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Stasi-Vergangenheit: Holm darf doch an der Humboldt-Universität bleiben
DPA

Der Berliner Stadtsoziologe Andrej Holm hat sich für seine falschen Angaben zu seiner ehemaligen Stasi-Tätigkeit entschuldigt - und darf nun weiter an der Humboldt-Universität arbeiten.

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Pusteblume68 10.02.2017, 13:33
1. Prozess vermieden...

Und das hatte nichts damit zu tun, dass die HU eventuell den Arbeitsgerichtsprozess verloren hätte?

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herkurius 10.02.2017, 13:41
2. Durchsichtiges Manöver

War doch wohl klar. Der hat nie seine Arbeitskraft oder Ideen in den Dienst der Stasi gestellt, sondern war vor dem Zusammenbruch der DDR ein halbes Jahr zur Ausbildung bei derselben angemeldet. Das verstehe ich nicht unter einer "Tätigkeit für" die Stasi.
Ich hasse Linke. Ich hasse Lügen noch mehr, und den Mann bundesweit mit falschen Angaben und schreienden Überschriften zu verleumden, war eine recht dreiste.

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m.sielmann 10.02.2017, 13:49
3. Wenigstens das klappt

Arbeitsrecht ist in seiner Verästelung manchmal für Außenstehende nicht sofort verständlich. Aber ein Beendigungsgrund ist in der Regel dann anzunehmen, wenn das Vertrauensverhältnis für eine Zusammenarbeit in der Zukunft irreperabel gestört ist. Geht man sachlich ran, handelt es sich um eine Jugendsünde über die gegenüber der Universität unrichtig Auskunft erteilt wurde. Bedenkt man weiter, dass diese Form der Informationsbeschaffung verfassungsrechtlich hoch problematisch ist (Niemand muss sich selbst belasten), wäre es interessant gewesen, wie ein Gericht damit umgegangen wäre. Wahrscheinlich hätte es wohl angenommen, dass der Vorgang eine Bagatelle ist, so dass nciht geklärt werden muss, ob die Datenerhebung im konkreten Fall zulässig gewesen wäre. Denn ernsthaft, wie soll sich eine Unterschrift eines 18jährigen bei der Stasi ohne praktische Umsetzung auswirken. Gesinnung ist nicht strafbar und eine Folge heute könnte höchstens eine Unterschrift bei einem existierenden Geheimdienst haben.

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joG 10.02.2017, 13:53
4. Er kann nachdem er....

.....Falschangaben in einem Dokument machte und seinen Arbeitgeber hinterging für den Staat weiterhin tätig sein? Das ist schon eine Ansage.

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gabriel6000 10.02.2017, 13:54
5. Unehrlich

Mag sein, dass seine Stasi Tätigkeit begrenzt war, in einem kurzen Zeitrsum statt fand, und er als junger Mensch einen Fehler gemacht hat. Dafür kann man sich entschuldigen, wir alle machen Fehler.
Allerdings ist es sehr problematisch mehrfach hinsichtlich seiner Biographie zu lügen und das Signal an andere Biographie-Lügner ist hier meiner Meinung ganz falsch. Ich finde die Entscheidung sehr unglücklich und traurig.

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wgschmidt 10.02.2017, 14:02
6. Richtig so.

Um das vorab klarzustellen: Ich bin weder DDR-Freund, noch Stasi-Freund, sondern Voll-Wessi.

Ja, der Mann hat sich bei der Stasi verpflichtet, im Frühjahr des Jahres 1989, bei denen keiner ahnen konnte, was bereits wenige Monate später passieren würde. Damals war er 18 und wäre nach Jugendstrafrecht zu be- und verurteilen gewesen.

Im Jahr 2005 hat er beim Ausfüllen des Personalbogens selbstverständlich wissentlich gelogen -- aber kann man das nicht verstehen? Hätte er damals die wenigen Monate Stasitätigkeit zugegeben, wäre es nicht bei einem "Dudu!" geblieben, sondern er hätte die Stelle nicht bekommen. Das Etikett "Stasi" hätte gezählt, nach individueller Schuld hätte keiner gefragt. Seither hat er offensichtlich anstandslos 10 Jahre seine Position ausgefüllt.

Wir sollten wegkommen von der Vorstellung, daß uneingestandene Jugendsünden, das unautorisierte Essen von zur Vernichtung vorgesehenen Lebensmitteln und das Einlösen von weggeworfenen Pfandbons das Vertrauensverhältnis eines ansonsten über Jahrzehnte klaglosen Arbeitsverhältnisses so beeinträchigen, daß der Arbeitgeber im Gegenzug alternativlos die Existenz des Delinquenten zerstören muß.

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hwmueller 10.02.2017, 14:06
7. Mei, die Stasi!

Dieses Kesseltreiben erinnert doch stark an die Hexenjagd im mittleren Alter unserer Kultur. Hätte man diesen inquisitorischen Pathos nicht schon früher freien Lauf gelassen. Uns wären die Filbingers/Albrechts/Carstens und vor allem die Ex-Nazis erspart geblieben.

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herkurius 10.02.2017, 14:07
8.

Zitat von gabriel6000
Mag sein, dass seine Stasi Tätigkeit begrenzt war, in einem kurzen Zeitrsum statt fand, und er als junger Mensch einen Fehler gemacht hat. Dafür kann man sich entschuldigen, wir alle machen Fehler. Allerdings ist es sehr problematisch mehrfach hinsichtlich seiner Biographie zu lügen und das Signal an andere Biographie-Lügner ist hier meiner Meinung ganz falsch. Ich finde die Entscheidung sehr unglücklich und traurig.
Die Meinung kann man so stehen lassen. Aber dennoch - da haben noch ganz andere Leute in hohen Positionen dem Bürger die Hucke vollgelogen, über ihre Tätigkeit, ihre Ausbildung ... oder ob sie ihre Doktorarbeit nicht selber geschrieben, sondern irgendwo gestohlen hatten.

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schauüberdentellerand 10.02.2017, 14:07
9. hexen jagt

wurde hier veranstaltet , mieser ging es nicht. Die CDU mit ihren exnazis hatte es gerade nötig. man oh man hier woird vom leder gezogen wegen er hat ja gelogen und und was war mit Stolpe, de Maiziere und und und .. mich kotzt diese doppel moral echt an. Straus hat der DDR ein Milliarden Kredit verschafft gut daran verdient .

ich bin seit meinen 15.lj von der stasi bespitzet worden , habe ihre Gefängnisse kennen gelernt also ich kann mir da ein urteil wohl erlauben. Dre wurde wegen seiner Kompetenz gemoppt und weggejagt. und die linke machte das mit, die hätte den bettel hin schmeissen müssen aber die Pfründe sind ja wichtiger

ach höre aeinfach hoier ,, wie sagte ein berühmter maler " ick ja nicht soviel fressen wie ick kotzen möchte "

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