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Schulstreit in Niedersachsen: Schüler protestieren gegen Klassenfahrt-Boykott der Leh
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Niedersachsens Gymnasiallehrer sollen eine Stunde länger arbeiten - und streichen aus Protest die Klassenfahrten. Nun regt sich Widerstand in der Schülerschaft, die sich die Ausflüge nicht nehmen lassen will.

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katana1100 13.02.2014, 15:02
10.

Aus mittelbarer Betroffenheit kann ich die Atgumente der Lehrerinnen und Lehrer verstehen. Wer am Gymnasium seinen Beruf wirklich konsequent auf Qualität ausrichtet, kann von einer 40-Stundenwoche nur träumen.

Meine Partnerin arbeitet in den vorbereitungsintensiven Fächern Biologie und Französisch durchgängig über 60 Stunden in der Woche. Vormittags Schule, nachmittags Arbeitsgemeinschaften oder Konferenzen. Abends Korrekturen bis regelmäßig nach 22.00 Uhr. Und dann natürlich noch Elterngespräche bis in die späten Abendstunden.
Das ganze unter schaurigen räumlichen Arbeitsbedingungen, schlechter Ausstattung, die in erheblichem Maße durch private Anschaffungen kompensiert wird. Vom schlechten Image einmal ganz abgesehen.

Aber leider ist es in diesem Land bei vielen Menschen Brauch, auf anderen Berufsgruppen undifferenziert herumzuprügeln.
Wer wirklich erleben will, wie Schule heute in Großstädten abläuft, sollte sich in die Schulen begeben und sich ansehen, wie sich nicht kleine Teile der Schülerschaft im Unterricht aber auch außerhalb der Schule verhalten. Dann wäre in vielen Fällen sehr schnell Schluß mit dem Vorurteil, das Lehrer vormittags rechts uns nachmittags frei haben.

Ich kann die Lehrerinnen und Lehrer gut verstehen, auch wenn ich die Interessen der Schülerschaft und deren Enttäuschung gut nachvollziehen kann. Die Mittel die eigenen Interessen zu vertreten, sind für Beamte in dieser Situation aber übersichtlich. Wenn der Pflichtbetrieb das Personal über Gebühr fordert, leiden eben die freiwilligen Angebote.
Die Landesregierung setzt auf die Ermüdungserscheinungen der Lehrerschaft. Ich hoffe, dass sie sich in diesem Punkt irrt und die Lehrerinnen und Lehrer nicht "einknicken".

Ich bin jedenfalls froh, dass ich ein vergleichbares Einkommen mit weniger Belastung und Stress in einem anderen Beruf erziele.

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panzerknacker51 13.02.2014, 15:02
11. 40 bis 60 Stunden

Zitat von kdshp
Uverschämt auf dem rücken der kinder druck zu machen! Ich meine das gerade die was mehr verdienen wie eben auch lehrer mehr arbeiten müssen. Wir können uns das nicht mehr leisten das viele wenig arbeiten und andere viel. Gerade die die wenig verdienen wie leiharbeiter und zuverdiener arbeiten 40-60 stunden die woche.
... arbeiten Lehrer mit Korrekturfächern übrigens auch, die Ferien schon mit eingerechnet. Dazu gibt es zumindest in NRW Studien von unabhängigen Instituten, die aber schnell in der Versenkung verschwunden sind, weil das nicht so populär ist. Mich wundert an der Meldung eher, daß überhaupt noch auf Klassenfahrt gefahren wird, wo doch alles Soziale immer mehr in den Hintergrund rückt.

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monikatuch 13.02.2014, 15:02
12.

Ich kann die Kritik am Vorhaben der Lehrkräfte verstehen... trotzdem liebe/r kdshp: Lehrer arbeiten im Schnitt 50 bis 60 Std. die Woche. Die reine Unterrichtszeit beträgt zwar 25 Std, dennoch muss vorgearbeitet und nachgearbeitet werden. Also bitte aufhören mit dem Gejammer, andere Berufsgruppen arbeiten mehr...

