Forum: Leben und Lernen
Spaniens verschärfte Religionslehre: "Der Mensch kann ohne Gott nicht glücklich werde
AFP

In Spaniens neuem Lehrplan für katholische Religionslehre werden Abtreibung und Sterbehilfe ausgeklammert, andere Weltreligionen sind kein Thema mehr. Kritiker werfen dem Staat vor, sich der Kirche zu unterwerfen.

Seite 2 von 10
dererzer 17.03.2015, 07:54
10. Die spanische Regierung unterwirft sich der Kirche? Nein sowas...

Wer sollte so etwas schon ahnen, wo doch gerade die Spanier dafür bekannt sind schon immer am Arsch der Kirche zu hängen... Dass eine Religion überhaupt an der Schule unterrichtet wird ist ein Armutszeugnis unserer Zeit und dass Regierungen dies unterstützen enthebt sie in meinen Augen komplett der Berechtigung noch irgendetwas im Sinne oder Namen des Volkes zu entscheiden.

Beitrag melden
Atheist_Crusader 17.03.2015, 08:01
11.

"Die katholische Kirche wies die Kritik gegen die Lehrpläne zurück. "Die Angriffe sind ein Versuch, die Kirche im öffentlichen Leben an den Rand zu drängen", sagte José Miguel García, Direktor des Sekretariats der Bischofskonferenz, der Zeitung "ABC". "

Und Impfungen sind ein Versuch, tödliche Krankheiten im öffentlichen Leben an den Rand zu drängen. Was soll daran falsch sein?

Beitrag melden
vonwerden 17.03.2015, 08:02
12. Sonderrolle

Weder in Spanien noch sonst irgendwo auf der Welt sollten Religionsgemeinschaften Einfluss auf den Schulunterricht in staatlichen Schulen haben.

Religion kann meinetwegen im Alltag praesent sein durch Existens von Gotteshaeusern, ich will aber in keiner Form von ihr bevormundet werden, nur weil irgendwelche Leute an einen imaginaeren Freund da oben glauben.

Beitrag melden
DenkZweiMalNach 17.03.2015, 08:08
13. Laizismus - ja oder lieber nein?

Wer einen Staat wünscht, der sich aus der Religion heraushält, muss auch zulassen, dass allein die Kirchen den Lehrplan gestalten. Wem das Fach nicht passt, der hat ja eine Alternative.
In diesem Punkt ist Spanien konsequenter als Deutschland, das mit dem Kopftuch-Urteil wieder einen unguten Kompromiss zugunsten der Isalm-Hardliner verabschiedet hat.

Beitrag melden
chilihead 17.03.2015, 08:17
14. Deshalb...

...bin ich Mitglied der Giordano Bruno Stiftung. Wenn man sich passiv verhält, zwingen die Kirchen einem ihr Weltbild wieder Stück für Stück auf.

In Schleswig-Holstein gibt es jetzt wieder eine Initiative für einen Gottesbezug in der Landesverfassung, nachdem der Landtag sich letzten Oktober dagegen entschieden hat.

Sie werden niemals aufgeben. Das sollten wir auch nicht.

Beitrag melden
Inselbewohner 17.03.2015, 08:18
15. Der Mensch kann ohne Gott nicht glücklich werden?

Also ich kenne viele bei denen das funktioniert. Das Fach Religion sollte es gar nicht geben muss man Kinder mit diesem religiösen Unfug indoktrinieren?
Religionsuntericht gehört in die Kirche nicht an eine Schule.
Gruß HP

Beitrag melden
taglöhner 17.03.2015, 08:18
16.

Kann man nicht meckern. Religion als freiwilliges Wahlfach mit Alternative bürgerliche und soziale Werte ist 100% laizistischer als bei uns in BaWü.

Dass im Fach Religion religiöse Vorstellungen den Lehrplan bestimmen und nicht vernünftige kann ja wohl nicht der Knackpunkt sein.

Beitrag melden
fahrgast07 17.03.2015, 08:19
17. Zwangsbeglückung abwählen!

Soso, ohne Gott könne man nicht glücklich sein. Warum müssen die Religiösen dann immer ander Menschen zwangsbeglücken? Und warum müssen sie ihrem angeblich allmächtigen Gott auf die Sprünge helfen?

Hier zeigt sich die ganze Widersprüchlichkeit der Religion. Ich weiß schon warum ich das alles nicht brauche.

Aber in Spanien sind demnächst Wahlen, wünschen wir den Spaniern eine lebendige Demokratie.

Beitrag melden
skoodge 17.03.2015, 08:23
18. Völlig falscher Schritt

Wenn Religionsunterricht überhaupt in staatlichen Schulen stattfinden sollte, dann in der Form, dass unabhängig und vor allem unparteiisch über den ganzen Unsinn und seine Gefahren gleichermaßen aufgeklärt wird. Angesichts hunderter Europäer, die nach Syrien und in den Irak wollen, um dort für den IS zu kämpfen, vielleicht sogar nötig..

Beitrag melden
Mario V. 17.03.2015, 08:25
19. ohne Gott nicht glücklich werden?

Danke, ich komm schon zurecht.

"Nach Umfragen sei die große Mehrheit der jungen Leute in Spanien der Meinung, dass die Religion in den Bereich der Privatsphäre gehöre, sagte der Soziologe Juan González-Anleo. Einige Familien und Schüler könnten die Reform als eine Bevorzugung der Kirche sehen und in einer Gegenreaktion das Fach Religion abwählen."

Das ist interessant. Die Leute unterscheiden zwischen Religion und Kirche. Eine sehr wichtige Unterscheidung, denn Kirche ist der Versuch, die Religion der Menschen zu instrumentalisieren und Macht auszuüben. Gut dass das den Leuten bewusst ist und sie sich dagegen wehren. Ist leider nicht überall auf der Welt so.

Beitrag melden
Seite 2 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!