Forum: Leben und Lernen
Sozialerhebung: So leben Deutschlands Studenten
DPA

Es ist ein Spiegelbild der jungen Generation: Die neue Sozialerhebung zeigt das Leben von Studenten in Deutschland - wie viel Zeit, Geld und welchen Bildungshintergrund sie haben. Dabei gibt es gute Nachrichten, aber auch sehr bedenkliche.

Seite 6 von 13
HotRotz 26.06.2013, 14:26
50. Studienplanung tut Not!

Zitat von derdoctor
der Nachrichten sind heutzutage wohl normal. Ich möchte hier mal einen Einblick in meine Lage als Student geben ...
Erstmal was Vernünfiges lernen, dann nachdenken und dann erst studieren???

Meine Söhne (21/25) haben beide 2-3er Abi gemacht und sich dann erstmal eine Lehrstelle im Logistikbereich beim Global Player besorgt.

Nummer 1 studiert systemimmanent als Schiffahrtskaufmann. Company bezahlt anteilig den Bachelor mit vertraglicher Verpflichtung auf weitere fünf Firmenjahre im Management. Bingo!

Nummer 2 geht jetzt auf Tiermedizin los und hat Lehre als Speditionskaufmann absolviert. Bekommt Bafög, arbeitet nebenbei bei irgendeiner Spedition als studentische Fachkraft und "Logistik"" kann mit jedem Berufsbild verbunden werden. Nochmal bingo!

Beide haben Kohle, Auto, Wohnung und studieren ohne finanziell Not, weil sie einfach zuerst die Birne eingeschaltet und mal zweieinhalb Jahre in den sauren Lehrstellenapfel gebissen haben.

Wer heutzutage natürlich nach dem Abi auf die Uni geht und nachher arbeitslos ist, weil ihm jedwede Berufserfahrung fehlt, muss sich irgendwie in der heutigen Gesellschaft nicht mehr wirklich wundern! Die Zeiten sind vorbei...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jaakow 26.06.2013, 14:28
51.

Zitat von kenny1983
... das es ein Witz sein muss, dass über 50% eines Jahrganges studieren. Jeder darf anscheinend ein Studium aufnehmen. Ob man es gerade mal so über den 2ten Bildungsweg geschafft, oder ein Abitur von 4,0 vorgelgt hat scheint dabei egal zu sein. Die Durchfallquoten an der Uni sind meiner Meinung nach viel zu gering. Früher hatte man mal Respekt vor Leuten mit abgeschlossenem Studium ... heute schafft es jeder der brav 2 mal die Woche zur Uni geht. Problem daran ist allerdings, dass auch andere solide Dinge wie die "normale" Ausbildung an Stellenwert verliert. Heute gehört man mit einer "Ausbildung" im kaufmännischen Bereich ja schon fast zur untersten Mittelschicht ...
Scheinbar ist es für Sie ein echt großes Problem, dass sich jeder seinen Bildungsweg frei aussuchen kann. Ich schließe mal daraus, dass Sie im Leben so einige Male bevorteilt wurden. Oder einfach, weil Sie neidisch sind und selbst nie auf die Uni gehen durften?

Ihr gedachter Arbeitsalltag in der Uni lässt jedoch den Schluss zu, dass Sie keinerlei Ahnung haben. Seit Bologna hat die Arbeitsintensität an den Unis eher stark zugenommen, die Freiheiten und die Selbstverwirklichung eher abgenommen. Studieren ähnelt mehr dem schulischen System, was natürlich in vielen Bereichen nachteillig ist. Aber es ist einfach falsch zu behaupten, dass man mit "2 Mal in der Woche in die Uni gehen und ansonsten einfach chillen" durch das Studierendenleben kommt und hinterher einen guten Job kriegt. Sie glauben wohl, eine große Anzahl von Studenten sind faule Säcke, die am liebsten ihr Leben lang immatrikuliert sind, um die Vorzüge zu genießen? Bitte stellen SIE sich der Realität und informieren Sie sich mal genauer über das Alltagsleben von Studenten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
protoscorsair 26.06.2013, 14:28
52. Kann keine Problematik erkennen

Die hälfte der Studenten sind also aus einem höher gebildeten Elternhaus, die anderen 50% aus niedrigeren Bildungsshcichten. Wo ist das Problem. Mir zeigt es, dass es schinbar doch geht, als "Arbeiterkind" zu studieren. Klar ist der Anteild er Akademiker insgesamt in der Bevölkerung kleiner. Andererseits: Was zhat man denn davon, wenn am Ende alle Studiert haben? Dann bekommn eben Studenten ein Einstiegsgehalt, das früher ein Industriekaufmann bekam. So viele Akademiker schüren eben die Bildungsinflation...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wähldienull 26.06.2013, 14:29
53. Wo kommt das Geld her?

