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Spaniens verschärfte Religionslehre: "Der Mensch kann ohne Gott nicht glücklich werde
AFP

In Spaniens neuem Lehrplan für katholische Religionslehre werden Abtreibung und Sterbehilfe ausgeklammert, andere Weltreligionen sind kein Thema mehr. Kritiker werfen dem Staat vor, sich der Kirche zu unterwerfen.

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Eduschu 17.03.2015, 06:41
1. Religion

Wo ist das Problem? Führt Ethik ein, da könnt ihr lehren was ihr wollt. In einem konfessionellen Unterricht soll ausschließlich über die Konfession gesprochen werden? Überraschung.

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keksguru 17.03.2015, 06:57
2. kulturelle Identität...

kaum ein Land ist so katholisch wie Spanien oder Italien. Das mußte ja so kommen :-)

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Lexington67 17.03.2015, 07:00
3.

"Die katholische Kirche wies die Kritik gegen die Lehrpläne zurück. "Die Angriffe sind ein Versuch, die Kirche im öffentlichen Leben an den Rand zu drängen", sagte José Miguel García, Direktor des Sekretariats der Bischofskonferenz, der Zeitung "ABC". "

Das ist auch richtig so, denn da gehört sie hin.
Man schaue sich nur die Reaktionen auf den Vorstoss der AsF Schleswig Holstein (SPD) an, Kirche und Staat wirksam voneinander zu trennen.
Am Ende ist es die Angst die ungerechtfertigten Privilegien zu verlieren.

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h-i-2224 17.03.2015, 07:15
4. Die Rechristianisierung Europas ist Programm der KK

spätestens seit dem Papstbesuch des Alten in London 2010, zu dem der deutsche Papst die Atheisten für die menschlichen Verwerfungen und Gräuel des letzten Jahrhunderts verantwortlich gemacht hatte, wurde zur Rechristianisierung Europas aufgerufen.

Aber das der Papst ausgerechnet die Atheisten, welche zuallererst im 3.Reich neben Gewerkschaftern, Kommunisten, Sozialisten, Freidenkern etc. von den christlich-katholischen Faschisten in die KZ gesteckt wurden, für die Gräuel der Christen vor allem im 2.WK verantwortlich gemacht hat, ist mehr als nur eine Lüge. Es ist ein eiskaltes Denken und Handeln der Macht der Christen willen, gegenüber allen Andersdenkenden.

Das Vergeben im christlichen Gebrauch sofort mit Vergessen einhergeht, kann man auch daran erkennen, dass der Papst wohl "vergessen" hat, dass es die Katholische Kirche gewesen ist, welche Hitler den Weg zur Macht geebnet hatte und auch nach dem 2.WK den NS-Verbrechern bei der Flucht hilfreich zur Seite gestanden hatte.

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großwolke 17.03.2015, 07:18
5.

Der Artikeltext relativiert die Überschrift doch sehr stark. In irgendeinem Interview mit einem hochrangigen katholischen Geistlichen, ich glaube zum Thema Piusbruderschaft, äußerte dieser den Standpunkt, dass ihm eine kleine, aber dafür strenggläubige Kirche lieber wäre als eine, in der keiner mehr zu wissen scheint, was das Wort "Dogma" bedeutet. Diese bildungspolitische Maßnahme scheint mir in genau diese Richtung zu gehen. Es muss keiner mitmachen, aber wenn man mitmacht, dann gibt es nur das volle Programm. Trotzdem verstärkt das Thema meine Grundangst gegenüber Religion im Allgemeinen. Wohin man schaut, die Religiösen werden ernster, weniger kompromissbereit. Egal ob das jetzt Christen oder Muslime sind, oder, wenn man nach Israel schaut, die Juden. Ich hoffe wirklich, dass ich nicht noch zu meinen Lebzeiten erleben muss, wie ich für meine vollkommene Gottlosigkeit (nichts anderes ist ja Atheismus) von irgendeiner Seite angefeindet werde.

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openminded 17.03.2015, 07:33
6.

"Die katholische Kirche wies die Kritik gegen die Lehrpläne zurück. "Die Angriffe sind ein Versuch, die Kirche im öffentlichen Leben an den Rand zu drängen.""

Die Kirche hat im öffentlichen Leben nunmal nichts verloren. Vielmehr unternimmt die Kirche den Versuch, sich durch Zwangsindoktrination noch weiter in das öffentliche Leben hineinzudrängen.

Es ist doch absurd, ein Schulfach, das per se nie größere Relevanz hatte als heute, auf die Lehre der Inhalte einer Glaubensrichtung zu beschränken. Man könnte so sinnvolles damit anstellen. Gegenüberstellung der Religionen (dabei würde sehr viele Gemeinsamkeiten zum Vorschein kommen) oder Erläuterung der Hintergründe religiöser Vorschriften (dabei würde der meistens löbliche Kern losgelöst von stumpfer Schriftgläubigkeit zum Vorschein kommen). Alles Dinge, die in einer Welt voller radikaler Religiöser unterschiedlichster Couleur sehr wichtig wären.

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elCaputo 17.03.2015, 07:38
7. Wir sind Spanien!

"Die Schule hat die Jugend zu Gottesfurcht [...] zu erziehen." Exemplarisch für andere Bundesländer sagt dies die Landesverfassung von Rheinland-Pfalz zum Erziehungsauftrag der Schulen in Deutschland im Jahr 2015.

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!!!Fovea!!! 17.03.2015, 07:40
8. Natürlich kann er das...

ich lebe seit Jahren ohne Gott und es geht mir gut dabei. Vor allem, da ich meine Entscheidungen bewusst selber treffe und mit den Ergebnissen selber umgehen muss.

Ich kann mich nicht herausreden, dass ein Gott mich lenkt. (was eigentlich eine unverschämte Ausrede über die eigenen Handlungen darstellt).

Oder für die Gläubigen formuliert: Ich nehme mir heraus dem eigenen Willen zu folgen, dies hat lt. Kirche Gott dem Menschen zugestanden....

Abgesehen davon, muss die Kirche ihre Daseinsberechtigung manifestieren. Stell Dir vor keiner glaubt an Gott, dann sind die Theologen arbeitslos.

Sowas in Europa, sowas im 21. Jhd....

armselig und traurig ist das....

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Thagdal 17.03.2015, 07:44
9. Im Informationszeitalter

wird es eben immer schwerer, die Leute für dumm zu verkaufen.

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