Forum: Leben und Lernen
Schwedische Feministin über Fußball: "Falsch, paradox, rückwärtsgewandt"
danapress

Sie ist erst 15 und trotzdem schon Herzblutfeministin: Henrietta Berger nahm dem schwedischen Fußballverband ein Stück Männlichkeit - denn er will jetzt auf geschlechtergerechte Sprache achten. Wie hat sie das geschafft?

Seite 5 von 11
dasguteeinhorn 26.11.2014, 15:09
40.

Der Titel stimmt doch hier. Die junge Frau verhält sich in meinen Augen falsch, paradox und rückwärtsgewandt.
Es gibt durchaus mehrere Meinungen hierzu. Ich begründe es so.
Sprachverständlichkeit ist nicht gegeben.
Logisch ist es falsch, Beispiel:
"50 % aller Spiegelleser sind Frauen".
Würde man sagen "50 % aller Spiegelleser und Leserinnen sind Frauen" wäre die Aussage volkommen unverständlich.
Gleiche Fehler ergeben sich hier:
"Studierende" was ist mit "schlafenden studierenden" oder "feiernden studierenden"?
Die Formulierung "Bürgerinnen und Bürger" empfinde ich als redundant und überbetont das Geschlecht.
Auch die geringere "Sichtbarkeit" von Frauen in Formulierungen wie z.B "Wähler" ist in keiner Studie hinreichend nachgewiesen. Frauen wie Männer fühlen sich durch generische Formulierungen angesprochen.

Beitrag melden
Christoph 26.11.2014, 15:10
41.

Zitat von evonw
Wenn es so egal wäre, frage ich mich, warum der Aufschrei so groß war, als die Universität Leipzig beschloss, statt der männlichen nur noch die weibliche Form zu verwenden und damit die Männer einzuschließen?
Weil es ganz schlicht und einfach sprachlicher Unsinn ist, die Verlängerung von Wörtern durch das Anhängsel "in", welches extra zur Bezeichnung weiblicher Personen oder zur Bezeichnung von Gruppen, deren Mitglieder exklusiv weiblich sind, eingeführt wurde, zum Standard zu machen.

Beitrag melden
Bondurant 26.11.2014, 15:10
42. Die Sorgen der postmodernen Gesellschaft

Manchmal, ganz manchmal und heimlich denkt mann: so'n bißchen IS, zur Ansicht gewissermaßen, täte vielleicht zwecks Orientierung ganz gut. Aber selbstverständlich verwirft mann den Gedanken sofort wieder.

Beitrag melden
arkon_de 26.11.2014, 15:10
43.

Zitat von petrapanther
Vollkommen richtig! Ziel des Feminismus ist es, Menschen (also Männer und Frauen) von den Zwängen gesellschaftlich vorgegebener Geschlechterrollen zu befreien. Und dazu gehört es selbstverständlich auch, Männern zu ermöglichen, scheinbar weibliche Berufe zu ergreifen. Wir wissen aus unzähligen Studien, dass Sprache sowohl unsere Weltsicht als auch unser Verhalten beeinflusst.
Das sehen viele Feministen und Feministinnen anders. Bekannte Feministinnen haben schon verlauten lassen "Ich kämpfe für Frauenrechte um die Männer sollen sich andere kümmern".

Die Begriffsdefinition selbst kommt aus der Frauenbewegung und dem eintreten für Frauenrechte. Auch hier geht es nicht um die befreiung von Menschen sondern explizit um Frauen.

Gleichstellungsbeauftragte dürfen nur von Frauen gewählt werden, da sehe ich auch nicht wieso Menschen die nur von Frauen gewählt werden dürfen besser für eine Gleichstellung geeignet wären als welche die von allen Geschlechtern gewählt werden dürfen.
IMO dürfen sogar nur Frauen Gleichstellungsbeauftragte werden.
Nein, hier geht es nicht um die Freiheit aller Geschlechter und das ist es was ich verurteile. Auch die hier zitierte Schwedin spricht ja davon die Dinge aus der Geschlechterbrille zu sehen.

Die Studien haben alle ein gravierendes Problem, sie zeigen alle den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Realität und Sprache. Aber verwechseln Ursache und Wirkung, die Sprache entwickelt sich nach der gesellschaftlichen Realität nicht die Realität nach der Sprache.

