GEW in Niedersachsen sollte erst einmal selbst rechnen bevor er solch einen Unsinn in die Welt posaunt. Oder möchte er sich als Politiker qualifizieren?

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leser47116352 13.02.2014, 16:29
103.

ja lehrer sind komplett ueberarbeitet, mind. 60 stunden pro woche. ich lach mich schlapp, was hier einige so kund tun. ich hab 2 lehrer im verwandtenkreis, die beklagen sich nie, einer ist Studienrat der ander Oberstudienrat, beide am Gymnasium. Die sagen selber, es bleibt Zeit fuer Freizeit, ausreichend, mehr las bei anderen. Und Klassenfahrten sind schliesslich auch Arbeitszeit fuer Lehrer, so ist es ja nicht. Als ich noch Schueler war, gabs ne Reihe Lehrer die kamen schon mit Tennisausruestung zur Schule und brausten um halb zwei los zum Platz. So wahnsinnig ueberlastet war da niemand und ist auch heute nicht. Schwankt natuerlich von Fach zu Fach und welche Stufe man unterrichtet, aber der Job hat so viele Vorzuege, rechnen Sie mal die unterrichtsfreie Zeit mit rein, dann erhalten sie ganz andere Stunden pro Woche. Niemand ausser Lehrern hat so gesehen 12 Wochen Urlaub, auch wenn es rechtlich kein Urlaub ist, aber sie haben frei. Dieses Gejammer auf hohem Niveau kann keiner mehr ertragen.

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IronSky 13.02.2014, 16:29
104.

Zitat von gog-magog
Lehrer sind als Beamte weisungsgebunden. Wer da nicht mitmacht, der kann seinen Abschied nehmen und an einer Privatschule anheuern. Das steht jedem Lehrer auch in Niedersachsen frei. Es dürfte genügend nachrückende Junglehrer geben, die wer weiß was dafür gäben, 27 Stunden die Woche geben zu dürfen und noch zusätzlich Klassenfahrten zu machen. Der Boykott von Klassenfahrten ist kindisch und unsinnig. Warum kein Boykott von Klassenarbeiten? Wenn das Schule macht, dann steht der Beamtenstatus für Lehrer endlich mal richtig auf dem Prüfstand.
logik? weisungsgebunden heißt doch nicht, dass man anweisen kann, was man will? alles schön ordentlich nach recht und gesetz. und wenn klassenfahrten keine pflicht sind, kann man die auch nicht anweisen. simple logik.

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kro 13.02.2014, 16:31
105. Kracher

Zitat von stephan.jannasch
Übrigens beträgt die Wochenarbeitszeit mit Vor- und Nachbereitung, Konferenzen, Korrekturen, Fortbildung, Materialbeschaffung, schulinterner Verwaltung, ... ca 55Stunden pro Woche (ohne Ferienberücksichtigung) bzw. 46 Stunden pro Woche mit Berücksichtigung der längeren ferienzeiten.
der war gut .... 1% der Lehrer arbeiten so, maximal. Mein Cousin stellt seine Klausuren (des nächsten Tages) um 23h, wenn er aus der Kneipe kommt und sagt mir, dass seine Kollegen gleich zu 100% die Klausuren aus dem letzten Jahr übernehmen, er ja noch fleißig wäre. Und über jede Freistunde regen sie sich auf, reagieren gerne auch mal mit längeren Krankheitsphasen darauf. Es mag Ausnahmelehrer geben, die hohe Ansprüche an sich stellen und wirklich mehr als 50h pro Woche arbeiten, aber das sind eben Ausnahmen. Verkaufen sie den Rest der Nation bitte nicht für dumm.

Der Netto-Studenlohn des Durchschnittslehrers ist unereicht, insbesondere wenn man auch noch die subventionierte Luxuskrankenversicherung und die "netten" Pensionsansprüche dazurechnet.

Ich habe Respekt vor Lehrern, die ihre Arbeit gut machen, aber dieses Gejammere ist unerträglich!

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rugall70 13.02.2014, 16:33
106. Arbeitszeit nicht unterschätzen

Zitat von Immergutelaunefee
wunderbar, dass Lehrer so ein Problem mit 24 Stunden in der Woche haben. Dass jede Stunde drei Stunden Vorbereitung braucht ist auch wirklich eine dreiste Erfindung.
Sicher braucht nicht jede Unterrichtsstunde drei Stunden Vorbereitung. Aber Sie sollten das Drumherum nicht unterschätzen und vor allem die Korrekturzeiten nicht vergessen.
Beispiel: Deutsch. 9. Klasse. Da können Sie für einen Aufsatz mit rund vier DinA4-Seiten pro Schüler rechnen.

