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Soziale Medien in Schulen: Baden-Württemberg verbietet Lehrern Facebook-Nutzung
dpa

Schulen dürfen Fanpages bei Facebook pflegen, Lehrer sollen soziale Netzwerke nicht dienstlich nutzen: Baden-Württemberg hat neue Regeln für das Internet im Unterricht erlassen - aus Datenschutzgründen. Pädagogen kritisieren sie als unpraktikabel.

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wastl300 22.07.2013, 21:22
200. Mit D geht´s bergab

Zitat von ollifast
Kein Informatikunterricht, keine Differenzierung zwischen kritischer und unkritischer Social-Media-Nutzung, nur Bürokratengesülze von unfähigen ewig Gestrigen, das ist unsere tolle mit unseren Steuergeldern gepäppelte Ministerialbürokratie, diesmal in grün-roter Ausprägung. Aber klar doch, wir erwarten dann ohne Ende Steuereinnahmen von gut ausgebildeten jungen Menschen, die wissenschaftlich kritisch und mündig sind sowie weltweit konkurrenzfähige Produkte entwickeln, um die Rente dieser Amtsschimmeltreiber und Ärmelschonerträger zu bezahlen, oder ?
wenn Facebook schon als Informatikunterricht gewertet wird, hat D keine Zukunft mehr.

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joachim_m. 22.07.2013, 21:22
201.

Ich frage mich, wie wir es damals (Sie wissen schon, kurz nach der Steinzeit, also in den 1960er und 1970er Jahren ohne Internet überhaupt etwas lernen konnten, wie wir es geschafft haben, das alle wussten, wann eine Arbeitsgemeinschaft stattfindet etc.

Aber noch etwas ernster: Das persönliche Daten von Schülern nicht durch die Schulen auf Servern gespeichert werden dürfen, die nicht den Schulbehörden gehören und das vor allem die Daten nicht über das Internet laufen dürfen, es sei denn, sie sind so verschlüsselt, dass selbst Geheimdienste diese allenfalls dann knacken können, wenn sie sehr viel Zeit und Geld investieren, das versteht sich doch wohl von selbst, oder? Offensichtlich bei PISA-geschädigten Lehrern nicht, wenn das KM sogar einen entsprechende Anweisung herausgeben muss; allerdings will ich nicht wirklich wissen, was die Schüler bei solchen Lehrern lernen!

Und nein, es geht nicht um komplizierte Software oder anderes, es geht schlicht und ergreifend um Faulheit bei der Planung von Schulveranstaltungen: Wir wussten schließlich früher auch ohne Internet, wann eine AG stattfindet, wir bekamen von den Lehrern Kopien und diese Spiritusabzüge und vieles mehr - ganz ohne Internet. Und Facebook etc. sind keine Kommunikationswege, schon deshalb nicht, weil nicht die Schule zu bestimmen hat, wer sich bei Facebook anmeldet - und wenn die Kommunikation über Facebook läuft, müssen sich zwangsweise alle Schüler dort anmelden! Und solange persönliche Rechner mit Internetflatrate nicht im Rahmen der Lehrmittelfreiheit an alle Schüler ausgegeben werden, verbietet sich so eine Vorgehensweise sowieso, schließlich gibt es auch Schüler, deren Eltern sich keinen Internetanschluss leisten können: Oder dürfen die heute erst gar nicht mehr auf das Gymnasium - oder kommen die deswegen nicht auf das Gymnasium, weil man durch die Strukturen des Bildungssystems wieder dafür sorgt, dass die nicht auf das Gynmasium kommen?

Aber wie gesagt: Das so ein Erlass überhaupt notwendig ist, spricht gegen die Qualität unsere Schulen als Bildungseinrichtung!

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kiwi1975 22.07.2013, 21:24
202. @schinge

sorry, das hab ich mich auch gefragt... Das müsste die Lehrerin ja dann wohl IRGENDWIE mitteilen.Oder? ABER WIE? LOL

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einzel haft 22.07.2013, 21:25
203. Nun ja, ...

