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Smartphones an Schulen: "Warum soll man Internet in der Klausur verbieten?"
DPA

Tablets und Smartphones in Klausuren: Niedersachsen will die Geräte als erstes Bundesland zulassen - allerdings ohne Internetzugang. Prüfungsexperte Jürgen Handke hält das für zu zaghaft.

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simie 11.05.2017, 13:04
1.

Im Interview werden gute Ansätze erwähnt. Diese sind jedoch weit von der Realität entfernt. In Zeiten in denen manche Schulen Smartphones komplett (selbst die Nutzung in den Pausen) verbieten, ist man noch weit von einer Nutzung solcher Medien im Unterricht, geschweige denn in einer Klausur, entfernt.

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GelengentlicherStephan 11.05.2017, 13:12
2. Da stellen sich Fragen

Unabhängig davon, dass es in manchen Fächern schwierig wird (auch Mathematik) Klausuren zu stellen, wenn das Internet zur Verfügung steht, drängt sich mir eine Frage besonders auf:
Was ist mit der Kommunikation mit anderen? Wenn meine Methodenkompetenz dann darin besteht, mit meinem schlauen Freund zu chatten... Würde mich mal interessieren, wie das an seiner Hochschule gelöst ist.

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sarkasmis 11.05.2017, 13:18
3. Recht hat der Professor

wo kämen wir denn hin, wenn wir Wissen weiter abprüfen würden? Das ist doch sowas von 20. Jhd.
Mal im ernst: Man darf reine Wissensvermittlung nicht unterschätzen. Um irgendwelche Transferleistungen zu erbringen benötigt man eben erst mal einen Datenschatz. Was bringen einem perfekte Grammatikkenntnisse, wenn man kein oder nur ein kleines Vokabular dazu hat?
Vor allem unterschätzen die meisten Bildungsforscher meiner Meinung nach den Trainingseffekt, den Faktenlernen mit sich bringt. Wenn man viel auswändig lernt vergrößert sich der Speicher, man kann sich mehr Sachen merken. Auch wird die Inputverarbeitung besser, man merkt sich das was man ließt, anstatt es beim nächsten Satz schon wieder vergessen zu haben.
Viele asiatische Schulsysteme fahren ein extrem orthodoxes Schulsystem mit viel "stupider" Auswendiglernerei ... und sind damit extrem Erfolgreich. Dagegen haben 5 Jahre Grün-Rot Baden-Württemberg in Pisa einen beispiellosen Bildungsabstieg beschert.

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Susi64 11.05.2017, 13:18
4. Zulässige Hilfsmittel

Im Prinzip kann man immer alles zulassen, also auch das (volle) Internet.
Das Problem daran ist, dass dann viele glauben, dass sie sich für die Klausur nicht mehr vorbereiten müssen.
Außerdem halte ich es nicht für sinnvoll, wenn man in der Klausur die Lösungen alter Klausuraufgaben verwenden kann. Dem kann natürlich vorgebeugt werden, es gibt halt keine alten Klausuren mehr im Internet.
Egal welche Hilfsmittel zulässig sind, es ist immer nur eine begrenzte Zeit und wer lange sucht, der findet wenig.
Weiterhin können Klausurteilnehmer über das Internet mit einander kommunizieren, also elektronisch abschreiben. Ich denke nicht, dass das wirklich sinnvoll ist.
Auf der anderen Seite müssen natürlich Wörterbücher, Formelsammlungen, .... heute nicht mehr als Buch vorliegen sondern eben als ebook. Dann würde aber ein ebook-Reader genügen, wobei hier die Frage steht wozu brauche ich einen ebook-Reader, außer für die Klausur?
Vielleicht werden aber eben nicht nur Klassensätze Taschenrechner für eine klausur angeschafft sondern auch ebook-Reader, die genau das enthalten, was zulässig ist.
Letzlich ist es eine Frage der Klausurgestaltung. Internet würde ich nicht zulassen, leider kann man es nicht einfach ausschalten (lassen).

