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Schwedische Feministin über Fußball: "Falsch, paradox, rückwärtsgewandt"
danapress

Sie ist erst 15 und trotzdem schon Herzblutfeministin: Henrietta Berger nahm dem schwedischen Fußballverband ein Stück Männlichkeit - denn er will jetzt auf geschlechtergerechte Sprache achten. Wie hat sie das geschafft?

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robertrabe23 26.11.2014, 15:28
60. Utrum

Im deutschen Sprachgebrauch sind derartige Bemühungen m.E. durchaus in vielen Fällen schwachsinnig und i.d.R. von einer gewissen sprachlichen und oft auch sonstigen Bildungsferne beeinflusst. Im Schwedischen ist das allerdings etwas anders...
Es wäre sinnvoll gewesen, wenn Frau Frauke Lüpke-Narberhaus, die immerhin Skandinavistik studiert hat, auf die Besonderheiten beim Genus in den skandinavischen Sprachen (-> Utrum) wenigstens hingewiesen hätten.

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nachtmacher 26.11.2014, 15:30
61. aha, also erstmal gestänkert...

und dann zum Tanzen gewechselt.... hilft ihrer "Sache" sicherlich. Wenn sich jetzt beim Fußballverband und der ehrenamtliche Trainer verarscht vorkommen würde ich mich nicht wundern.
Sorry, aber nach Ampelfrauchen, Herr Professorin etc. kann ich die ganze Gender-Geschichte echt nicht mehr hören. Zusammen mit der politisch korrekten Überarbeitung von Kinderbüchern, Märchen und Sagen wirds schön langsam unerträglich. Dass der Zirkus den Frauen hilft, glaubt doch schön langsam keiner mehr.

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arkon_de 26.11.2014, 15:31
62.

Zitat von petrapanther
Mit anderen Worten, es ist also gut und richtig so, weil es schon immer so war?
Ob es gut und richtig ist habe ich nicht geschrieben, also bitte die Finger aus meinem Mund und keine Worte hineinlegen.
Ich habe nur beschrieben, das das generische Maskulinum durch den lange inkludierenden Gebrauch die inkludierende Form ist und das Femininum die exkludierende. Das also die Forderung nach der Benutzung des generischen Femininum genau das verursacht was ANGEBLICH verhindert werden soll. Das halte ich für entlarvend um was es vielen in dieser Diskussion geht.

Danke das Sie an dem Beleg der Aussage teilgenommen haben:-)
*Das gilt übrigens nicht für alle Begriffe es gibt auch heute schon das generische Femininum und dessen Benutzung wird in den Fällen auch von keinem Mann in Frage gestellt.* Das liegt auch nicht an den bösen Männern sondern an der gesellscahftlichen Realität als diese Wörter begründet wurden. Ein Beispiel "Die Person" wurde ja schon gebracht. Hier wäre ein generisches Maskulinum anstelle dessen exkludierend und wird seltsamerweise von niemandem gefordert.*

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jeze 26.11.2014, 15:32
63.

Zitat von petrapanther
Mit anderen Worten, es ist also gut und richtig so, weil es schon immer so war? Wann und wie wurde denn das generische Maskulinum eingeführt? Wurde damals eine Abstimmung unter Männern und Frauen durchgeführt, und das generische Maskulinum hat sich mit 51% gegen das generische Femininum durchgesetzt? Wohl eher nicht. .....
Dann aber bitte geschlechtsspezifische Artikel komplett abschaffen oder meinetwegen alles durch die weibliche Form ersetzen. Die deutsche Sprache ist ohnehin schon länger als andere Sprachen und ich sehe keinen Sinn darin sie noch länger zu machen.

Selbst wenn es so wäre, wie sie behaupten, so hat sich die Semantik des generischen Maskulinums eben verändert. Ich als Mann würde mich im übrigen nie darüber aufregen als "die Person" bezeichnet zu werden.

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miss_moffett 26.11.2014, 15:32
64.

Zitat von petrapanther
Mit anderen Worten, es ist also gut und richtig so, weil es schon immer so war? Wann und wie wurde denn das generische Maskulinum eingeführt? Wurde damals eine Abstimmung unter Männern und Frauen durchgeführt, und das generische Maskulinum hat sich mit 51% gegen das generische Femininum durchgesetzt? Wohl eher nicht. ......
Zum ersten, es gibt die deutsche Sprache schon etwas länger als 100 Jahre.
Zum zweiten hat mir eine ausländische Freundin mal erzählt, wie schwer es ihr in der ersten Zeit in Deutschland fiel einen Mann mit "Sie" anzusprechen.
Sie war der Meinung, dass dieses "Sie" eine Geschlechtsbezeichnung sei und hatte angst, jemanden damit zu beleidigen.
Machen Sie doch das mal im Genderkreisen zum Thema.
Als ob die deutsche Sprache nicht schon kompliziert genug ist.

