Forum: Leben und Lernen
Soldaten-Kinder erzählen: Als Papa in den Krieg zog

Wie fühlt es sich an, wenn der Vater nach Afghanistan geschickt wird, um zu kämpfen? Lena, 10, und Lina, 11, wissen das: sie haben es erlebt. Dein SPIEGEL über ihre Sorgen, ihre Abende vor der Webcam - und eine kleine Schildkröte, die ihrem Papa Glück gebracht hat.

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Alter_Reservist 03.02.2010, 12:44
60. Ach der Gerd & Joschka...

Zitat von ullameyko
xxxxxxxx Dann haben sich die ermordeten Zivilisten also freiwillig zum Sterben gemeldet? Leider gibt es genug kriegsbereite Verrückte, sonst wäre Besetzung hat viele Gesichter. Wenn ich Checkpoints errichte und die Menschen erschiesse, die sich diesen nähern - ist das nun Besatzung oder nicht? Jedenfalls dürfen die Afghanen im eigenen Land nicht mehr machen was sie wollen. Ich find es auch schlimm wie die Familie von dem Offizier Beck sich hier instrumentalisieren lässt. Aber es bleibt ja jedem überlassen seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Ich war übrigens 1969-1970 Schreibkraft beim Bund und mein erster Mann war Soldat. Ich kenne den bescheuerten Betrieb von innen und bekämpfe ihn seitdem mit den mir eigenen Mitteln (mit der Sprache!)
Amnesie?

Dies ist die dritte Regierung die in die Entscheidung involviert ist.

Und nicht vergessen -> Joschka und "uneingeschränkte Solidarität" Gerd waren die ersten :-)

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Marsellus1978 03.02.2010, 18:31
61. Mir ist schlecht...

Guten Abend,

als Soldat der im Auslandseinsatz steht, ist mir bei einem Großteil der Aussagen und Kommentare speiübel geworden.

Da ich an bestimmte Werte glaube, aus tiefstem Herzen Idealist bin und es mir ein gutes Gefühl gibt, Deutschland etwas zurückzugeben, darf ich also keine Kinder bekommen und lieber mit meinem Gewehr ins Bett gehen. Ich altes Ar...l....!

Und als potentieller Mörder sollte ich am besten die ganze Zeit im Auslandseinsatz verbringen... Ist ja gefährlich mich in Deutschland auf die Straße zu lassen...Achja, ich verdiene hier ja super! Da darf ich schießgeiler Killer ja nicht meckern.

Bitte, alle die gegen die Bundeswehr sind: WÄHLT LINKS!

Dann werdet ihr ja sehen wohin das führt!

Und Deutschland hält sich dann aus allem raus, dann werden wir ja auch in Ruhe gelassen. Diese Werte sollte man Kindern wohl beibringen und nicht Werte wie Treue, Ehrlichkeit, Loyalität, Pflichtgefühl, Pünktlichkeit und für das einstehen an das man glaubt.....

Ich ziehe mich jetzt wieder in mein Schützenloch zurück...

Denk ich an Deutschland in der Nacht...

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Rainer Helmbrecht 04.02.2010, 08:05
62. Titel verweigert!

Zitat von brati92
... Lieber hängen sie ihren Vorurteilen und Vorverurteilungen nach. Ist ja schließlich auch viel einfacher, als sich mit der komplizierten Wirklichkeit auseinderzusetzen .....
Sie sehen das natürlich aus Ihrer Sicht und schließen aus, dass es Menschen gibt, die auch Gründe haben, sich anders zu entscheiden.

Es gibt (immer noch) eine große Anzahl Menschen, die den WKII erlebten und sich da auch noch gut erinnern können, was das bedeutete. Da sehe ich z.B. keinen Grund ein fremdes Volk, welches seit über 30, sogar 150 Jahren von Krieg überzogen wird, auf Wunsch eines US Präsidenten ebenfalls mit Krieg zu überziehen.

Hinzu kommt, dass Krieg auch durch eine entschlossene Diplomatie verhindert werden könnte, allerdings gibt es dann keine Kriegsgewinnler.

Keine Waffenhändler, keine Weiterentwicklung von Waffen, sodass Deutschland, als einer der größten Waffenexporteure auch ein Interesse hatte.

Die Wirklichkeit ist gar nicht sooo kompliziert. Ein Staat unterhält Soldaten, um das eigene Land zu schützen. Da die Afghanen uns nicht angegriffen haben, brauchen wir uns nicht zu schützen. Dieses ganze Konstrukt aus UN, Nato und deutscher Geschichte, ergibt keinen Grund einen Krieg zu führen.

Die Seeräuber um Somalia haben Deutschland auch nicht in einen Krieg gezwungen. Das sind Verbrecher, aus welchen Gründen auch immer, eben so wie die Al Kaida. Das ist kein Staat der uns angreift und das rechtfertigt keinen Krieg.

Oder wollen Sie Krieg gegen die Mafia führen und Italien überfallen;o).

Ich nehme es einem Soldaten nicht ab, dass ihn die Sorge um Deutschland zu diesem Job geführt hat. Ganz im Gegenteil, ich erinnere mich noch, dass Soldaten die in der Türkei das erste Mal einen Auslandseinsatz machten, nachträglich den Wehrdienst verweigerten, weil sie nach 25-30 Jahren Frieden, nicht mit der Waffe in der Hand kämpfen wollten.

Wer das heute machen will, hat mit Sicherheit nicht nur die Freiheit im Sinn, sondern (auch) die Karriere für sein privates Leben.

MfG. Rainer

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Ursprung 06.03.2010, 01:06
63. in den Krieg

ja, ich kann Ihnen schildern, wie der Vater war, als er in den Krieg zog:
fesch!
Und ich kann Ihnen schildern, wie er war, als er zurueckkam:
immer noch fesch.
Aber nur noch auesserlich. Er betrog meine Mutter mit anderen, verzechte das Mobiliar, ertraenkte meine Katze und gerierte sich despotisch. Und machte meiner Mutter noch drei Kinder.
Fuer die alle dann seine Eltern sorgen mussten.
Also kann der Krieg nicht gut gewesen sein, der dann 1945 zu Ende ging.

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