"Der Durchschnittsstudent lebt von 864 Euro im Monat". Das ist für meine Begriffe (selbst Student aus finanziell gesundem Hause) verdammt viel Asche. Selbst wenn ich Elternunterstützung, Ferienjobs, Geburtstags-und Weihnachtsgeld und den ein oder anderen Schein den es mal zwischendurch gibt nicht ansatzweise auf diese Summe. Da es mir nicht unbedingt schlecht geht und in Mainz auch nicht auf die günstigsten Mietpreise stoße frag ich mich, was manche Studenten (wohlgemerkt, 864 ist der Durchschnitt) für ein regelrechtes Luxusleben führen müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
net-zwerg123 26.06.2013, 14:30
54.

Zitat von bombus67
führen viele Studenten ein Leben auf Hartz IV Niveau. Und das freiwillig und mit einer Arbeitszeitbelastung von durchschnittlich 38 Std. Dafür aber hoffentlich später ein gut bezahlten Job...
Das wirklich Schlimme ist, dass Studenten keinerlei Anspruch auf H4 haben. Wer nach dem Bafög keinen Nebenjob findet oder sich nicht weiter verschulden will, hat ein echtes Problem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bobbi 26.06.2013, 14:31
55. Oh man

Zitat von di.fa
"Gut die Hälfte leben in einer festen Beziehung, darunter mehr Frauen als Männer." Das widerspricht offensichtlich jeder Logik. Es sei denn, ein wesentlicher Anteil der Frauen hat nur den Eindruck in einer festen Beziehung zu sein...
Ist ja nicht jeder mit einem Studenten liiert....daher ist die Aussage durchaus logisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ein_herr 26.06.2013, 14:32
56. falsch

Zitat von di.fa
"Gut die Hälfte leben in einer festen Beziehung, darunter mehr Frauen als Männer." Das widerspricht offensichtlich jeder Logik. Es sei denn, ein wesentlicher Anteil der Frauen hat nur den Eindruck in einer festen Beziehung zu sein...
Das widerspricht keiner Logik, da:

1. Gleichgeschlechtlichte Beziehungen mitgerechnet werden
und viel gewichtiger:
2. Stundenten (hier anscheinden vorallem weibliche) auch Beziehungen mit nicht studierenden haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LDaniel 26.06.2013, 14:33
57. Recht viel

Ich hätte auch nicht gedacht, dass doch so viel Geld da ist.
Und zum Thema Auslandsaufenthalte - das muss doch mal etwas der Realität angepasst werden:
95% der Auslandsaufenthalte sind reine Party-, Urlaubs- und Erlebnisreisen. Mit "Wissensvermehrung" hat das sehr selten etwas zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
henrypimpernell 26.06.2013, 14:33
58.

Muss richtig heißen: Jan ist Studentin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
protoscorsair 26.06.2013, 14:37
59. Ich weine gleich

Zitat von derdoctor
Fixkosten ohne Versicherung also: 498€. Das Durchschnittsbafög ist hier schon aufgebraucht. Semesterbeitrag 260€. Bücher im Schnitt 100€ pro Semester. Dazu noch Blöcke bzw. Schreibmaterial. Ab diesem Punkt sind die Bafögreserven erschöpft. Ohne Kaution, Versicherung, Lebensmittel. Nebenjobs mangels Jobangebote in Reckl. Nicht möglich. Also Studienkredit. Bzw. Elterliche Unterstützung. Ab diesem Punkt setzt die Verschuldung bzw. Abhängigkeit und der Klausurdruck ein. .
Wenn Du studierst, weist Du doch, dass du in deine Zukunft investierst. Reich ist im Studium (ihne Facebookidee) noch niemand geworden.
Nehmen wir an, Du hast am Ende des Studiums Kreditschulden von 15.000EUR. Nach dem Studium hast Du dann einen Anständigen Job, der besser bezahlt ist, als ohne Studium. Sagen wir im Schnitt über dein Berufsleben 60.000€ Brutto= 30.000netto. Wenn Du mit 30 fertig bist, bleiben dir 37 Berufsjahre. Dann musst Du über dein Berufsleben etwa 1,8% (5000€ zinsen eingerechnet) von Deinem Gehalt als Kredittilgung aufbringen. Klingt doch machbar.
Stopp: Das klappt nur, wenn Du etwas studierst, das der Arbeitsmarkt brauchen kann. Bei Japanischen Regionalwissenschaften mit Schwerpunkt lokaler Ausdruckstanz wird das natürlich schwerer...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 13