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Sprachunterricht: Warum deutsche Schüler und Studenten kein Chinesisch mehr lernen
DPA

Nur 5000 Schüler in Deutschland lernen Chinesisch. Nach einem vermeintlichen Boom stagniert die Zahl seit Jahren. Experten kritisieren: "Wir überlassen die Deutung alles Chinesischen den Chinesen."

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mariomeyer 27.10.2018, 19:30
90. Yo!

Die Frage, die ich mir nun stelle, ist, W O Z U man Chinesisch lernen sollte - Einwanderungsland ist die Volksrepublik offiziell nicht, soweit ich weiß, bekommt man nicht mal als Ehepartner eines chinesischen Menschen eine Aufenthaltserlaubnis, wenn man nicht gleichzeitig eine Arbeitserlaubnis hat; ein Vollstudium lohnt sich nur selten, ist mein Eindruck, da man das anderswo einfacher, billiger oder besser haben kann; mal eben nach China "fahren" geht nicht, da das Land weit weg ist; als kulturelles Vorbild oder gar als Projektionsfläche für Träume ("Land der unbegrenzten Möglichkeiten" usw.) dient China ebenfalls nur bedingt. Was bleibt? Außer Geschäftemacherei?

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hm2013_3 27.10.2018, 19:34
91. auf der letzten Technik-Messe

in Deutschland wurde ein kleines Gerät präsentiert, welches alles gesprochene simultan in die andere Sprache übersetzt; hörbar und auch schriftlich. Da habe ich gedacht, Mensch warum hast Du zweieinhalb andere Sprachen gelernt! Was für eine Zeitverschwendung. Dann war ich froh, in den gelernten anderen Sprachen Spielfilme anschauen zu können. Na ja, ich weiss nicht, ob es sich gelohnt hat, da es inzwischen zu jedem Spielfilm auch Untertitel zum downloaden gibt.

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three-horses 27.10.2018, 19:36
92. Mao pur.

Im Vergleich mit anderen Foristen die in China wirklich jahrelang gelebt haben, ist es der Begeisterung etwas zu viel. Nicht Kulturell,
aber..die Verständigung. Das klappt nicht so richtig. Und die Schrift muss man erst können. Und das war früher sicher nicht der Fall.
Auch heute nicht. Und wer die englische Sprache in China nicht beherrscht, der hat es schwer. Auch die von Ihnen angesprochene IT.
Also ein eigene Microsoft haben die in China nicht an die Beine stellen können. Android auch nicht. Auch die Sache mit Linux ist tot. Wie die Wirtschaft aufgebaut ist, ist allemana bekannt. Auf Wissen aus dem Rest der Welt. Nur, im Verhältnis zu Anzahl der Bewohner sind die auch nicht besser, nur gut. Bin kein Kenner der Menschen aus China und habe nur ein Kontakt über Aliexpress mit den Menschen von dort. Wer ein Studium außerhalb China absolvierte der ist von uns nicht zu unterscheiden. Die letzte Sprüche zu einem Kauf lassen mich aber an dem Xi zweifeln. Echt lächerlich. Mao pur.

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three-horses 27.10.2018, 19:37
93. Mao pur.

Im Vergleich mit anderen Foristen die in China wirklich jahrelang gelebt haben, ist es der Begeisterung etwas zu viel. Nicht Kulturell,
aber..die Verständigung. Das klappt nicht so richtig. Und die Schrift muss man erst können. Und das war früher sicher nicht der Fall.
Auch heute nicht. Und wer die englische Sprache in China nicht beherrscht, der hat es schwer. Auch die von Ihnen angesprochene IT.
Also ein eigene Microsoft haben die in China nicht an die Beine stellen können. Android auch nicht. Auch die Sache mit Linux ist tot. Wie die Wirtschaft aufgebaut ist, ist allemana bekannt. Auf Wissen aus dem Rest der Welt. Nur, im Verhältnis zu Anzahl der Bewohner sind die auch nicht besser, nur gut. Bin kein Kenner der Menschen aus China und habe nur ein Kontakt über Aliexpress mit den Menschen von dort. Wer ein Studium außerhalb China absolvierte der ist von uns nicht zu unterscheiden. Die letzte Sprüche zu einem Kauf lassen mich aber an dem Xi zweifeln. Echt lächerlich. Mao pur.

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three-horses 27.10.2018, 19:38
94. An lubobde.

Im Vergleich mit anderen Foristen die in China wirklich jahrelang gelebt haben, ist es der Begeisterung etwas zu viel. Nicht Kulturell,
aber..die Verständigung. Das klappt nicht so richtig. Und die Schrift muss man erst können. Und das war früher sicher nicht der Fall.
Auch heute nicht. Und wer die englische Sprache in China nicht beherrscht, der hat es schwer. Auch die von Ihnen angesprochene IT.
Also ein eigene Microsoft haben die in China nicht an die Beine stellen können. Android auch nicht. Auch die Sache mit Linux ist tot. Wie die Wirtschaft aufgebaut ist, ist allemana bekannt. Auf Wissen aus dem Rest der Welt. Nur, im Verhältnis zu Anzahl der Bewohner sind die auch nicht besser, nur gut. Bin kein Kenner der Menschen aus China und habe nur ein Kontakt über Aliexpress mit den Menschen von dort. Wer ein Studium außerhalb China absolvierte der ist von uns nicht zu unterscheiden. Die letzte Sprüche zu einem Kauf lassen mich aber an dem Xi zweifeln. Echt lächerlich. Mao pur.

