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Sparmaßnahmen: Ministerien entlassen Tausende Lehrer während der Sommerferien
DPA

Tausende angestellte Lehrer werden vom Staat pünktlich zu Beginn der Sommerferien für sechs Wochen in die Arbeitslosigkeit geschickt. Einige Bundesländer fallen dabei besonders auf.

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Arrivato 10.07.2018, 22:47
160. Verursacher müssen zur Verantwortung gezogen werden

Diejenigen, die für diese chaotische Schulpolitik zuständig sind, sollten schnellstmöglich ihren Hut nehmen. Beamte, die nicht gewillt sind, sich an unsere Rechtsordnung (wozu auch die europäische Sozialcharta gehört) zu halten, haben im Staatsdienst nichts verloren. Politiker, die dagegen verstoßen, sollte man aus der Politik verbannen.
Alleine die Tatsache, dass Schul- bzw. Aufsichtsbehörden erst in den Sommerferien ihre Lehrer zusammensuchen, die sie im bevorstehenden neuen Schuljahr benötigen, ist unfassbar. Wenn Lehrer aus Bundesländern rekrutiert werden, die erst (bis zu 6) Wochen nach Schuljahresbeginn ihren Dienst in ihrer neuen Schule aufgrund unterschiedlicher Ferien antreten, fällt meist solange auch ihr Unterricht aus. Besonders schlimm, wenn es Hauptfächer betrifft. Die Schüler gucken dann in die Röhre.
Wenn ein Fluggast drei Stunden auf seinen Flieger warten muss oder seinen Anschlussflug wegen eines verspäteten Fluges verpasst, hat er aufgrund einer EU-Richtlinie Anspruch auf Schadenersatz (bis zu 3 Jahre rückwirkend). Wenn über Wochen Unterricht ausfällt, weil Schulen es nicht geregelt bekommen, pünktlich zum Schulbeginn ihre volle Dienstleistung anzubieten, werden sie dafür nicht zur Verantwortung gezogen. Das sollte man ändern. Allerdings dürfte das nicht so einfach sein, da dies offensichtlich und unverständlicher Weise von oberster politischer Stelle gewollt und gedeckt wird. Wenn über Wochen Unterricht ausfällt, kann sich das sehr nachteilig auf die Zukunft der einzelnen Schüler auswirken. Das scheint aber niemanden zu interessieren. Wohlhabende Eltern fangen das mit Nachhilfestunden auf. Aber nicht jeder kann sich das leisten. Chancenungleichheit ist damit vorprogrammiert. Wenn Kinder Ganztagsunterricht haben und anschließend auf privater Basis den versäumten Unterricht nachholen müssen, ist das auch nicht so prickelnd.
Weder Lehrer noch Eltern sollten sich weiterhin an der Nase herumführen lassen. Unter diesen Umständen sollte die Schulpflicht abgeschafft werden (so wie in anderen Ländern). Fachlehrer könnten sich zusammentun und Schüler jeder Altersklasse privat unterrichten. Viele Eltern wären sicherlich bereit, einen guten, alternativ angebotenen Unterricht zu finanzieren.

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ogonoi 10.07.2018, 23:43
161. Sommerloch ist bei freischaffenden Musikern ganz normal

Ich lese das einerseits mit Solidarität der betroffenen Lehrer, anderseits aber auch möchte ich darlegen, dass gerade viele freischaffende Musiker in den Schulferien auch so gut wie nichts verdienen. Honorarkräfte an Musikschulen müssen oft da Gespartes aus der Schulzeit anzapfen.
Und ganz ehrlich: Lehrer an staatlichen Schulen verdienen deutlich mehr.
Aber freischaffende Musiker haben keine Lobby bzw. nicht genug davon.
Nur so zur Relativierung des Problems.