Beitrag melden
Jinen 26.11.2014, 15:11
44. Mogel-Packung! Next...

Zitat von petrapanther
Ziel des Feminismus ist es, Menschen (also Männer und Frauen) von den Zwängen gesellschaftlich vorgegebener Geschlechterrollen zu befreien.
Wenn es um alle Menschen gehen wuerde, hiesse es nicht "Feminismus", liebe feminine Petra!

Und das wird gluecklicherweise immer mehr Frauen (naemlich jenen 99%, die nicht ihren goldenen Rock in einem oder mehreren Kader-Etagen quotiert ausbreiten koennen) und sowieso den voellig verarschten Maennern bewusst.

Beitrag melden
beyman 26.11.2014, 15:12
45. ??

Warum mein letzter Beitrag nicht durch die Zensur gekommen ist, erschließt sich mir jetzt nicht so ganz, aber was soll´s....
Was ich aber noch hinzufügen wollte: Im Spanischen wird, sobald auch nur ein Mann anwesend ist, die männliche Form benutzt.....und wenn es tausende Frauen sind. Was für eine chauvinistische Sprache. Komischerweise stört´s niemanden. Ob das daran liegen mag, dass die Genderwahn einfach nur Schwachsinn ist.....

Beitrag melden
miss_moffett 26.11.2014, 15:13
46.

Zitat von petrapanther
"...Wenn es eh egal ist, warum benutzen Sie dann nicht mal zur Abwechslung ausschliesslich die weibliche Form? Es ist doch klar, dass damit auch Männer gemeint sind. Mit der Lösung wäre doch allen gedient, oder?
Ich weigere mich, weil es grammatikalisch sowas von gar nichts mit Deutsch zu tun hat.
In der deutschen Sprache ist "Herr/Frau" die Geschlechtsbezeichnung. Die "-in" Endung wurde nur dann gebraucht, wenn "Herr/Frau" verwendet wurde.
Also ist die "Frau Professorin" schon ein grammatikalisches Ärgernis.
Ein Herr Professorin ist einfach nur lächerlich.

Beitrag melden
FocusTurnier 26.11.2014, 15:13
47. Hen

Zitat von nettes Gespräch
Das einzige, was verändert wird, ist, dass anstatt "Er schießt den Ball ins Tor" jetzt steht "Der Spieler schießt den Ball ins Tor", und im Schwedischen ist der Spieler eben nicht männlich. Somit wird also hier gar nichts kompliziert und unpraktisch, und jetzt soll mir bitte einer erklären warum das so ein Problem ist?
Es geht um ein Wort: hen. Das soll nach Vorstellungen von Feministinnen anstatt "hon" (sie) und "han" (er) verwendet werden.
Nichtsdestotrotz bleibt es eine Anweisung, die, solange nicht gesetzlich geregelt, nicht von jedem beachtet werden muss. Was wird dadurch besser? Und vor allem: Welches Gewicht gibt man Kritikern in dieser Debatte? Wenn man Blogs aus Schweden liest, die sich mit diesem Thema befassen, dann scheint das in der Bevölkerung nicht sehr beliebt zu sein.

Beitrag melden
capt.nuss 26.11.2014, 15:14
48.

Ich nehme also an Sie sind ein Mann.
Wenn nun jemand in einem Text - sagen wir eine Beschreibung oder ein Gesetzestext oder sonstwas - immer von 'die Person' die Rede ist (generisch weiblich), würden Sie sich dann nicht angesprochen fühlen?
Wahrscheinlich doch, oder?

Das macht doch im Grunde schon deutlich, wie absurd überempfindlich man sein müsste, um da einen Handlungsbedarf zu konstruieren.
Ausser natürlich, man ist persönlich von der vermeintlichen Existenz solcher Handlungsbedarfe abhängig.

Beitrag melden
Hansbald 26.11.2014, 15:14
49. Einfach nur traurig.

*sigh* So langsam wird es echt lächerlich, soll man jedes mal wenn man etwas erklärt "er/sie" sagen? Ach bitte. Von mir aus sagen wir jetzt nurnoch "sie" immerhin spart das an Zeit. Es gibt wirklich immer mehr von diesen Femnazis.

Beitrag melden
Seite 5 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!