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petrapanther 26.11.2014, 15:34
65.

Zitat von spon-facebook-1321056097
Weil es eh egal ist, bleibe ich aus Bequemlichkeit beim heute üblichen Sprachgebrauch. Niemand braucht hier Abwechslung, es handelt sich ja nicht um Freizeitgestaltung. Aber sie können natürlich alles in weiblicher Form sagen. Ein paar gute Beispiele zur Inspiration: Kinderschänderin, Steuerhinterzieherin oder so ziemlich alle Kraftausdrücke die einem einfallen.
Dann würde es Sie also nicht stören, von jetzt an mit der weiblichen Form (z.B. bei Berufsbezeichnungen) belegt zu werden? Irgendwie fehlt mir da der Glaube. Wenn es wirklich so käme, dann würden hier die Herzblutmaskulinisten auf die Barrikaden gehen und von der Unterdrückung des Mannes schwadronieren.

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arkon_de 26.11.2014, 15:40
66.

Zitat von petrapanther
Nun ja, würden Sie einen Weissen zum Anti-Rassimus-Beauftragten machen? Eher nicht.
Das war ein nicht wörtliches Zitat einer berühmten steuerflüchtligen (achne jetzt ja nicht mehr):-)

Und der von mir zitierte Satz sagt eigentlich alles über das von mir beschriebene Problem. Kurz darüber nachgedacht, das Ihre Aussage ziemlich rassistisch ist? Wieso können Menschen mit heller Hautfarbe nicht gegen Rassismus sein?
Und wenn das nicht gemeint ist, wieso sollte dann ein weisser Mensch nicht Anti-Rassismus-Beauftragter werden.

Und was hat Gleichstellung mit dem Geschlecht zu tun, es gibt gegen beide Geschlechter gerichtete Benachteilligungen. Das mögen unterschiedliche sein es macht es aber nicht besser knapp die Hälfte der Benachteilligten zu ignorieren.
Und das macht mir Feministen so unsympathisch, sie kämpfen oft nicht für Gleichstellung sondern für Frauenrechte...schade.

Menschen sind Menschen, egal welchen Geschlechts.

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christian0061 26.11.2014, 15:41
67. Henrietta Berger

Sollte die Dame sich nicht zuerst um Ihren eigenen Nachnamen kümmern? Berger ist doch Süper-Maskulin! Ich nenne die Dame ab sofort Herrin Henrietta Bergerin. Ob man...eh mänin mit dieser Wortklauberei dem Feminismus....ääääh.....der Feminisma einen Gefallen tut?

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dasguteeinhorn 26.11.2014, 15:43
68.

Zitat von petrapanther
Mit anderen Worten, es ist also gut und richtig so, weil es schon immer so war? Wann und wie wurde denn das generische Maskulinum eingeführt? Wurde damals eine Abstimmung unter Männern und Frauen durchgeführt, und das generische Maskulinum hat sich mit 51% gegen das generische Femininum durchgesetzt? Wohl eher .....
Nun wenn sie die Geschichte richtig betrachten, dann wäre auch die Sichtweise wichtig und richtig, dass auch Männer nicht unbedingt immer etwas zu melden hatten.
Diese wurden nämlich 1914 auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges verheizt. Und dabei gegen ihren Willen, zwangsrekrutiert.
Diese Zwangsrekrutierung junger Männer ist übrigens noch Teil unserer Verfassung und nur ausgesetzt.

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spon-facebook-1321056097 26.11.2014, 15:43
69.

Zitat von petrapanther
Dann würde es Sie also nicht stören, von jetzt an mit der weiblichen Form (z.B. bei Berufsbezeichnungen) belegt zu werden? Irgendwie fehlt mir da der Glaube. Wenn es wirklich so käme, dann würden hier die Herzblutmaskulinisten auf die Barrikaden gehen und von der Unterdrückung des Mannes schwadronieren.
Juckt mich nicht. Das bedeutet für mich zunächst keinen persönlichen Vor- oder Nachteil. Benachteiligender Sexismus wäre ganz oben auf meiner Prioritätenlist, fühlte ich mich als Opfer.

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