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Arrivato 11.07.2018, 07:53
162. Schulpflicht abschaffen; alternativer Unterricht

Diejenigen, die für diese chaotische Schulpolitik zuständig sind, sollten schnellstmöglich ihren Hut nehmen. Beamte, die nicht gewillt sind, sich an unsere Rechtsordnung (wozu auch die europäische Sozialcharta gehört) zu halten, haben im Staatsdienst nichts verloren. Politiker, die dagegen verstoßen, sollte man aus der Politik verbannen.
Alleine die Tatsache, dass Schul- bzw. Aufsichtsbehörden erst in den Sommerferien ihre Lehrer zusammensuchen, die sie im bevorstehenden neuen Schuljahr benötigen, ist unfassbar. Wenn Lehrer aus Bundesländern rekrutiert werden, die erst (bis zu 6) Wochen nach Schuljahresbeginn ihren Dienst in ihrer neuen Schule aufgrund unterschiedlicher Ferien antreten, fällt meist solange auch ihr Unterricht aus. Besonders schlimm, wenn es Hauptfächer betrifft. Die Schüler gucken dann in die Röhre.
Wenn ein Fluggast drei Stunden auf seinen Flieger warten muss oder seinen Anschlussflug wegen eines verspäteten Fluges verpasst, hat er aufgrund einer EU-Richtlinie Anspruch auf Schadenersatz (bis zu 3 Jahre rückwirkend). Wenn über Wochen Unterricht ausfällt, weil Schulen es nicht geregelt bekommen, pünktlich zum Schulbeginn ihre volle Dienstleistung anzubieten, werden sie dafür nicht zur Verantwortung gezogen. Das sollte man ändern. Allerdings dürfte das nicht so einfach sein, da dies offensichtlich und unverständlicher Weise von oberster politischer Stelle gewollt und gedeckt wird. Wenn über Wochen Unterricht ausfällt, kann sich das sehr nachteilig auf die Zukunft der einzelnen Schüler auswirken. Das scheint aber niemanden zu interessieren. Wohlhabende Eltern fangen das mit Nachhilfestunden auf. Aber nicht jeder kann sich das leisten. Chancenungleichheit ist damit vorprogrammiert. Wenn Kinder Ganztagsunterricht haben und anschliessend auf privater Basis den versäumten Unterricht nachholen müssen, ist das auch nicht so prickelnd.
Weder Lehrer noch Eltern sollten sich weiterhin an der Nase herumführen lassen. Unter diesen Umständen sollte die Schulpflicht abgeschafft werden. Fachlehrer könnten sich zusammentun und Schüler jeder Altersklasse privat unterrichten. Viele Eltern wären sicherlich bereit, einen guten, alternativ angebotenen Unterricht zu finanzieren.

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mrmartin19 11.07.2018, 10:09
163. Sparen der Länder auf Kosten der Beitragszahler

toll, der Staat spart und wir Arbeitslosenversicherungs Beitragszahler dürfen bluten

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factbox 13.07.2018, 14:47
164. Skandalös

Nicht genug, dass VertretungslehrerInnen nach getaner Arbeit für die Dauer der Sommerferien in die Arbeitslosigkeit abgeschoben werden; in meinem Fall wird sogar das erschwert.

Da vom LBV ständig fehlerhafte Arbeitsbescheinigungen ausgestellt werden, konnte ich, mittlerweile zehn Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, immer noch kein Arbeitslosengeld I beantragen.
So vergilt einem der Staat, dass man in die Bresche gesprungen ist, sich reingehängt hat - er lässt einen am langen Arm verhungern.

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dondon 10.08.2018, 04:37
165. Genug Zeit um der Politik den Rücken zu kehren

Als ich, als Grundschullehrer, im Jahr 2016 in den Sommerferien in die sinnlose Arbeitslosigkeit geschickt wurde, hatte ich genug Zeit, um meine damals 18- jährige Mitgliedschaft bei der SPD (Landesregierung in Rlp) zu kündigen. An mir wurden in diesem Sommer, in dem ich nach sechs Jahren Wartezeit vom Beschäftigten zum Beamten "befördert" wurde, ca. 900 ? gespart. Nun stand ich halt 6 Wochen auf der "Gehaltsliste" der Agentur für Arbeit. Gleichzeitig positionierte sich Sigmar Gabriel seinerzeit auffallend in den Medien, um sich mit fremden Lorbeeren zu schmücken und postulierte lauthals über die seinerzeit so tollen geschlossenen Tarifverträge ( woran er und andere Politiker keinen Anteil hatten).

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