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Streik an Schulen: Ich bin Lehrer, und so viel verdiene ich
GEW-Berlin

Tom Erdmann bezeichnet sich als Gutverdiener - trotzdem streikt er für mehr Gehalt. Warum? Hier verraten angestellte Lehrer, was sie verdienen.

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Situation 06.03.2015, 16:06
250. Pisa

Vielen Dank liebe Lehrer für all die harte Arbeit die ihr in unsere Kinder steckt. 20isgter Platz bei der PISA Studie. Da habt ihr euch auch eine Gehaltserhöhung verdient! Ihr solltet euch schämen, Mittelmaß bei der Leistungsbereitschaft und vorne dran beim Gehalt. Nur manche Politiker sind schlechter als ihr. Und glaubt nicht, dass ihr das Triebmittel für Deutschland's gute wirtschaftliche Lage seid. Das sind nämlich die Hochschulen!

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opinio... 06.03.2015, 16:07
251. nach der Einarbeitung

Zitat von bruno bär
Für junge Lehrer mag die Arbeitsbelastung tatsächlich relativ hoch sein, da sie noch engagiert sind und die Klassenarbeiten und den Unterricht tatsächlich noch vorbereiten müssen. Aber nach einigen Jahren hat man den Unterricht vorbereitet, hat zu jedem Thema eine Auswahl an Aufgaben für Klassenarbeiten.
kommt Routine, man hat's drauf und mehr Freizeit. Die Arbeitsstunde wird also immer besser bezahlt. Bei Anwendung vergleichbarer Logik ist es nur fair, den Verbeamteten mehr Arbeitsstunden aufzuhalsen. Wie viele Wochen Ferien pro Jahr waren das nochmal?

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evilbernd 06.03.2015, 16:08
252. Antwort

Zitat von grueb
Wie kann es sein, dass der Lehrer an einer Gemeinschaftsschule in Neukölln 2700€ netto verdient und die Gymnasiallehrerin in Baden-Württemberg 2300€ netto? Entweder ist das völlig gaga oder die Zahlen stimmen nicht, wahrscheinlich von der Dame aus dem Hochlohnland Baden-Württemberg. Ausserdem stelle ich die 50 Arbeitsstunden pro Woche sehr in Frage. Jeden Tag durchgehend von 8 bis 18h?
viele Lehrer arbeiten auch Samstags und/oder Sonntags. Nur sieht man nicht, wenn er Kollege am Schreibtisch von 15-20 Uhr korrigiert, aber man sieht, wenn der Lehrer an einem kurzen Tag um 13 Uhr nach der Schule einkaufen geht und nach Hause fährt und denkt: "Na super, der hat frei und ich!" (wobei, wenn so viele sehen, wie ihre Lehrernachbarn so früh und faul zu hause sind, was machen sie selbst, dass sie es sehen können???).

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Yoroshii 06.03.2015, 16:08
253. Ich bin weniger sprachlos!

Zitat von schwencky
€ 2.700,- netto und man geht streiken...wem will man das denn noch erklären? Der Mann sagt selbst, dass er in seinem Bekanntenkreis Gutverdiener ist, aber will natürlich mehr. Orientiert wird sich natürlich nicht an der breiten Angestelltenschaft, sondern an der.....
Das sind studierte Leute! In der freien Wirtschaft mit gleichwertiger Ausbildung ist der Lehrer ein Habenichts. Auch Unstudierte bei Banken und Versicherungen und ... würden für das Geld sich nicht die Nerven ruinieren lassen. PUNKT

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muunoy 06.03.2015, 16:09
254. Geile Neiddebatte

Zitat von donicc
Jetzt wissen wir aber wirklich alle ganz genau, dass Sie ein toller Superverdiener sind und dehalb so hohe private KV-Beiträge zahlen. Ich bewundere Sie! Sie dürfen jetzt Wochenende machen!
Als ob der Beitrag zur PKV vom Einkommen abhängt. Die Neiddebatten auf SPON sind einfach nur noch geil.
Noch was zur Besteuerung von Beamten. Ja, die werden ein wenig höher gestuft. Aber die Progressionsvorteile, die sie dadurch haben, dass keine Sozialabgaben über ihr Konto laufen, sind dennoch da. Das gilt übrigens auch an vielen anderen Stellen, weil in unserem Land leider häufig das Brutto-Einkommen herangezogen wird, was eben ungerecht ist. In meiner Kommune richten sich Kindergartenbeiträge z. B. nach dem Brutto-Einkommen mit wahnsinnig vielen Abstufungen (geht bis 150 TEUR Jahresgehalt). Beamte kommen da dann natürlich besser weg. In einer Nachbarkommune hat man das inzwischen erkannt und schlägt bei Beamten auf das Brutto-Einkommen ca. 20% drauf.

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Glisch@gmx.de 06.03.2015, 16:09
255. Wie

Zitat von FAS
Ich gebe außerdem zu Bedenken, dass es sich bei den Lehrergehältern um ein "Fixum" handelt. Eine leistungsorientierte Incentivierung wäre m.E. der richtige Weg.
soll das denn aussehen? Notenschnitt bei 1,9 ode wie? Kann jeder Lehrer spielend erzeugen...

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Phieez 06.03.2015, 16:11
256. Brutto/Netto...