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kepplerd 11.05.2017, 13:23
5. Vollkommen

richtig. Das ganze schulische Prüfungssystem ist veraltet und prüft in keinster Weise Dinge, die im späteren Arbeitsleben benötigt werden. Ein Internetzugang in Klausuren ist ein erster Schritt um dieses steinzeitliche "ruhig in einem Raum sitzen und die Prüfungsaufgaben fast ohne Hilfsmittel alleine erledigen" abzulösen.

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bienchen-maja 11.05.2017, 13:24
6. Sinn?

Ich kann da irgendwie den Sinn des Ganzen nicht erkennen.

Entweder soll das Internet gesperrt werden, dann ist auf den Geräten vermutlich auch nicht mehr als das, was es auch traditionel in Prüfungen gibt (Taschenrechner, Lexikon oder Formelsammlung).

Oder das Internet wird freigegeben und die Prüfungsaufgaben so gestellt, dass es keine Hilfe ist.

"Wenn Sie im Unterricht aber Kompetenzen vermitteln, etwa Berechnungen in der Mathematik, Analyseaufgaben, Recherchetechniken, und diese dann später abfragen, dann nützt Ihnen das Internet in der Prüfung herzlich wenig."

Was bleibt ist schlicht ein enormer Aufwand für die Aufsicht, in Prüfungen eine Kommunikation unter den Schülern mit den Geräten zu verhindern. Also: Wofür das Ganze?

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der_unbekannte 11.05.2017, 13:27
7. Skeptisch

Ich weiß nicht ob es wirklich effektiv ist Taschenrechner, Wörterbuch und Formelsammlung durch Tablets bzw. Smartphones zu ersetzen. Gerade bei MINT-Klausuren fände ich es total umständlich ständig zwischen Formelsammlung und Taschenrechner App umswitchen zu müssen. Auch stelle ich es mir schwierig vor eine eigene Formelsammlung am Tag vor der Klausur mühsam ins Smartphone eingeben zu müssen. Dann ist dies natürlich auch ein organisatorischer Aufwand, man muss schauen dass vor jeder Klausur Smartphone bzw. Tablet immer voll aufgeladen sind, das sind alles Stressfaktoren.

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dr_jp 11.05.2017, 13:28
8. Experte von digitaler Irrlehre?

Ich würde sagen, dass Herr Prof. Hanke mit dem was er schreibt, mitnichten ein Experte ist und das aushebelt, was z.B. Manfred Spitzer und viele Schulvertreter aus Erfahrung sagen. Smartphones haben an Schulen nichts verloren. Und schon gar nicht in Klausuren. Mein Sohn darf im Internat auch das Smartphone nur zu ganz gewissen Zeiten nutzen; viele Internate sind für ein generelles Verbot. Dass die Schüler nicht intelligenter werden, zeigt sich alleine daran, dass das Abitur immer leichter wird und die Abiturienten an die Uni kommen und kaum etwas können; vor allem in Mathematik. Kopfrechnen und logisches Denken ist mangelhaft. Bzgl. der digitalen Lehre: Mir wurde an der TU München vorgeschlagen, die Vorlesung ins Netz zu stellen. Das hatte ich verneint, da die Studenten in die Vorlesung kommen sollten. Irgendwas stimmt hier meiner Meinung nach nicht mehr und ich finde den Ansatz von Herrn Handke kontraproduktiv und dazu gefährlich für die Entwicklung unseres Schulsystems. Es gibt nämlich auch noch was anderes als Tablets und Smartphones.

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Phil2302 11.05.2017, 13:28
9. Bei uns gab es den Fall

dass Schüler sich die Klausur abfotografiert haben, das verschickt haben, und sich dann von einem Studenten die Lösungen schicken haben lassen. Was ist mir solchen Methoden? Davon ab möchte ich die Klausur sehen, die man mit Google nicht gelöst bekommt.

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