Zitat von kiwi1975
Ich wohne im Schwabenländle und die Lehrerin meines Sohnes kommuniziert fast täglich mit uns Eltern. Allerdings per e-mail.Mal sehen, wann sie das erste Mal eine verschlüsselte e-mail sendet. Ach ja, "unser" Ministerpräsident ist GRÜN!!!! Ich finde das sehr gut.Passende Reaktion
Die Regeln sind recht klar, wenn auch unbefriedigend, sie stammen aus der Zeit vor den Grünen. Sehen Sie sich bitte einmal die Unterlagen des Landes zur Nutzung von eMail und privaten PC für dienstliche Belange an Hinweise dazu im Bericht - grauenhaft, wie mit persönlichen Daten der Schüler und Eltern umgegangen wird.

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arimahn 22.07.2013, 21:25
204.

Zitat von wastl300
wenn Facebook schon als Informatikunterricht gewertet wird, hat D keine Zukunft mehr.
Die Alternative wäre an den meisten Schulen sowas wie PASCAL. Wäre das besser?

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shareman 22.07.2013, 21:28
205. Ach ja

wer regiert da noch? Die Grünen. Die sind doch Verbotsmeister. Selber Schuld solche Spießer in die Regierung zu wählen.

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wastl300 22.07.2013, 21:31
206. Das ist das Problem

Zitat von Andr.e
Das Problem dürfte sein, eine Nachricht auf sozial-verträgliche Kürze herunterzubrechen. Ich seh sie förmlich vor mir, die Horde eingeschlafener Schüler, die vorm Aushang stehend nach der Hälfte des Textes einfach nicht mehr aufnahmefähig war...
keine Lesekompetenz, Aufmerksamkeitsdefizit, keinen Schwung mehr irgentetwas auf die Beine zu stellen. Am besten im stillen Kämmerchen mit "Gott und der Welt" kommunizieren ohne jemals ein "echtes" Gesicht zu sehen.

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Pinsel 22.07.2013, 21:33
207. Ein richtiger Schritt

Zitat von sysop
Schulen dürfen Fanpages bei Facebook pflegen, Lehrer sollen soziale Netzwerke nicht dienstlich nutzen: Baden-Württemberg hat neue Regeln für das Internet im Unterricht erlassen - aus Datenschutzgründen. Pädagogen kritisieren sie als unpraktikabel.
Das ist doch mal ein Schritt in dir richtige Richtung. Öffentlich rechtliche Bedenkenträger kontra FB. Ist das mit dem BND abgesprochen? Die profitieren doch ansonsten von der Datenprostitution unter FB!

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kumi-ori 22.07.2013, 21:36
208.

Zitat von poppi
Das sagt er übrigens mit keiner Silbe. Er sagt, wie es ist: Zum Teil sind Schüler und Eltern heute faktisch nicht mehr telefonisch oder per Mail zu erreichen. Das ist kein Quatsch, sondern Fakt. Natürlich kann er alles Organisatorische in der Schule erledigen, fraglich ist nur, warum man moderne Kommunikationswege nicht nutzen dürfen sollte. Ob es dann Facebook sein muss, ist durchaus diskussionswürdig, es gäbe Alternativen. Sehr fragwürdig ist allerdings, warum man Menschen, die nicht der eigenen Meinung anhängen, als "Flachpfeife" diffamieren muss.
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Wenn jemand die technischen Voraussetzungen hat, Facebook zu benutzen (beispielsweise einen PC und Internet-Anschluss), dann impliziert das doch, dass diese Person auch E-Mails zu lesen in der Lage ist. Un die meisten Eltern sind ja schon aus dem Facebook-Alter raus, und müssen zudem vielleicht auch mal mit anderen Erwachsenen kommunizieren. Manche haben sogar einen Beruf. Ich denke, es gibt noch immer mehr Eltern, die keine Facebook-Homepage haben, als Eltern, die nur über Facebook aber über nichts anderes kommunizieren.

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7eggert 22.07.2013, 21:36
209.

Zitat von Auf die Schnelle
(...) Fazit: Interne Facebookgruppe --> 2h und sämtliche Dinge waren geklärt. (...) Ansonsten gilt wie immer § 12 GG
Es gilt auch §2 GG sowie §8 europäische Menschenrechtskonvention, oder kurz gesagt, niemand darf genötigt werden, seine Daten bei Facebook einzugeben, um in die "interne" Gruppe zu kommen. Facebook darf nicht einmal erfahren, wer zusammen in einer Gruppe ist.

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