Forum: Leben und Lernen
"Sebastian-Vettel-Gymnasium": Ein Gruß an den König der Raser

Seit Sonntag ist Sebastian Vettel der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Das freut auch seine*früheren Lehrer - sie tauften das Gymnasium in Heppenheim kurzerhand auf den Namen ihres Abiturienten. In der Woche vor dem Triumph trafen Schüler den Pisten-Primus noch an der Frittenhütte.

Seite 2 von 2
husker 17.11.2010, 19:45
10. Auwei.

Das ist genau das richtige Signal für die Kinder, die eine solche Schule besuchen.

Lernen und studieren ist out, bewerbt euch lieber bei DSDS oder fahrt einfach professionell im Kreis herum - wer arbeitet auch hart auf eine Karriere hin, wenn dem Ruhm zuteil wird, der letzte Woche einen Hattrick in der Bundesliga geschossen hat...

Berühmt werden oder hartzen, so sieht das neue deutsche Zukunftsmodell wohl aus.

Eine Bildungseinrichtung, die jene feiert, die nicht für Bildung stehen - tolle Lehrer haben die da, in Heppenheim.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
entenhausener 18.11.2010, 04:35
11. Im Kreis fahren

Naja, das ist schon eine ziemlich peinliche Idee, ein Gymnasium nach einem Formel-1-Fahrer zu benennen.
Namenspatrone einer Schule sollten etwas Signifikantes geleistet haben als schnell im Kreis gefahren zu sein.

Zum Glueck ist die Umbenennung nur temporaer.
Allein der Gedanke ist befremdlich:
"Auf welcher Schule waren Sie denn?"
"Aehm, ich habe auf dem Sebastian-Vettel-Gymnasium Abitur gemacht."
"Oh, Sie haben auf einer Fahrschule Abitur gemacht?"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taiga 18.11.2010, 13:44
12. ----

Zitat von malm02
Diese Aktion zeigt, wie es mit der Bildung in Deutschland steht. Lehrer benennen - wenn auch nur vorübergehend- eine Schule nach einem Autorennfahrer, der auf Kosten der deutschen Steuerzahler dort sein Abitur vor einigen Jahren machte. Dieser Rennfahrer gibt aber dem Staat nichts zurück, sondern zahlt heute seine Steuern in der Schweiz. Armes Deutschland.
Das ist doch nichts Neues, dass viele Engagierte ihr Auskommen im Ausland (bevorzugt Schweiz) suchen und finden. Und ehrlich gesagt: Das, was der deutsche Steuerzahler an Bildung ausgibt, ist wirklich nicht mehr, was als Wursthaut nach einer Brotzeit in die Tonne wandert. Was ist von einem Staat zu halten, dessen Steuern dermaßen verjuxt werden und dessen Umverteilungspolitik zum Nutzen von immer Wenigeren gemacht wird (Lobbyismus). Fiiii

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Orthogräfin 19.11.2010, 10:41
13. Das Land der Dichter und Denker...

Zitat von
JA - wir sind das SEBASTIAN VETTEL GYMNASIUM
So steht es auf der Homepage der Schule.

Es istt ziemlich beeindruckend, daß die Kollegen es noch nicht einmal schaffen, den Namen ihrer Schule richtig zu schreiben:
Sebastian-Vettel-Gymnasium

Wann gibts die erste Daniel-Küblböck-Hauptschule oder die erste Menowin-Fröhlich-JVA?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
avollmer 19.11.2010, 11:37
14. Wer im Glashaus sittztt solltte nichtt mitt Stteinen werfen

Zitat von Orthogräfin
So steht es auf der Homepage der Schule. Es istt ziemlich beeindruckend, daß die Kollegen es noch nicht einmal schaffen, den Namen ihrer Schule richtig zu schreiben: Wann gibts die erste Daniel-Küblböck-Hauptschule oder die erste Menowin-Fröhlich-JVA?
Unsere Sprache ist lebendig und sollte sich die Missachtung des wortbindenden Bindestrichs durchsetzen, durch schiere Nichtanwendung, dann wird dies zur korrekten Schreibweise.

Zumal das Internet ein hermetischer Kulturraum ist, für den abweichende Regeln gelten können. Das Netz mit all seinen Facetten ist in der Ausdrucksweise nicht nur einem Dialekt gleichzusetzen, sondern einer kompletten und komplexen Regionalkultur. So selbstverständlich wie friesische Kultur und Plattdeutsch sollte man auch die Internetkultur und das Webbische als Ausdrucksformen der deutschen Sprache und ihres Kulturraums akzeptieren.

Interessanter ist es in den nächsten Jahren die neue Konnotation des Wortes Vettel zu beobachten. Der Ausdruck "alte Vettel" im Zusammenhang mit der Fasnet-Figur oder einer garstigen älteren Frau wird an Bedeutung und Wahrnehmung verlieren. Vielleicht wird ein Wortkonstrukt "alter Vettel" für einen rasanten Autofahrer sich ins kollektive Sprachbewusstsein eingraben, wer weiß?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2