Forum: Leben und Lernen
Streik an Schulen: Ich bin Lehrer, und so viel verdiene ich
GEW-Berlin

Tom Erdmann bezeichnet sich als Gutverdiener - trotzdem streikt er für mehr Gehalt. Warum? Hier verraten angestellte Lehrer, was sie verdienen.

Seite 12 von 47
Glisch@gmx.de 06.03.2015, 14:23
110. Stuss

Zitat von donadoni
...diese Regelung gilt sein ewigen Zeiten in Beamtenkreisen. A 16 bringt etwa 6.500 Euro pro Monat. Das ist angemessen für den Beamten. Da kann man sich schon mal eine Stulle extra gönnen, und der Porsche oder Audi RS macht besonders viel Spaß. Ich weiß, von was ich rede.
A16 ist dann z.B. Schulleiter an einem Gymnasium und beginnt in NRW mit genau 4821,68 und kann bis zu 6118,30 gehen - brutto, bevor jemand fragt

Beitrag melden
muunoy 06.03.2015, 14:23
111. Geile Neiddebatte

Zitat von xvxxx
und die, die weniger verdienen und jetzt hier jammern, sollten sich mal fragen warum sie weniger verdienen. Vielleicht das falsche gelernt? Oder vielleicht auch nicht begabt genug um Lehrer zu werden? Oder wieso schult ihr nicht um, wenn.....
Klasse nicht? Ich versuche mal, die Neiddebatte noch etwas anzuheizen, indem ich hier ein paar upgrader rein bringe: Also, für lächerliche 2.700,- EUR netto im Monat würde ich mich auch nicht jeden Tag in die Schule begeben.
Und noch was: Es gibt Berufe, wo man noch viel, viel mehr verdienen kann. Unser Steuersystem nivelliert das zwar weitestgehend. Dennoch: Mein Job ist zwar mit etwas mehr Arbeit und viel mehr Risiko verbunden, aber viel spannender, abwechslungsreicher und bringt erheblich mehr ein ;-)
Aber für die Abschaffung des Beamtentums bin ich dennoch. Jedoch nicht, weil ich meine, dass die zu viel verdienen. Das hat ganz andere Gründe, deren Erläuterung den Rahmen hier sprengen würden. Die Schweiz fährt jedoch ganz gut ohne Beamte.

Beitrag melden
KPKoch 06.03.2015, 14:23
112. Ist nicht zu viel verlangt

Meine Lebensgefährtin ist verbeamtete Lehrerin und verdient gut 3.000 Euro im Monat netto. Ich möchte allerdings nicht mit ihr tauschen. Die arbeitet echt viel und bis spät in die Nacht. Klausuren und Prüfungsarbeiten kann man nicht am Fließband korrigieren. Und die Klausuren und Prüfungsaufgaben müssen auch erstmal erstellt werden. Dazu noch Schulkonferenzen, Teamsitzungen usw. Nö, vielen Dank.

Beitrag melden
karl-felix 06.03.2015, 14:25
113. Der

Zitat von moneysac123
also bitte, 2700 euro netto sind mit 32 jahren doch durchaus akzeptabel, das müssen dann mind 4000 brutto sein.
jammert auch nicht. Aber die Gymnasiallehrerin mit 38 Jahren hat eben nur 2.300 Euro und die hat Grund zum jammern.
Das hat bei VW ein Bandarbeiter.

Beitrag melden
Cpt. Teemo 06.03.2015, 14:25
114. Manche Kommentare hier...

Haben manche von Ihnen eine Ahnung, was für ein anstrengender und aufreibender Beruf der eines Lehrers ist? Manche Kommentare à la " Lehrer sollen den Ball flach halten" gehen mir so auf die Nerven und sind BILD Niveau. Wenn Sie eine Ahnung von diesem Beruf haben, sich über die Zeit im Referendariat auskennen, können Sie sich gerne darüber auslassen, alle anderen besitzen das Recht dazu nicht. Die Tatsache, dass ich später ( ich habe gerade meine Bachelorarbeit abgegeben) nach dieser Zeit nicht verbeamtet werde und um einiges weniger verdiene als meine verbeamteten Kollegen, lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Deshalb sind alle die sagen, Lehrer seien überbezahlte, faule Nichtskönner einfach lächerlich. Unglaublich. Man studiert ja umsonst 10 Semester plus 18 Monate "Gefängnis"

Beitrag melden
goodand 06.03.2015, 14:26
115.