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euzone 13.02.2014, 15:03
13. was soll das?

die schüler sollen lernen, wie können sie vom lehrer fordern seine Freizeit mit ihnen zu verbringen? sie könnnen ja das selber organisieren, so das eltern als betreuer mitfahren. Die Lehrer haben auch ein privat leben, ich hätte auch kein bock ne woche mit leuten zu verbringen, nur um aufzupassen das sich keine heimlich ins koma säuft und dann hinterher mich von den eltern als unfähig beleidigen zu lassen. Man ist als Lehrer nicht verpflichtet mit den großschnautzen eine mehrtägige fahrt zu machen, jedes jahr ein tages ausflug ist vollkommen hinreichend. wollen sich doch so wie so nur besaufen, dass sollen sie schön mal privat machen, so das die eltern dafür verantwortlich sind

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monikatuch 13.02.2014, 15:03
14. optional

Ich kann die Kritik am Vorhaben der Lehrkräfte verstehen... trotzdem liebe/r kdshp: Lehrer arbeiten im Schnitt 50 bis 60 Std. die Woche. Die reine Unterrichtszeit beträgt zwar 25 Std, dennoch muss vorgearbeitet und nachgearbeitet werden. Also bitte aufhören mit dem Gejammer, andere Berufsgruppen arbeiten mehr...

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schlegel-r 13.02.2014, 15:03
15. Die Lehrer-es nicht zu fassen!

Wie sagte schon der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder?. " Die faulen Lehrer". Recht hat er.
Halbtagsbeschäftigte mit Vollpension und Rundumalimentierung. Die sollten sich schämen.

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jules16v 13.02.2014, 15:04
16.

Zitat von kdshp
Uverschämt auf dem rücken der kinder druck zu machen! Ich meine das gerade die was mehr verdienen wie eben auch lehrer mehr arbeiten müssen. Wir können uns das nicht mehr leisten das viele wenig arbeiten und andere viel. Gerade die die wenig verdienen wie leiharbeiter und zuverdiener arbeiten 40-60 stunden die woche.
Wenn ich mir Ihre Orthographie ansehe muß ich den Lehrern beipflichten, dass für Klassenfahrten nun wahrhaftig keine Zeit mehr ist!

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oidahund 13.02.2014, 15:04
17.

Kann man zu einer freiwilligen Extraleistung gezwungen werden? Warum erkennt man in Niedersachsen nicht einfach Klassenfahrten als Unterrichtszeiten an?
Auch wenn ich den Unmut teilweise nachvollziehen kann - es besteht kein Anspruch darauf, dass jemand eine freiwillige Extraleistung erbringt. Der Fehler liegt also nicht bei den Lehrern, sondern beim Kultusministerium.

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Emmi 13.02.2014, 15:04
18. Mehrarbeit...

Wenn eine Stunde mehr Unterricht 2-3 Stunden mehr Arbeit inkl. Vor- und Nachbereitung bedeutete, würde das ja bedeuten, dass Lehrer bei 24 Stunden Unterricht pro Woche jetzt schon ca. 48-72 Stunden arbeiten. Das glaubt, mit Verlaub, niemand. So kann man sich auch lächerlich machen...

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Hollowmen 13.02.2014, 15:05
19. ...

Zitat von stephan.jannasch
Übrigens beträgt die Wochenarbeitszeit mit Vor- und Nachbereitung, Konferenzen, Korrekturen, Fortbildung, Materialbeschaffung, schulinterner Verwaltung, ... ca 55Stunden pro Woche (ohne Ferienberücksichtigung) bzw. 46 Stunden pro Woche mit Berücksichtigung der längeren ferienzeiten.
Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass jeder Lehrer jede Unterrichtsstunde akribisch vor- und nachbereitet und so auf die angegebenen Zeiten kommt. Es ist doch wie in anderen Berufen auch, wenn ich etwas öfter gemacht habe, wird es zu Routine und Bedarf kaum noch der Vorbereitung.

Wenn ich eine Präsentation halte, ist beim Erstvortrag der Vorbereitungsaufwand erheblich, beim zweiten mal schon sinkt er enorm ab und beim zehnten mal hole ich die Unterlagen fünf Minuten vorher aus der Schublade.

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