1) Dass der gute Herr im ersten Beispiel auf 2.700€ netto p.M. kommen will, unverheiratet und kinderlos...halte ich für fragwürdig und vermute eher einen Fehler. Selbst bei voller Anstellung würde er diesen Betrag wohl eher als Beamter bekommen. Meine Lebensgefährtin ist verbeamtete Lehrerin, in etwa im selben Alter, ich wüsste, wenn Sie 2.700€ netto verdienen würde, wohl gemerkt: verbeamtet.

2) Nirgendwo im Artikel steht wie viel Übergewicht die Dame im zweiten Beispiel hat. Ich erinnere mich an einen ähnlichen Fall im weiteren Arbeitskreis meiner Lebensgefährtin, wo das auch so war. Wenn ich mich recht entsinn sprechen wir da nicht über 1-2kg....eher so über 20-30kg reines Übergewicht. Auflage war, dass die betreffende Person 15kg abnimmt (ohne Zeitauflage). Das wurde nicht erreicht. Habe schon damals nicht verstanden, warum man sich da nicht mal etwas zusammenreißen kann, zumal man danach fast wieder machen (essen) kann was man möchte...was wohl auch nicht im Sinne des Erfinders ist.

3) Der Brutto/Netto-Vergleich hinkt hinsichtlich eines Details etwa:. Es kommt nicht aus den Darstellungen klar heraus, wie das mit der Krankenkasse ist. Verbeamtete Lehrer sind i.d.R. privat-versichert. Von den ca. 2.500€ netto, die eine verbeamtete Lehrkraft zu Beginn der Beamtenzeit verdient, gehen ebenfalls Krankenversicherungsbeiträge ab, womit dann noch ca. 2.200 blieben.

4) Ich finde, dafür dass man 3-4 Jahre studiert, dann noch 2 Jahre Referendariat durchläuft, dann meist 3-4 Jahre auf eine Verbeamtung wartet, um dann mit Ende 20 endlich mal eine sichere Vollanstellung zu haben und 2.200€ im Monat zu verdienen, bei gut und gerne 50 Stunden Arbeit die Woche, durchaus gerechtfertigt. Man darf auch nicht vergessen, dass ein nicht-verbeamteter Lehrer zu jeder Zeit ohne weiter Gründe von Jahr zu Jahr die Stunden gekürzt bekommen kann. Stellen Sie sich doch mal vor, ihr Chef kommt im Sommer zu Ihnen, sagt Ihnen, dass Sie für die 6 Wochen Sommerferien entlassen werden, und sie kein Gehalt bezahlt bekommen, er sie danach aber wieder einstellt, aber nur noch für 75% der Arbeitszeit (und natürlich 75% des Gehalts). Das macht er jeden Sommer, mal gibt es 100%, dann nur 80% usw...kann er nicht machen? Der Staat kann das sehr wohl! So ein bisschen Sicherheit im Leben sieht anders aus.

Man sollte mal mit der Verunglimpfung der Lehrer aufhören. In den meisten Europäischen Ländern ist das ein hochangesehener Beruf, der meiner Meinung nach viel abverlangt, wenn man ihn denn gut machen will. Sollen jetzt alle guten Lehrer mit abgestraft werden, weil es die wenigen schlechten halt auch gibt? Finde ich nicht.

Weiterhin stand es jedem offen welchen Beruf er wählt. Wenn Lehrer ja ach so ein toller Beruf ist, wo man morgens Recht und abends frei hat, nur 2 Wochen im Jahr arbeiten muss, mit 45 in Pension geht und 5.000€ netto p.M. bekommt und sich dann auch noch auf der faulen Haut ausruhen darf, der hätte wohl einfach Lehramt studieren sollen.

Übrigens...ich habe kein Lehramt studiert ;)

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sponsep2012 06.03.2015, 16:15
257. Die Lehrer sollten mit einem Zeitvertrag

als Angestellter beginnen um dann später Beamter werden zu können. Das ist zwar auch nicht ideal, wird aber bei vielen öffentlichen Einrichtungen so gehandhabt, bislang wohl ohne Widerstand.

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Onsom2000 06.03.2015, 16:16
258. Das Gute ist...

... das die angestellten Lehrer nicht für mehr Gehalt jammern müssen.
Sie nehem einfach Ihr Grundrecht auf Streik (GG. Art. 9 Abs. 3) im Arbeitskampf war und Streiken.
Da dürft Ihr euch dann ruhig schwarz drüber ärgern...

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karl-felix 06.03.2015, 16:18
259. Na,gut

Zitat von evilbernd
Viele Foristen, wie Sie, kennen die Schule nur aus der Schülerperspektive und wissen daher nicht genug, um sich ein fundiertes Urteil zu bilden. Das meine ich nicht böse, das ist einfach so und das muss man eben bedenken.
aber Sie können niemandem vorwerfen, dass er nicht weiss, was in der Oberstufe geschieht.
Viele, die aus der Volksschule nach 8 Jahren entlassen wurden, sind durchaus achtenswerte Mitbürger geworden
mit z.T. auch hohen Gehältern. Schule ist nur ausschlaggebend hinsichtlich der Berufswahl. Wenn jemand nach dem Abitur Müllmann werden möchte und mit 2.700 Euro über die Runden kommt ist das doch in Ordnung.

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