Forum: Leben und Lernen
Smartphone-Verbot auf Klassenfahrt: "12.000 Nachrichten auf meinem Handy - völlig ver
Fabienne Kinzelmann

Auf Klassenfahrt einen Gletscher besteigen und dann nicht mal ein Selfie posten - gibt es etwas Grausameres für Schüler? Schweizer Jugendliche haben den kollektiven Handyverzicht geprobt. Hier sind ihre Entzugserscheinungen.

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Mr T 29.10.2015, 18:24
70. smiley

Zitat von EMU
Dafür gibt's die Smileys. Ich find es unheimlich praktisch - vor allem, weil man nie wieder darüber streiten muss, wer wann was gesagt hat.
manchmal ist es aber besser whenn man nicht mehr weiss, wer was genau gesagt hat. Wobei das oefters bei Whatsup auftritt als beim persoenlichen Gespraech. Da hilft auch kein smiley, das ist schliesslich das Zeichen von vollgedroehnt zu sein ...

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spon-facebook-10000053178 29.10.2015, 18:48
71. Eine Woche ohne Handy?!?!

Kann mich noch gut an meine Jugendzeit erinnern. Drei vier Mal im Jahr wurden einwöchige Fahrradtouren mit dem CVJM gemacht. Immer so zwischen 30 und 50 Km(Kam uns allerdings gar nicht als sportliche Herausforderung vor, da der tägliche Schulweg hin und Kann mich noch gut an meine Jugendzeit erinnern. Drei vier Mal im Jahr wurden einwöchige Fahrradtouren mit dem CVJM gemacht. Immer so zwischen 30 und 50 Km(Kam uns allerdings gar nicht als sportliche Herausforderung vor, da der tägliche Schulweg hin und zurück ja schon 16 Km betrug). Auf dem Gepäckträger Schlafsack und alles was man so für eine Woche braucht, auf dem Kopf – gar nichts. (Hätte in den 60iger und 70iger Jahren jemand einen Fahrradhelm gefordert….). Übernachtet wurde in Zelten oder Jugendherbergen. Telekommunikativer Kontakt zu Freunden war nicht nötig, die waren ja alle dabei, Kontakt zu den Eltern war nicht möglich, da die Meisten zu der Zeit noch gar kein Telefon hatten und man auch froh war mal eine Woche ohne gutgemeinte pädagogische Einwirkung zu genießen (wahrscheinlich vice versa). Hätten wir jetzt allerdings noch den zusätzlichen Stress einer Handyabstinenz zu ertragen gehabt – ich glaube dann hätten wir das nie geschafft.

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gtunstall 29.10.2015, 19:21
72.

Zitat von nightman2nd
Sicher, ein restriktiver Umgang mit dem Smartphone ist immer sinnvoll. Ein Handy-Verbot - gerade auf Klssenfahrten - ist aber wegen der dadurch unmöglichen Notfallalarmierung eher gefährlich und somit im Notfall fahrlässig. Zudem wird hier unter anderem das Schutzbedürfnis der Schüler als auch das der Eltern ausgehebelt. Aus dieser Sicht ist ein Handyverbot auf Klassenfahrten verantwortungslos.
oh je, ich geh jetzt meine alten Lehrer verklagen; wegen Verantwortungslosigkeit. Ne Moment, damals gab's noch keine Handys. Ups. die poehsen Lehrer. Was ist bitte "fahrlaessig" dann ? es gibt "fahrlaessig autofahren" etc. aber fahrlaessig alleine ? so wie "du bist fahrlaessig, weil du kein handy dabei hast" ? Wieso, verursache ich UNfaelle oder so ? polemisch dummgeschwatzt.

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mam71 29.10.2015, 20:08
73.