Zitat von technikaffin
Wir reden hier von netto nicht brutto. Da sind 2700 für einen jungen Mann mehr als ordentlich. Sicher auch ok für diesen "Stress-Job". Wobei man das relativ zur deutlich erhöhten Freizeitentlastung in Form von Urlaub/ Ferien sehen sollte. Selbst 2700 Euro BRUTTO müssen erstmal verdient sein. Ich glaube Sie kennen sich bei den Einstiegsgehältern in der echten Wirtschaft nur rudimentär aus. Ein Student der Geistes- und Sozialwissenschaften, das man durchaus mit den Inhalten einer Lehrerausbildung vergleichen kann, ist froh wenn er das direkt nach dem Studium bekommt.
Das Problem ist, dass in der Schule nicht nur Geisteswissenschaften sondern auch Mathematik und Naturwissenschaften unterrichtet werden. Und die bekommen Sie mit einem geringeren Gehalt nicht mehr in die Schule! Oder Sie bezahlen Lehrer nach den Unterrichtsfächern, was aber auch nicht geht...

Beitrag melden
Glisch@gmx.de 06.03.2015, 14:27
116. Er

Zitat von henrikw
Selbst schuld, wenn er sich in der PKV angemeldet hat.
kann gar nicht anders - sein Arbeitgeber zahlt nicht (auch nicht wahlweise) die 50 % zur GKV, sondern zwischen 50 und 70 % der Arztrechnung, d.h. 30 - 50% davon zahlt der Beamte selber, und da gibt´s Rechnungen, die es durchaus in sich haben...

Beitrag melden
interstitial 06.03.2015, 14:27
117. nur zum Vergleich

Ein Wissenschaftler im öffentlichen Dienst, mit abgeschlossenem Dr. rer. nat, beispielsweise als Sammlungskurator am Museum oder Lehrstuhlassistent, verdient 13 TV-L :
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l&g=E_13&s=1&zv=VBL&z=100&zulage=&stj=2015&stkl=1& r=0&zkf=&kk=15.5%
Das sind 1500-1900 netto. Bei voller Stelle. Aber Teilzeitstellen sind in diesem Bereich üblich, und von entfristbaren Stellen kann man nur träumen (Assistenzen sind in aller Regel als Habilitandenstellen ausgelegt und auf 3-6 Jahre befristet. Dazu kommt das Wissenschaftsarbeitszeitgesetz, was bedeutet: 6 Jahre nach der Promotion keine Entfristung = Lehrstuhl: Byebye!). Dazu noch wohnen in einer Großstadt (standort), Frua und zwei Kinder? Ja, wenn die fleißig Zeitungen austragen...Insofern....Klar ist Schule Stress pur, v.a. die 2 Jahre Referendariat sind die Hölle. Wissenschaft auch. Aber beide sollten diesen Beruf nicht ergreifen, weil sie reich und berühmt werden wollen, dafür gibts wirklich besseres. Trotzdem gibt es auch noch andere Leute die für qualifizierte,belastende Berufe schlechter bezahlt werden. Nachtschwestern zum Beispiel. Die goldenen Achtziger sind halt rum.

Beitrag melden
ooyoo 06.03.2015, 14:28
118. Noch mal:

Ich neide keinem Lehrer die 2.700 Euro, ärgere mich aber, wenn hier wieder einer behauptet, er würde JEDE Unterrichtsstunde mit einer Stunde Arbeit vorbereiten. Das ist entweder gelogen oder er ist mit seinem Beruf überfordert.

Beitrag melden
troy_mcclure 06.03.2015, 14:28
119.

Zitat von sepp08
gehören nicht mehr verbeamtet. Hoheitliche Aufgaben gibt es nur bei der Polizei und der Justiz. Hier sind Beamte erforderlich. Überall sonst sind Beamte abzuschaffen, was dem Staat die Rücklagen für die Pensionskosten erspart.
Sehe ich anders. Bildung ist auch eine hoheitliche Aufgabe, Lehrer sollten verbeamtet sein. Ob sie es auf einem so hohen Besoldungsniveau wie bspw. Gymnasiallehrer (A 12 oder A13 aufwärts) sein müssen. das ist eine andere Frage,

PS: Berufsfeuerwehrleute sollten auch weiterhin verbeamtet sein.

Beitrag melden
Seite 12 von 47
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!