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Smartphone-Verbot auf Klassenfahrt: "12.000 Nachrichten auf meinem Handy - völlig ver
Fabienne Kinzelmann

Auf Klassenfahrt einen Gletscher besteigen und dann nicht mal ein Selfie posten - gibt es etwas Grausameres für Schüler? Schweizer Jugendliche haben den kollektiven Handyverzicht geprobt. Hier sind ihre Entzugserscheinungen.

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archi47 29.10.2015, 12:01
1. Umgang mit diesen Medien im Betrieb

Schon vor 10 Jahren haben wir den privaten Gebrauch dieser Medien im Betrieb untersagt. Am Anfang haben wir es hingenommen. Bis dann immer mehr Fehlleistungen durch Schusseligkeiten die Qualität unserer Arbeit beschädigte. Manche Mitarbeiter konnten während der Chefbesprechung es nicht über sich bringen, den Handyanruf nicht entgegenzunehmen. Also hörte ich: "Entschuldigung, da ist meine Freundin. Ich muß mal schnell ... " - und dann stand ich daneben und wartete bis das vorbei war. Solange die Arbeitsergenisse paßten habe ich das noch hingenommen. Als es gerade bei den derart "Abhängigen" zu ernsten Fehlern kam, kam auch das Handyverbot.
Wir benutzen unsere Mailaccounts nur betrieblich. Ich selbst halt mich von "sozialen" Netzwerken fern, bis auf Xing als Ausnahme - und bin gut damit gefahren. Nach einer Woche Urlaub befindet sich auf meinem Betriebsmailaccount trotzdem ca. ein halbes Tausend Schrottmails. Der Spamfilter reduziert zwar, aber die Spamer finden immer wieder neue Absender und Müllsysteme ...
Ich kann mir nicht vorstellen, daß es noch zu nennenswerten Arbeitsleistungen oder einem angemessenen Sozialverhalten kommen kann, wenn man sich diesen Medien unterwirft.

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schneemann3 29.10.2015, 12:04
2. und wo

kommen jetzt die 12.000 Nachrichten her, die nur reisserisch im Titel auftauchen?

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Gerdd 29.10.2015, 12:14
3. Sehr gut!

(aber wo die Zahl 12000 herkam, wüßte ich auch gerne.)

Zitat: "Ich wollte den Schülern zeigen, dass sie das schaffen können. Wenn die Jugendlichen am Ende ihrer Schulzeit keine Angst mehr vor Herausforderungen haben, dann haben wir alles richtig gemacht."

EIn ausgezeichnetes Fazit. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß man das auch mit Erwachsenen machen kann, die diese Erfahrung in ihrer Jugend verpaßt haben. Für den Anfang stelle ich mir die bayrische Staatskanzlei vor - dann versteht man dort auch das Motto "Wir schaffen das." - und als kleiner positiver Nebeneffekt wäre da eine Woche ohne Radau aus der Richtung ...

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_gimli_ 29.10.2015, 12:21
4.

Zitat von archi47
Schon vor 10 Jahren haben wir den privaten Gebrauch dieser Medien im Betrieb untersagt. Am Anfang haben wir es hingenommen. Bis dann immer mehr Fehlleistungen durch Schusseligkeiten die Qualität unserer Arbeit beschädigte. Manche Mitarbeiter konnten während der Chefbesprechung es nicht über sich bringen, den Handyanruf nicht entgegenzunehmen. .......
Lassen Sie mich raten: Ihre Firma gehört zu denjenigen, die sich über Nachwuchsmangel beschwert. Und Homeoffice ist auch eine ganz üble Sache.
Ohne Frage muss die Nutzung von Medien zu privaten Zwecken während der Arbeit von allen Beteiligten mit Augenmaß stattfinden. Aber wer das Kind mit dem Bade ausschüttelt, hat etwas Grundsätzliches nicht begriffen, wo der Trend hingeht.

Meine Firma (Großkonzern) toleriert Anwendungen wie WhatsApp zu privaten Zwecken auf dem Firmenhandy, erlaubt explizit die gelegentliche Nutzung des Internets zu privaten Zwecken und betreibt ein internes Social Network. Der Kontakt zu Kunden und Partnern wird u.a. über Facebook und Youtube gehalten.

Und die Leute werden angehalten, 1-2 Tage pro Woche Homeoffice zu machen (Stichwort: Flexible Office-Konzept)
So klappt's auch mit dem Nachwuchs. Und das funktioniert in der Praxis, wenn man die richtigen Leute einstellt.
Grüße aus dem Mittleren Management

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hektor2 29.10.2015, 12:26
5. Gut und schlecht

Gut finde ich die Aktion der Klasse! Habt Ihr gut gemacht und wahrscheinlich noch mehr über einander gelernt. ;-)

Schlecht ist die Überschrift mit den 12000 Nachrichten. Mal kurz runterrechnen: Bei 7 Tagen wären das pro Stunde 71,43 Nachrichten.

Kann ich mir nicht vorstellen.

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k.os11 29.10.2015, 12:35
6. Alles lesen

Die 12.000 Nachrichten, sagt er, hatte einmal einer der Schüler morgens in den Sommerferien.

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nightman2nd 29.10.2015, 12:36
7. Klassenfahrt ohne Notfallalarmierung?

Sicher, ein restriktiver Umgang mit dem Smartphone ist immer sinnvoll.
Ein Handy-Verbot - gerade auf Klssenfahrten - ist aber wegen der dadurch unmöglichen Notfallalarmierung eher gefährlich und somit im Notfall fahrlässig. Zudem wird hier unter anderem das Schutzbedürfnis der Schüler als auch das der Eltern ausgehebelt. Aus dieser Sicht ist ein Handyverbot auf Klassenfahrten verantwortungslos.

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schlüsselkind 29.10.2015, 12:36
8. @Schneemann:

Die finden sich in den Erlebnisberichten der Schüler, in der Mitte des Artikels. Man muss sich durch die Bilder klicken und stößt dann auf den Bericht des Schülers Max S., der das erzählt.

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darthmax 29.10.2015, 12:37
9. Völlig normal

Es ist den Kindern die Benutzung von Smartphones während der Schulzeit ( auch in den Pausen ) und auch auf Klassenfahrten verboten.
Das ist teilweise dem Datenschutz zu verdanken, es soll verhindert werden, dass Kinder Photos ihrer Klassenkameraden ohne deren Zustimmung im Netz veröffentlichen.
Die Kinder sollen auch miteinander kommunizieren, anstatt auf dem Handy rumzuspielen, und erfreulicherweise: es klappt.
In den Gymnasien Hamburgs von den Schulen so verabschiedet.

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