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hansw 27.10.2018, 19:46
95. Viele Sprachen

Ich hatte während meinen Schulzeiten einmal einen weisshaarigen Wirtschaftsprofessor. Der erzählt mal so nebenbei, dass er nach Schweden müsse. Er habe dafür 600 schwedische Vokabeln erlernt. Auf Nachfrage sagte er, dass er 15 Sprachen spreche. Ich bin heute noch fasziniert von diesem "Sprach-Experten" und war lange neidisch auf seine Fähigkeiten. Ob der gute Mann Mandarin sprechen konnte, weiss ich nicht. Er würde aber heute mit Sicherheit vor einem China Besuch Grundkenntnisse in Mandarin erlernen, allen Warnhinweisen von Kommentatoren, deren Beiträge ich gelesen habe.

Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist die Kritik an unserem vermaledeiten Schulsystem der eigentliche Grund, warum so wenige Schule chinesischen Unterricht anbieten. Es wird Zeit, dass unser Föderalismus kräftig gestutzt wird.

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widower+2 27.10.2018, 19:46
96. Nichts!

Zitat von spon-facebook-10000154386
Ich hatte Französisch in der Schule, vollkommen sinnlos, braucht man nie wieder im Leben, genau wie Russisch. Chinesisch ist sehr sinnvoll, schade.
Nichts was man lernt, ist vollkommen sinnlos. Es trägt immerhin immer zur Allgemeinbildung und zum besseren Verständnis komplexer Zusammenhänge bei.

Und für welche Zwecke hätten Sie denn Chinesisch gebrauchen können?

Ich habe zum Beispiel nie wieder in meinem Leben auch nur ansatzweise Algebra gebrauchen können. Andere Menschen schon.

Wenn man sich darauf fokussieren möchte, welche Kenntnisse für jeden Menschen immer oder auch nur irgendwann sinnvoll sein könnten, bleiben Sprache, Rechnen (Mathematik nur in Teilgebieten) sowie gewisse Kenntnisse in Biologie, Astronomie und Geographie.

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Anthrophilus 27.10.2018, 19:48
97. Das Große Latrinum ist für jede international ...

Zitat von HaioForler
"Schaden" nicht, jedoch gibt es sinnvollere Alternativen als beispielsweise das Große Latrinum: Italienisch. Warum ? Weil man von der Tochtersprache her besser die Brudersprache (z. B. Französisch) lernt, als von der Mutter. Ist auch praxisnäher: es gibt gar Zeitungen.
... arbeitende Fäkalitäten-Fachkraft unerläßlich. Allerdings ist auch zu hoffen, daß auf deren Arbeitsplatz nicht nur Zeitungen zur Verfügung stehen!

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at.engel 27.10.2018, 20:02
98.

"Doch: "Wenn wir fast alle kein Chinesisch sprechen, überlassen wir die Interpretation, Verständigung und Deutung alles Chinesischen den Chinesen"..."
Es ist natürlich gesellschaftlich wichtig, über so viel Kompentenzen wie möglich zu verfürgen, und Chinesisch ist definitv wichtig! Dabei solte man allerdings ein paar Dinge nicht vergessen:
Erstens, dass das nicht nur Chinesisch betrifft: Deutschland gehörte zu den wenigen "westlichen" Ländern, in dem immerhin gut 20% der Bevölkerung über Russischkenntnisse verfügten. Das daraus nichts gemacht wurde, gehört sicher zu einer der Kapitalsünden der Wiedervereinigung.
Zweitens sollte man Schulwissen nicht überbewerten: Die "Interpretation" oder "Deutungung" einer Gesellschaft oder Geisteswelt verlangt wesentlich mehr als ein paar Schulkenntnisse. Nur so zum Beispiel: Wer heute mit guten Französischkenntnissen nach Frankreich kommt, braucht sicher noch zwischen fünf oder zehn Jahren, ehe er beginnt "Frankreich" zu verstehen. Dafür sind heute einfach die Referenzen innerhalb der deutschen Gesellschaft zu schwach. Das muss man sich alles erst einmal nach und nach aneignen, und ein Deutscher, der nach Lehramtsstudium zwei Fächer unterrrichen soll, ist gar nicht in der Lage, so etwas zu vermitteln - ist ja im Grunde auch nicht das, was man von ihm verlangt.
Kurz, die Vermittler sind immer diejenigen, die jeweils einen Teil ihres Lebens in beiden Ländern verbracht haben. Alles andere ist vollkommen illusorisch und beweist im Zweifelsfall nur, dass man gar keine Ahnung hat, wovon man eigentlich redet.

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JürgenHammerbeck 27.10.2018, 20:23
99.

Zitat von fraumarek
Ich finde es völlig verständlich, dass junge Menschen kein Chinesisch lernen wollen. China ist unter den großen Länder das Unterdrückerregime Nummer eins, lässt Kritiker an der Regierung ins Gefängnis werfen, verprügeln, verlieren Job und Sippenhaft gibt es auch. Wenn man eine neue Sprache lernt, muss man das Land und die Verhältnisse dort gerne mögen. Das kann ich mir für China beim besten Willen nicht vorstellen.
Dann würde ich Ihnen empfehlen, die Sprache einmal rudimentär zu lernen und China aufzusuchen. Sie werden sehr schnell Freundschaften schliessen und niemand wird Sie belästigen. Es ist eines der sichersten und freundlichsten Reiseländer.

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