Forum: Leben und Lernen
Sieben falsche Gründe für den Doktor: Bitte, lassen Sie es bleiben

Es gibt 1000 gute Gründe für*eine Promotion - und sieben klare Warnsignale, die gegen einen Doktor sprechen. Der Kasseler Forschungsreferent Wolfgang Adamczak*mahnt, nicht aus Langeweile, Feigheit oder weil Papa einen Dr. hat, zu promovieren. Profs fehle leider*oft der Mut zum Neinsagen.

Seite 1 von 6
KarlKäfer 06.04.2011, 13:19
1. ....

Es fehlt noch mindestens einer der falschen Gründe:

Wenn die hochgelobte Zukunftstechnologie-Branche der Meinung ist, ohne Doktor taugt der zukünftige Arbeitnehmer nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mulharste 06.04.2011, 13:24
2. -

Zitat von sysop
Es gibt 1000 gute Gründe für*eine Promotion - und sieben klare Warnsignale, die gegen einen Doktor sprechen. Der Kasseler Forschungsreferent Wolfgang Adamczak*mahnt, nicht aus Langeweile, Feigheit oder weil Papa einen Dr. hat, zu promovieren. Profs fehle leider*oft der Mut zum Neinsagen.
Zitat von artikel
Ob Vater, Mutter, Bruder oder Schwester - bei Studierenden, die zu Hause ein akademisches Umfeld erfahren haben, ist die Neigung, sich auf den Weg einer Promotion zu begeben, eher vorhanden als bei Studierenden aus bildungsferneren Schichten.
Aber sonst gehts? Bildungsfernere Schicht, nur weil Prof nicht davorsteht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brain_in_a_tank 06.04.2011, 14:02
3. ....

Ja kann an denn nur noch nach einem Examen promovieren? So wie bei SPON momentan die Artikel geschrieben, glaubt man, es dreht sich nur noch um den Dr.jur., die Naturwissenschaft wird dabei stets ausgeblendet.

Vielleicht kann mir mal jemand erklaeren, was Jura zu einer Wissenschaft macht? Wenn ueberhaupt, dann doch nur in Verbindung mit einer anderen wissenschaftlichen Fachrichtung, aber Jura alleine kann doch nicht einen wissenschaftlichen Anspruch erfuellen. Also warum ueberhaupt in Jura promovieren? Doch nur wegen des Titels. Insbesondere diejenigen, die einen Dr.jur. tragen, tragen doch damit dazu bei, dass das Ansehen einer Promotion runtergezogen wird. Wieviele, die in diesen Fach promovieren, beabsichtigen anschliessen eine wissenschaftliche (???) Laufbahn einzuschlagen und an der Uni zu bleiben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
solitube 06.04.2011, 14:08
4. ..

Zitat von Mulharste
Aber sonst gehts? Bildungsfernere Schicht, nur weil Prof nicht davorsteht?
man kann auch alles falsch verstehen wenn man will. ;)

da steht allenfalls, dass eventueller druck aus der familie nicht der grund fürs promovieren sein sollte. stimmt ja auch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mundi 06.04.2011, 14:11
5. Doktor, aber mit Qualitätsprüfung.

Zitat von KarlKäfer
Es fehlt noch mindestens einer der falschen Gründe: Wenn die hochgelobte Zukunftstechnologie-Branche der Meinung ist, ohne Doktor taugt der zukünftige Arbeitnehmer nichts.
Der Doktortitel sollte der Einstieg in die Laufbahn eines Forschers und Lehrers einer Universität sein. Der Nachweis, selbstständig wissenschaftlich arbeiten zu können, sollte an einem Forschungsinstitut mit echten Ergebnissen nachgewiesen werden. Dazu wäre ein Zeitrahmen von etwa 5 Jahren nach Studienabschluss nötig.
Die Ergebnisse sollte selbstständig in einer Fremdsprache verfasst werden. Zur Bewertung sollte man auch einen ausländischen Hochschulprofessor mit heranziehen.

Die Möglichkeit, andere Gedanken nach einem Roten Faden zusammenzuschreiben, das Papier dann Dissertation zu nennen, und dafür an der Klingel den Namen mit dem Doktortitel zu verzieren, sollte nicht mehr möglich sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k4l 06.04.2011, 14:15
6. nt

was mir in dem artkel komplett fehlt, dass es gar nicht so einfach ist eine promotionsstelle zu finden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hador 06.04.2011, 14:28
7. Nein, keinen Titel....

Zitat von brain_in_a_tank
Ja kann an denn nur noch nach einem Examen promovieren? So wie bei SPON momentan die Artikel geschrieben, glaubt man, es dreht sich nur noch um den Dr.jur., die Naturwissenschaft wird dabei stets ausgeblendet.
Auch in den Naturwissenschaften können sie in den allermeisten Fällen nur nach einem erfolgreich abgeschlossenen Examen promovieren. Die meisten Unis haben in ihren Promotionsordnungen inzwischen entsprechenden Formulierungen. An machen Unis werden sogar bestimmte Notendurchschnitte für eine Zulassung zur Promotion gefordert. So kann man z.B. an der Uni Heidelberg nur dann in Physik promovieren wenn man zuvor ein Uni-Diplom mit einer Note besser als 2 sein eigen nennt.

Natürlich gibt es Ausnahmeregelungen, aber ganz ohne Examen gehts in 99% aller Fälle nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
VPolitologeV 06.04.2011, 14:29
8. Ah...

Wer kein Stipendium kriegt, sollte sich fragen, ob er es drauf hat?

Vielleicht entging da dem Autor die Tatsache, daß auf jeden Stipendiaten neun Leute kommen, die keines haben. Nach dieser mathematischen Schwundformel hätten es im Jahr nur 2500 Doktoranden "drauf", 22500 wären nur unfähig...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hador 06.04.2011, 14:31
9. Nein, keinen Titel....

Zitat von mundi
Der Doktortitel sollte der Einstieg in die Laufbahn eines Forschers und Lehrers einer Universität sein.
Im Grunde haben sie meine volle Zustimmung zu dem was sie schreiben.

Wenn man aber diesen einen Punkt tatsächlich wörtlich nehmen würde, dann würde in Deutschland praktisch niemand mehr promovieren. Bei der geringen Anzahl von unbefristeten Stellen, die es in Deutschland an Forschungsinstituten oder Unis nur noch gibt kann man nicht ernsthaft erwarten, dass alle Doktoranden ernsthaft dieses Ziel anstreben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6