Zitat von hansglück
kann ich nur zustimmen. Hier , bei der Firma in der ich arbeite, wurden auch alle privaten Tablets und Notebooks verboten, sogar Internet Browser gibt es nur an speziellen Maschinen und nicht an jedem Arbeitsplatz. Geschätzt ist hat sich die Produktivität durch die Umstellung verdoppelt, so viel haben die Leute zuvor nur gesurft, Katzenbilder verschickt und Facebook gelesen.
Na, da haben Sie ja Glück, sie haben offenbar so einen Rechner und können hier binnen 15 Minuten 5 Beiträge abfeuern. Sehr produktiv! Aber nicht erwischen lassen, Sie Schlingel...

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EMU 29.10.2015, 20:09
74.

Zitat von Mr T
manchmal ist es aber besser whenn man nicht mehr weiss, wer was genau gesagt hat.
Klassisches Totschlagargument. Ein Manchmal ohne Begründung und ein man ohne Zielbeschreibung. Also als Argument wertlos.

Ich kenne zwar genügend Fälle, wo man hinterher bereut, etwas gesagt zu haben, aber keinen, wo Abstreiten etwas gebracht hat. Das Ergebnis war bisher immer (wenn so etwas in meinem Bekanntenkreis vorgekommen ist), dass man aufgehört hat, denjenigen ernst zu nehmen.

Leute, die hoffen, dass man sich später nicht mehr erinnert, was sie gesagt haben, haben ein generelles Kommunikationsproblem und sollten lieber daran arbeiten als an ihrer Fähigkeit, andere anzulügen, d.h. davon zu überzeugen, etwas nicht gesagt zu haben. Vielleicht sollten diese Leute auch mal ihr Vokabular eweitern und das Wort "Entschuldigung" dazulernen.

Im Übrigen erinnert mich das irgendwie an Blatters Argument dass man den Schiedsrichtern bei der Abseitsregel kein Messgerät geben sollte, weil es irgendwie Spaß machen soll, hinterher über Fehlentscheidungen streiten zu können.

Zitat von
Wobei das oefters bei Whatsup auftritt als beim persoenlichen Gespraech.
Häh? Also wenn man tippt, und vor dem Absenden nochmal überlegen kann, tritt also Ihrer Meinung nach eher auf, dass man etwas sagt, was man hinterher bereut? Sehr seltsame Vorstellung.

Was kommt als nächstes? Das man in Briefen noch nachlässiger ist, was man schreibt?

Zitat von
Da hilft auch kein smiley, das ist schliesslich das Zeichen von vollgedroehnt zu sein ...
Wie kommen Sie auf die Idee, das "das Zeichen" (welches der -zig Smileys auch immer sie als das allein zählende Smiley betrachten) "schließlich" das Zeichen für "vollgedröhnt" ist?

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Blackzxr 29.10.2015, 21:22
75. oh my god

14 tage Pfadfinder Lager mit 80 km anfahrt auf dem Rad..+ überlebungs Training. .wir haben es alle überlebt ohne Telefon. .ich vermisse die ruhige Zeit. .

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MindestRentner 29.10.2015, 21:25
76. °-°

Zitat von nightman2nd
Sicher, ein restriktiver Umgang mit dem Smartphone ist immer sinnvoll. Ein Handy-Verbot - gerade auf Klssenfahrten - ist aber wegen der dadurch unmöglichen Notfallalarmierung eher gefährlich und somit im Notfall fahrlässig. Zudem wird hier unter anderem das Schutzbedürfnis der Schüler als auch das der Eltern ausgehebelt. Aus dieser Sicht ist ein Handyverbot auf Klassenfahrten verantwortungslos.
Das ist genau das typische Argument der überbesorgten
Helikoptereltern. Falls es beim Lesen des Artikels untergegangen ist - es gab ein "Schulhandy", welches durchaus auch durch einige Schüler genutzt wurde...

