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Schwedische Feministin über Fußball: "Falsch, paradox, rückwärtsgewandt"
danapress

Sie ist erst 15 und trotzdem schon Herzblutfeministin: Henrietta Berger nahm dem schwedischen Fußballverband ein Stück Männlichkeit - denn er will jetzt auf geschlechtergerechte Sprache achten. Wie hat sie das geschafft?

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mgladbacher 26.11.2014, 15:45
70. Das Tanzende

Nachdem das Fussballspielende zunächst ein Schiedsrichtendes werden wollte hat sie sich nun entschieden ein Tanzendes zu werden.

Jetzt hoffe ich doch, dass das angehene Prima Ballerinende die Ballettsprache entfemisiert.

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LH526 26.11.2014, 15:46
71.

Zitat von petrapanther
Dann würde es Sie also nicht stören, von jetzt an mit der weiblichen Form (z.B. bei Berufsbezeichnungen) belegt zu werden? Irgendwie fehlt mir da der Glaube. Wenn es wirklich so käme, dann würden hier die Herzblutmaskulinisten auf die Barrikaden gehen und von der Unterdrückung des Mannes schwadronieren.
Keine Sorge, sämtliche Plurale sind schon "weiblich", Die Spieler, Die Bälle, Die Tore, Die Männer .. darüber regt sich kein Mann auf, das nur am Rande.

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DuDDle 26.11.2014, 15:47
72.

Die aktuelle feministische Nomenklatur ändert sich ständig. Früher Student_Innen, jetzt Studierende. Den Grossteil habe ich inzwischen vergessen. Es lohnt sich auch nicht sich dafür zu interessieren, da bald wieder die nächste Feministin, die sich profilieren will, eine weitere Sau durchs Dorf trebt und sich alles wieder ändert.

Schade nur um das viele Geld, das jedesmal für die Änderungen an Briefköpfen, Stempeln und Schildern ausgegeben wird.

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motlys 26.11.2014, 15:47
73. Keine große Neuerung

In Schweden geht man sowieso immer mehr von den geschlechterspezifischen Pronomen han (er) und hon (sie) zum neutralen hen, das seit einiger Zeit in den offiziellen Wortschatz aufgenommen wurde. Die Aktion war also nur ne logische Folge und schlägt dort lange nicht so hohe Wellen wie hier im Kommentarsfeld.

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Whitejack 26.11.2014, 15:51
74.

Zitat von petrapanther
Mit anderen Worten, es ist also gut und richtig so, weil es schon immer so war? Wann und wie wurde denn das generische Maskulinum eingeführt? Wurde damals eine Abstimmung unter Männern und Frauen durchgeführt, und das generische ......
Dem stimme ich zu. Ergänzend muss noch gesagt werden, dass die These, Frauen seien "mitgemeint", überhaupt nicht haltbar ist. Wann immer Frauen gemeint waren, hatten sie auch einen eigenen Begriff.
Deswegen gibt es nicht die Mönchin, sondern die Nonne, und die Magd statt der Knechtin. Deswegen heißt es Mutter und nicht Vaterin, oder Schwester und nicht Bruderin. Deswegen gibt es die Hebamme und die Hure (Hebammer und Hurer existiert nicht mal als Wort). Bei Hexe und Braut ist die weibliche Form die Grundform.

Selbst mittelalterliche Gesellschaften nannten folglich bereits beim Namen, wen sie auch meinten. Eine Müllerin oder Bäckerin gab es nicht, weil es eben keine weiblichen Müller oder Bäcker gab. Bis vor 150 Jahren namen die Frauen am größten Teil des Arbeitslebens kaum Teil.

Sehr deutlich wird die Tatsache, dass das generische Maskulinum eben nicht wirklich beide Geschlechter meint, auch bei der Entstehung von Berufsbezeichnungen in Bereichen, wo Frauen dominieren. Stewardess, Sekretärin, Kassiererin, Erzieherin, Krankenschwester - natürlich gibt es die auch, wenngleich viel seltener, in männlicher Form. Aber wer denkt bei "Stewardess" an eine männliche Person? Es sind eben in aller Regel NICHT beide Geschlechter gemeint.

Übrigens verwenden die Fluggesellschaften genau aus diesem Grund den Begriff "Stewardess" nicht mehr. Es heißt heutzutage Flugbegleiter. "Die Flugbegleiter" - da sind auch die männlichen mitgemeint.

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steffen.heil 26.11.2014, 15:52
75. Mal sehen...

..ob nun beim Ballett auch sämtliche "falschen" Genderbezeichnungen auch korrigiert werden müssen, damit sich dort die Jungs nicht diskriminiert fühlen...
Ich befürchte aber, das wäre denen ziemlich egal, hier ist man wohl nicht so dünnhäutig..

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petrapanther 26.11.2014, 15:53
76. @arkon_de

"Das war ein nicht wörtliches Zitat einer berühmten steuerflüchtligen (achne jetzt ja nicht mehr):-)"
Das dachte ich mir. Alice Schwarzer ist nun wirklich out.
"Und der von mir zitierte Satz sagt eigentlich alles über das von mir beschriebene Problem. Kurz darüber nachgedacht, das Ihre Aussage ziemlich rassistisch ist? Wieso können Menschen mit heller Hautfarbe nicht gegen Rassismus sein?
Und wenn das nicht gemeint ist, wieso sollte dann ein weisser Mensch nicht Anti-Rassismus-Beauftragter werden."

Weil weisse Menschen nicht diejenigen sind, die am meisten unter Rassimus gelitten haben und leiden. Wie würde es wohl aus Sicht eines Schwarzen aussehen, wenn man auch noch einen Weissen zum Rassismus-Beauftragten machen würde? Er würde sich verar...t vorkommen.

"Und was hat Gleichstellung mit dem Geschlecht zu tun, es gibt gegen beide Geschlechter gerichtete Benachteilligungen. Das mögen unterschiedliche sein es macht es aber nicht besser knapp die Hälfte der Benachteilligten zu ignorieren.
Und das macht mir Feministen so unsympathisch, sie kämpfen oft nicht für Gleichstellung sondern für Frauenrechte...schade.
Menschen sind Menschen, egal welchen Geschlechts."

Die "Hälfte der Benachteiligungen"? Frauen durften bis vor ein paar Jahrzehnten noch nicht einmal ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes arbeiten - und Sie behaupten ernsthaft, Männer würden genauso unterdrückt?!?

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lew111 26.11.2014, 15:55
77. Diskussionskultur

Ich komme mir immer mehr zurückversetzt in einer Mädchenklicke auf dem Schulhof. Mit Twitter, Facebook und willige Medien werden Gerüchte verbreitet, unliebsamme Mitschlülerinnen niedergemacht und die coolsten heutzutage sind die Feministinen, die natürlich immer eins draufsetzen müssen.

Das Niveau und Vorgehensweise der Feministinnen ist nicht weit davon entfernt, wie man auch an diesem Beispiel sieht.

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cor 26.11.2014, 15:55
78. Sekt für alle

Damit wäre diese akute und kritische Problem auch gelöst. Endlich Gender-neutrale Sprache beim schwedischen Fussballverband.

Heute Abend lasse ich die Sektkorken knallen.

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capt.nuss 26.11.2014, 15:58
79.

Wasn Beispiel.

'Flugbegleiter' ist ebenso generisch männlich.
Mit 'Die Flugbegleiter' sind folglich die Frauen mitgemeint, nicht etwa die Männer mitgemeint.

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