Forum: Leben und Lernen
Statistisches Bundesamt: Hochschulen zählen mehr minderjährige Studenten
DPA

An deutschen Unis studieren so viele Minderjährige wie nie zuvor. Fast 3000 Studenten unter 18 Jahren zählte das Statistische Bundesamt. Ohne Erlaubnis der Eltern dürfen sie eigentlich nicht einmal einen Bibliotheksausweis ordern.

Seite 2 von 2
inkeri 09.12.2014, 13:19
10. Man will es ja so haben...

Zitat von schoddi
Wenn man beispielsweise im November 6 Jahre wird, wird man 5 Jahren eingeschult und ist ergo zum Beginn des WiSe 17 Jahre jung.... So viel Thema Ehrgeiz der Eltern
In Berlin wird grundsätzlich mit 5 eingeschult, das hat gar nichts mit dem Ehrgeiz der Eltern zu tun sondern mit dem Wunsch, die Kinder aus den teuren Kindergärten und Horten zu drängen.

Auch in Ba-Wü musste ich mich mit Händen und Füssen dagegen wehren, daß meine Kinder mit 5,5 Jahren in einem Fall und 5 Jahren und 2 Monaten im anderen Fall eingeschult wurden.

Aber lieber Eltern - Bashing betreiben als Fakten recherchieren...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
postit2012 09.12.2014, 18:17
11. Eben, ohne Wehrdienst und sonstige Zeitverschwendung

Zitat von zahlenschubse
In Bayern ist der 30.9. Stichtag für die Einschulung. Alle Geburtstage bis 31.12. sind Kann-Kinder. Der Stichtag ist in jedem Bundesland anders.. bitte nicht verallgemeinern. In Thüringen,wo ich zur Schule gegangen bin,war beispielsweise Stichtag der 31.5.!
ist ein Studienanfang mit 17 ohne weiteres möglich - so, wie übrigens vor 200 Jahren auch.

Beim ganzen Gerede von "Unreife" sollte man auch mal überlegen, dass ein erheblicher Teil wisschenschaftlicher Leistungen von ausgesprochen jungen Leuten auf die Beine gestellt worden ist (Galois lässt grüßen). Löst Euch einfach mal von Eurem verklemmten Gedankengewirr...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leonardo01 09.12.2014, 18:57
12. Die Minderjährigen sind nicht das Problem

Ja, minderjährige Studierender gibt es aufgrund von G8 häufiger, es sind aber immer noch wenige. Die Kinder, die regulär eingeschult wurden und im September geboren sind, sind zum Studienbeginn, der in der Regel im Oktober liegt, volljährig. Minderjährig zu Studienbeginn sind vorzeitig eingeschulte Kinder, die dann aber auch nur sehr wenige Monate nach Studienaufnahme noch minderjährig sind. Nur, wer unter G8 mehrfach Klassen übersprungen hat oder vorzeitig eingeschult wurde und noch eine Klasse übersprungen hat, könnte wegen des Alters Probleme bekommen, die sich dann aber nicht auf die Uni beschränken. Und ja, es gibt in Universitätsstädten auch die wirklich jungen Studierenden (z.B. 15jährige), die schon neben der Schule an der Uni studieren. Das sind aber wirkliche Einzelfälle.

Die Minderjährigen sind aber nicht das Problem, sondern der Bildungsstand von Abiturienten an sich. Und das hat gar nicht so sehr etwas mit dem Alter zu tun und liegt auch nicht nur an G8. Schon unter G9 hatten sehr viele zwar ein Abiturzeugnis, aber nicht die Studienreife. Das Problem liegt in den „kompetenzorientierten“ Lehrplänen, durch die die Schüler kaum mehr wirklich etwas lernen und daran, dass viel zu viele eines Jahrgangs zum Abitur geführt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
furbacchione 09.12.2014, 21:18
13. Tja, früher ...

Im Januar 1976 wurde ich 17, im Mai hatte ich mein Abi und im Oktober immatrikulierte ich mich in Karlsruhe - da wurde nicht auf die einschlägigen Vorschriften verwiesen, das war alles ganz ohne Probleme. Badische Lockerheit oder einfach gesunder Menschenverstand?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leonardo01 09.12.2014, 22:03
14. Rechtliche Bestimmungen haben sich geändert

Zitat von furbacchione
Im Januar 1976 wurde ich 17, im Mai hatte ich mein Abi und im Oktober immatrikulierte ich mich in Karlsruhe - da wurde nicht auf die einschlägigen Vorschriften verwiesen, das war alles ganz ohne Probleme. Badische Lockerheit oder einfach gesunder Menschenverstand?
Seit der Zeit hat sich aber viel getan, allein schon, was Sicherheits- und Arbeitsvorschriften betrifft. In den Naturwissenschaften müssen Studierende z.B. durchaus auch mal in radioaktive Kontrollbereiche. Sie arbeiten evtl. mit giftigen Chemikalien. Da macht es aus rechlicher Sicht sehr wohl einen Unterschied, ob jemand noch unter das Jugendschutzgesetz fällt oder nicht…

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rothaus_baden 10.12.2014, 02:26
15.

Zitat von leonardo01
In den Naturwissenschaften müssen Studierende z.B. durchaus auch mal in radioaktive Kontrollbereiche.
Sie dürfen beruhigt sein, von 100 Physik Master waren wohl 99 noch nie in einem "radioaktiven Kontrollbereich", unter Bachelor-Studenten schon drei mal nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leonardo01 10.12.2014, 14:45
16. Das hängt wohl von der Uni ab...

Zitat von rothaus_baden
Sie dürfen beruhigt sein, von 100 Physik Master waren wohl 99 noch nie in einem "radioaktiven Kontrollbereich", unter Bachelor-Studenten schon drei mal nicht.
Das ist wohl uniabhängig. Nehmen Sie als Beispiel die radioaktiven Zerfälle: Experimente dazu können sehr wohl Teil der grundständigen Physikausbildung sein. Und die angehenden Physiker müssen während ihres Studiums auch an einigen Unis in die Chemielabore....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2