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graf.koks 29.10.2015, 21:32
77. Als alter Furz möchte ich einmal sagen:

Ich frage mich ernsthaft, wie meine Generation (geb. 1950) überhaupt überlebt hatte. Ohne ständig zur Verfügung stehendem Kontakt nach außen müßten wir doch eigentlich wie die Fliegen gestorben sein. Man stelle sich das mal vor: Wir hatten wissentlich das Risiko auf uns genommen, im Stadtwald spazieren zu gehen, ohne die geringste Chance, im Notfall wenigstens die Polizei anrufen zu können. Auch sind wir wie die Lemminge dem Untergang entgegengelaufen, ohne dabei wenigstens Selfies oder höchstwichtige Nachrichten der Nachwelt zu überlassen. Wahrscheinlich sind deshalb Millionen von uns spurlos verschwunden und nie wiedergefunden worden.

Seien wir doch einmal ehrlich: Durch das Vollangebot der Kommunikationsmittel rund um die Uhr sind die Inhalte der Kommunikationen zu 90% inhaltlos und belanglos geworden.

Ein Handy ist eine feine Sache für dringende Zwecke, aber wie oft kommt das vor? Und Selfies gehören nun tatsächlich zu den albernsten Dingen, die die Welt hervorgebracht hat.

Handys und soziale Netze sind im Geschäftsleben unverzichtbar geworden. Aber auch nur dort. Im Privatleben ist das eigentlich überhaupt nicht wichtig. Klar, es macht Spaß, sich im SPON-Forum zu bewegen. Das gebe ich zu. Aber man kann ohne dem leben, ohne einen wirklichen Verlust zu erleiden.

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EMU 29.10.2015, 22:00
78.

Zitat von graf.koks
Im Privatleben ist das eigentlich überhaupt nicht wichtig.
Also ich finde ja, es ist deutlich praktischer, eine PERson anzurufen als ein Wohnzimmer oder einen Flur.

Aber eigentlich finde ich es am allerpraktischsten, dass ich jemandem einfach eine Nachricht schicken kann, wo ich weiss, dass er sie zeitnah bekommt, aber trotzdem nicht sofort seine aktuelle Tätigkeit unterbrechen und sich mit mir unterhalten muss.

Festnetztelefon? Hab ich seit 15 Jahren keins mehr.

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tweet4fun 29.10.2015, 22:06
79. Eine sonderbare Abhängigkeit der dritten Art

Ich verstehe die ganze Sache nicht. Es ist bei vielen Zeitgenossen einer Drogenabhängigkeit nicht unähnlich. 95% der Gespräche sind völlig unwichtig. Daß die meisten dabei auch das Geld aus dem Fenster werfen, die sich ansonsten aber mit Billigfutter bei Aldi versorgen, kommt dabei einem Witz gleich.

Ich besitze natürlich ein Handy. Ich benutze es allerdings selten. Im letzten Quartal habe ich genau zwei Anrufe getätigt: einen, um eine Verabredung aufrecht zu erhalten, weil ich im Stau steckte; und die andere, um meiner Frau zu sagen, in welchem Cafe ich saß, während sie auf dem Shoppingtrip war. Eingehende Anrufe landen in meiner Mailbox, um die ich mich genau dann erst kümmere, wenn ich mir die Zeit dazu nehme. Mein Handy klingelt auch nicht, es vibriert, weil ich die Umwelt nicht nerven möchte. „Soziale“ Netzwerke brauche ich überhaupt nicht. Für Emails und sonstigen Internetkram habe ich meinen PC am Schreibtisch. Und für Fotos habe ich meine Digitalkamera, weil die Bilder alleine schon wegen der viel größeren Linse weitaus besser werden. Meine Selfies sehe ich mir zweimal am Tag beim Zähneputzen an.

Ich hasse Abhängigkeiten, weil sie meine persönliche Freiheit einschränken. Immer wieder wundere ich mich darüber, daß gerade diejenigen, die sich voll gestresst nach mehr Freiheit sehnen, ständig mit dem Handy am Kopf rumlaufen. Die verzichten nicht einmal am Badestrand auf das Teil.

Eigentlich eröffnet sich da eine Geschäftsidee: Eine Handy-Entzugsklinik für Abhängige.

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