Forum: Leben und Lernen
Sprachen in Europa : Deutsch steigt ab
Marie-Charlotte Maas

Junge Schweden finden Deutsch öde - und sind damit nicht allein. Immer mehr Schüler in Europa lernen lieber andere Fremdsprachen. Goethe-Institut & Co. forcieren zwar das Marketing, doch eine Europakarte zeigt: Unsere Nachbarn werden zu Deutschmuffeln.

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bolonch 10.02.2012, 15:36
80. Mehrzahl?

Zitat von ginlai
Nun ja, wenn nicht einmal im eigenen Land das Lernen von Deutsch bei Migranten durchgesetzt werden kann ("Zwangsgermanisierung"): warum sollten sich unsere europäischen Nachbarn das denn freiwillig selbst zumuten? Weiterhin: obwohl in Europa.....
Nicht die Mehrzahl der Bürger Europas hat Deutsch als Muttersprache, es gibt nur in der EU keine Sprache mit mehr Muttersprachlern.

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romber58 10.02.2012, 15:36
81.

Zitat von totak
.. wobei das wunderschöne deutsche Wort "Nabelschau" vor fröhlicher Lebendigkeit doch nur so strotzt.

Dann ist deinen English nur auf Kneipen/Resturant niveau..".Navel gazing",oder sogar das"belly button watching" klingt und druckt mehr aus als das trockene,sproede" Schauen "

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forumgehts? 10.02.2012, 15:39
82. Wenn

Zitat von burgundy2
ist Deutsch doch selbst in Deutschland auf dem Rückzug, sowohl in der Umgangs- als auch in der gehobenen Sprache. Ein Phänomen, das es nach dem dreissigjährigen Krieg schon einmal gab, nun aber scheint es permanent zu werden. Man muss .....
man klares Deutsch spricht, macht man sich eben auch noch unbeliebt. Sie haben in ihrem Beitrag ein nettes Beispiel: "Verfall der deutschen Identität" . Hätten Sie gesagt "Deutschland schafft sich ab" , dann wären Sie erledigt gewesen. ;)

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Celegorm 10.02.2012, 15:39
83.

Zitat von r-le
Die Zahlen stimmen vorne und hinten nicht. Chinesisch davon Mandarin (Hochchinesisch) 1213 ...
1.2 Milliarden Chinesen in Europa? Uff, das könnte eng werden..;)

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bolonch 10.02.2012, 15:40
84. In Firmen

Zitat von manschu
Deutsch ist einfach nicht Sexy. Wirtschaftlich ist es auch nicht so bedeutend. In Firmen wird auch hier viel englisch gesprochen und es ist nicht so leicht als Ausländer hier an einen guten Job zu kommen. Als Skandinavier oder so würde ich mir auch eine andere Sprache aussuchen.
Da haben Sie recht.

Wer nicht deutscher Muttersprachler ist, hat es in der Arbeitswelt auch mit exzellenten Deutschkenntnissen verdammt schwer. In den Firmen allerdings wo man trotzdem eine Chance hat, kann man auch genauso gut englisch sprechen.

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kniffelbox 10.02.2012, 15:40
85. kein widerspruch

Zitat von r-le
Die Zahlen stimmen vorne und hinten nicht. Chinesisch davon Mandarin (Hochchinesisch) 1213 Spanisch 329 Englisch 328 Hindi/Urdu (Hindustani) 242 Arabisch 221 Bengalisch 181 Portugiesisch 178 Russisch 144 Japanisch 122 Deutsch 90 Französisch 68 Daten von 2009 (). Die Daten von 2002 sehen ähnlich aus ().
Wo ist der Widerspruch. Der andere Forist brachte die Zahlen der EU. Die EU ist nicht die Welt, gottseidank.

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forumgehts? 10.02.2012, 15:41
86. Ja,

Zitat von MütterchenMüh
Spätestens bei Eintritt in das Berufsleben wird sich das dann wieder zugunsten der deutschen Sprache ändern.
aber das bringt uns hier nichts. Die gehen dann alle in die Schweiz! :)

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FranzHans 10.02.2012, 15:43
87. Typischer Miesmacher-Artikel des SPIEGEL

Zitat von sysop
Junge Schweden finden Deutsch öde - und sind damit nicht allein. Immer mehr Schüler in Europa lernen lieber andere Fremdsprachen. Goethe-Institut & Co. forcieren zwar das Marketing, doch eine Europakarte zeigt: Unsere Nachbarn werden zu Deutschmuffeln.
Wie sehr häufig bei Spiegel-Online-Artikeln "verspricht" ein reißerischer Titel die Katastrophe. Liest man den Inhalt genau, kann man die Katastrophe allerdings meistens gar nicht entdecken.

