Forum: Leben und Lernen
Schulverweigerer schafft Abitur: "Verdammt, das funktioniert"
Thomas Neubronner

Deutschlands hartnäckigster Schulverweigerer hat seine Reifeprüfung bestanden. Moritz Neubronner, 18, blieb fast die ganze Schulzeit dem Unterricht fern. Nun beendete er eine außergewöhnliche Schulkarriere - im Alleingang.

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furzgurk 21.08.2015, 08:36
40. #3

Wieso Personaler? Es gibt Jobs, in denen keine Personaler-Gottheit über Leben und Sterben entscheidet...

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patsche2712 21.08.2015, 08:38
41. Herzlichen...

...Glückwunsch zum bestandenen Abitur. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass er mit dieser Haltung dauerhaft und vernünftig im Berufsleben Fuß fassen wird. Der vernünftige Umgang mit Authorität, Disziplin und Pünktlichkeit werden von Personalchefs in der Regel lieber gesehen als Freigeistigkeit...

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geriberi 21.08.2015, 08:39
42. Abitur Light

Insgesamt 8 Pruefungen, davon vier nur muendlich und zudem noch eine Pruefung in Spanisch, die er mit einem Lehrer vorbereitet hat... Das ist reine Examens-Optimierung und hat nichts mit der "allgemeinen Bildungsreife" zu tun, die die Oberstufe vermittelt.

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patrick6 21.08.2015, 08:39
43. Auch ich habe die Schule...

...nicht gemocht. Aber wenn ich da war, musste ich nicht zuhause sein. Das war auch ein Vorteil.

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metalslug 21.08.2015, 08:42
44. Hä?

In die Schule wollte er nicht, aber im Studium dann keine Veranstaltung auslassen? Weil im größen Hörsaal die Lernatmosphäre ganz toll ist? Also ich habe sehr viel in der Schule AUßERHALB des Unterrichts gelernt - von Lehrern und Mitschülern. Das möche ich auf gar keinen Fall missen - echte Mensche, echtes Feedback, mittelbar und mitten in dein Gesicht und nicht über irgendein flimmernden Youtube-Kanal im stillen Kinderzimmer.

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claptomane 21.08.2015, 08:43
45.

Glückwunsch. Aber leider hast Du viel verpasst, was Dir später helfen kann, Dich zu verorten. Und es sind nicht die Lehrstoffe gemeint.

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Kapitän_Niveau 21.08.2015, 08:43
46.

Na klar kann man zu Hause unterrichtet werden. An sich finde ich das alles okay, bloß in dem Interview kommt es mir ein bisschen so vor, als ob der Junge von seinen Eltern "die Hand vor den Allerwertesten gehalten bekam" und ein wenig vom Ernst des Lebens verschont wurde. Querdenker als Eltern?
Was mich allerdings wirklich interessieren würde ist, wo der junge Mann in 10 Jahren steht und was er dann beruflich macht usw. denn ich persönlich finde es nicht unbedingt förderlich seine Kinder von allem "Unangenehmen" zu verschonen ;-)

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MartinS. 21.08.2015, 08:44
47. ...

Zitat von territrades
Gerade im Studium ist die Anwesenheit doch oft nicht notwendig. Ob man den Stoff in der Vorlesung oder durch ein Buch gelernt hat ist egal, einzig allein das Prüfungsergebnis zählt. Natürlich nur an echten Unis und nicht an diesen verschulten Pseudohochschulen.
Jaja... ist halt wie mit der Schule auch.
Ziemlich viele sind der Überzeugung, dass sie es nicht nötig haben, sich hinzusetzen, und sich den langweiligen Kram anzuhören. Man kann das doch auch bis zur Prüfung selbständig lernen....

Das mag im üblichen Alter von Studenten auch besser klappen, als bei Schülern... nur schaffen es auch dort noch mehr als genug, mit dieser Einschätzung gewaltig daneben zu liegen.
In meiner Erfahrung waren es besonders diejenigen, die Vorlesungen eher sporadisch besuchten, die auffällig häufig durchfielen, oder das Studium schließlich abbrachen. (und da habe ich weder an Uni, noch an der FH einen Unterschied gesehen)

Die eigene Motivation und der Wille selbständig etwas zu tun, ist eben doch recht unregelmäßig verteilt. Der eine kommt damit ganz gut klar... andere brauchen den sprichwörtlichen Tritt in den Hintern, um was zu tun.
Da ändert sich wenig - egal ob man an einer "echten Uni" studiert, oder nur an einer dieser verschulten Pseudochschulen so tut, als ob man ein Student wäre.
Dem einen oder anderen würde allerdings auch etwas weniger Hochmut ganz gut stehen.

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denkmal! 21.08.2015, 08:45
48.

Zitat von mmy
auf der einen seite muss ich sagen, dass ich den jungen gut verstehe. ich kenne gerade aus dem bereich der jugendhilfe viele kinder für die schule bzw. man muss besser sagen das system schule nicht zum gewünschten erfolg führt. man muss aber auch sagen, dass dieser junge mann absolut eine ausnahme ist und mit sicherheit auch über die entsprechenden persönlichen ressourcen verfügt, um das so zu schaffen. Ich denke in der schule geht es aber noch um mehr als nur im Noten und Wissen. Es geht auch darum soziale interaktion zu lernen und zu erleben, sich auch unangenehmen situationen zu stellen bzw. sich unterzuordnen. ich mag sehr stark bezweifeln, dass er mit der einstellung im leben sehr weit kommt ...
Ich habe meine Kinder auch ein paar Jahre selber unterrichtet, wo ist das Problem? Als sie dann doch in die Schule gingen, da sich unsere Ehe auflöste, waren sie dem Rest der Klasse klar voraus. In der Schule erlernte "soziale Interaktion" ist doch weitgehend "Zickenkrieg" unter den Mädchen und "rammeln" um Dominanz bei den Jungs. Ich vermute, dass späteres assoziales Verhalten in unseren heutigen Schulen ihren wahren Ursprung haben. Ich empfehle John Tylor Gatto zu googeln, ein Amerikanischer Ex-Lehrer, um das tiefere Problem der modernen Schulsysteme besser zu verstehen. Insbesondere die Herkunft der modernen Schule aus den preussischen Militärschulen ist hochinteressant.

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voiceecho 21.08.2015, 08:48
49. Zwiespältig!

Auch wenn ich ihn zum Ergebnis gratuliere, bin ich zwiespältig, ob die Methode richtig ist! Der Schulbetrieb ist nicht nur zum lernen wichtig, sondern weil es den Menschen etwas über ein geordnetes und verantwortungsvolles Leben im Sinne von einem disziplinierten Lebensablauf beibringt. Dies ist wichtig für das spätere Berufsleben, wo man sich doch an gewisse Regeln halten muss. Anhand des Interviews sieht man, dass dort doch erhebliche Defizite sind. Zur Arbeit kann man nicht hingehen, wann und wo man will und einfach am Ende eine Prüfung ablegen.

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