Wenn Sie gut sind, schaffen sie es, ein Exemplar in etwa 30 Minuten zu korrigieren (inklusives Wortgutachten am Ende). Bei 30 Kindern pro Klasse macht das schon allein rund 15 Stunden reine Arbeitszeit für eine einzige Schulaufgabe pro Klasse. Und das schaffen Sie aber nur, wenn Sie wirklich sehr zügig arbeiten.
Vier Schulaufgaben schreiben die Schüler pro Jahr. Macht pro Deutsch-Klasse 60 Stunden Korrekturzeit. Wenn Sie jetzt drei Deutsch-Klassen haben, dann ergibt das allein für die Korrektur der Schulaufgaben 180 Arbeitsstunden.

Das betrifft aber nur die Schulaufgaben. Natürlich sind sie verpflichtet, vorab Probe-Aufsätze zu schreiben. Und auch die wollen korrigiert sein. Natürlich muss das schneller gehen. Mehr als 15 Minuten pro Arbeit dürfen Sie da nicht rechnen. Sonst schaffen Sie das alles nicht. Macht aber auch insgesamt noch einmal 90 Stunden Korrekturzeit.
Damit ergeben sich allein für die Aufsätze der drei Deutsch-Klassen 270 Stunden Korrekturzeit pro Jahr. Mit drei Deutsch-Klassen haben sie aber erst 12 Unterrichtsstunden abgedeckt. Sie haben also weitere Klassen zu unterrichten, in denen auch Leistungsnachweise geschrieben werden. Und sie sollten Hausaufgaben korrigieren, bzw. Hefte einsammeln und begutachten...

Dazu kommen dann zwei bis drei Präsenzstunden pro Woche für Vertretungen. Dazu kommen in der Regel ein bis zwei Aufsichten pro Woche. Dazu kommen Elternsprechtage, Konferenzen, Notenberechnungen, Verwaltungskram... und dazu kommt - natürlich - auch die Unterrichtsvorbereitung.

Wer glaubt, Lehrer würden nur zur Unterrichtszeit arbeiten, der kennt den Job nur aus Schülersicht. Und das heißt: Er kennt den Job nicht.

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helm 13.02.2014, 16:34
107. Gut so! Mutige Lehrer!

Sollen doch die leitenden Sesselpuper in der Bildungsverwaltung und die Eltern die Schüler begleiten. Viel Vergnügen! Immer mehr Belastungen werden den Lehrern aufgeladen, das sollen die zur Kenntnis nehmen, die über die Lehrer schimpfen. Ich hatte locker eine 50-60 Stundenwoche bis zur Pensionierung und hätte gerne mal diese Belastung, die unweigerlich mit einer Reise verbunden ist, vermieden (man muss z.B. auch den Stoff in den anderen Klassen und Kursen und Klausuren nach der Reise nachholen etc.), aber in unserem Kollegium gab es fast nur Feiglinge und Kollegen, die sich immer wieder mit dem Verweis auf die Schüler erpressen ließen. Nein! das ist eine gute Aktion dieser Lehrer. Respekt!

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Herr Lunau 13.02.2014, 16:35
108. Hilfe!

Zitat von sysop
Niedersachsens Gymnasiallehrer sollen eine Stunde länger arbeiten - und streichen aus Protest die Klassenfahrten. Nun regt sich Widerstand in der Schülerschaft, die sich die Ausflüge nicht nehmen lassen will.
Zum Glück bin ich kein Lehrer! 30 total besoffene und bekiffte Schüler und wer hat die Aufsichtspflicht? Na schön Dank ich bin raus.

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optimist 12 13.02.2014, 16:35
109. Experten

Warum sind alle Besserwisser nicht Lehrer geworden, wenn es denen doch so gut geht? Meist gibt es die Antwort:" Nee, das will ich nicht. Das ist zu anstrengend, das könnte ich nicht." Auffallend ist, dass es bei der Ausübung keines anderen Berufes so viel nicht arbeitende Experten gibt. Wenn jemand nicht mit seinem Dasein zufrieden ist, sollte er etwas daran ändern und seinen Frust nicht an andere auslassen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

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