Auch hier ist das Bild sehr viel differenzierter und insgesamt gar nicht so schlimm, auch wenn die Grafik gleich extrem suggestiv als "Wo deutsch am unbeliebtesten ist" benannt wurde. Oh Wunder: die Prozentzahlen geben dann aber gar nicht die Unbeliebtheit an, sondern den Anteil der Deutschlernenden. Und der ist für meinen Geschmack sogar generell ganz erfreulich hoch!!!
Auch ein einer weiteren Stelle wird das Ziel, einfach nur die deutsche Sprache schlecht aussehen zu lassen, auf plumpeste Weise deutlich: "Auch in Asien glaubt Deutschland mit seiner Sprache landen zu können - hilft aber auch dort gehörig nach:" Geht es noch billiger und tendenziöser??? Die ganze Welt macht Werbung für die eigene Sache und darunter selbstverständlich auch die eigene Sprache, nur wenn Deutschland das tut, heißt es: "glaubt landen zu können", "hilft gehörig nach". Für Journalismus halte ich das nicht!

Neben vielen Argumenten, die andere Kommentatoren schon für die deutsche Sprache gebracht haben, hier auch einfach ein Link zu einem Spiegel-Artikel von gestern: "Deutschland ist zweitbeliebtestes Reiseland der Europäer" (und nicht nur der Europäer) Die angebliche Un-Interessantheit unseres Landes ist leider vor allem unter Deutschen selbst ein beliebtes Märchen!
Touristen-Boom: Deutschland ist zweitbeliebtestes Reiseziel der Europäer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
Und die jährliche bbc-Umfrage muß viele Spiegel-Journalisten und -Leser in echte Identitätskrisen treiben:
BBC-Umfrage: Deutschland bleibt beliebtestes Land der Welt - Nachrichten Politik - Ausland - WELT ONLINE
Deutschland ist schon wieder das beliebteste Land der Welt!

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domgrigg 10.02.2012, 15:43
88. eines Tages

Zitat von bmehrens
zugunsten chinesisch und russisch.
In der Mittelfristigen Zukunft vielleicht schon aber was den BRICS angeht ist immer noch ein grosser Teil davon 'Media Hype'. Deutschland bleibt GBs grösster Handelspartner und wie Ich letzlich gelesen habe handelt Grossbritannien weit mehr mit Irland (Bevölkerung 4 mill) als mit Brazil, Russland und Indien zusammen. Das wird ändern aber Deutschland wird immer einer der wichtigsten Handelspartner bleiben. Ich empfehle sehr langsam Russisch oder Portuguesisch zu lernen :)

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spiegel-hai 10.02.2012, 15:44
89.

Zitat von sonnenzwirbel
Französisch ist international zwar angesehener als Deutsch, aber wirklich nützen tut es nur noch in der frankophonen Welt; Frankreich, Belgien, Schweiz, Kanada, Westafrika plus verstreute Inselchen.
Sie haben Nordafrika übersehen. Und Louisiana ;-)
Zitat von
Französisch ist aber ein gutes Beispiel, wie sich die historische Bedeutung einer Sprache durch energisches Marketing und entschiedenen Kulturimperialismus aufrecht erhalten lässt.
naja, was heißt "Kultuimperialismus"? Soweit außereuropäisch handelt es sich im wesentlichen um die ehemaligen Kolonien, und daß sich Frankreich von den letzten getrennt hat (wenn es nicht umgekehrt war) ist soo lange nicht her. Darüberhinaus gilt für das Französische das gleiche wie für das Englische: es überlebt dort, weil es die "Lingua franca" war und ist, neben den zahlreichen lokalen Sprachen und Dialekten. In Indien ist Englisch DIE überregionale Verkehrssprache.
Und was den Kulturimperialismus angeht: entert man die Schweiz über den französischsprachigen Teil, ist dieser Aspekt unübersehbar - ziemlich verlottert ;-)
Zitat von
Bestimmt ginge es für Deutsch ein bisschen diskreter. Aber es ginge.
tja, aber wozu sollte das gut sein...

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