Forum: Leben und Lernen
Streik an Schulen: Ich bin Lehrer, und so viel verdiene ich
GEW-Berlin

Tom Erdmann bezeichnet sich als Gutverdiener - trotzdem streikt er für mehr Gehalt. Warum? Hier verraten angestellte Lehrer, was sie verdienen.

Seite 35 von 47
scoolodie 06.03.2015, 17:52
340. Ich kann Ihnen versichern, dass

Zitat von GoaSkin
Ich kann es verstehen, wenn man auf hohem Niveau jammert, sofern es keine legitime Begründung für die unterschiedliche Bezahlung gibt. Wer mehr leistet, mehr Verantwortung hat und auch eine höhere Bildung mitbringen hat - der soll mehr Verdienen als Andere, die die Voraussetzungen weniger erfüllen. Die gesamte Vergütungsstruktur in Deutschland beruht jedoch auf eher scheinheiligen Tatsachen. Was gibt es z.B. für einen Grund, dass ein Arzt mit Promotion und langem Medizinstudium es schwer hat, mehr zu verdienen, als ein BWL-Bachelor, der von der FH kommt? Da kann ich es verstehen, dass sich auch die Ärzte über ihr Gehalt beklagen, auch wenn sie gewiss nicht arm sind. In Deutschland wird einfach nicht leistungsgerecht bezahlt, sondern vor allem danach, wie chic ein Beruf ist und danach, ob einem Arbeitnehmer vom Typ her ein gutes Gehalt auch gut steht. Interesse am Golf Spielen? Geschmack für guten Wein? Voll und ganz der Typ für ein gutes Gehalt?
es auch Lehrer mit Promotioen gibt. Und die erhalten nichts als "Zulage", außer wenn sie vielleicht in der Hierarchie etwas aufsteigen und vielleicht einen Schulleiter- oder so einen Anschissposten abkriegen.

Beitrag melden
Glisch@gmx.de 06.03.2015, 17:53
341. Wenn

Zitat von richterralf
Der Vergleich in den Bezügen von verbeamteten und angestellten Lehrern ist schief, und es wundert mich, dass keiner der Beamten dies benennt. Wenn ein Angestellter von seinem Nettogehalt spricht, bedeutet dies, dass bereits seine Krankenversicherung bezahlt ist.
Sie ALLE Beiträge gelesen hätten, hätten Sie auch gelesen, dass dies mehrfach reklamiert worden ist.

Beitrag melden
holgerneuhaus3 06.03.2015, 17:55
342. Wo leben wir?

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Ich kann diese Unterschiede nicht akzeptieren. Die Lehrerschaft hat meine volle Solidarität. 2500? Gehalt und für mehr streiken sind nicht jammern auf hohem Niveau, sondern ein Zeichen für miese Löhne in diesem Land. Allerdings lehne ich die Verbeamtung von Lehrern ab, auch Angestellte können wohl mit einem Dienstsiegel umgehen.

Beitrag melden
nichtsalshartefakten 06.03.2015, 17:55
343. Verdienst ist angemessen.

Nehmen wir einen Gymnasiallehrer Informatik und Mathematik - Bachelorstudium exakt die gleichen Vorlesungen wie Ingenieure, danach pädagogische Spezialisierung.
Verdienst eines Ingenieurs: Tarifvertrag IG_Metall für Elektro Lohngruppe EG13 z.B. in Berlin - Einstiegsgehalt: 5144€ Brutto.
Hier offiziell nachzulesen: http://www.igmetall.de/SID-BAC796D5-E404C771/metall-und-elektro-monatsentgelte-907.htm
Noch was zur Beamten-Angestellten-Differenz: A13 Gymnasiallehrer haben bei 3100€ Netto noch den (meist) privaten Krankenversicherungsbeitrag zu zahlen, wo man schonmal 300€ abziehen kann. Darüber hinaus wurde (nur für die höheren Beamten!) das Weihnachtsgeld und jegliche Sonderzulagen gestrichen.
Ich kann das Streiken dieses Kollegen nicht nachvollziehen, um ehrlich zu sein.

Beitrag melden
donicc 06.03.2015, 17:56
344. Ruhiger angehen

Zitat von Bondurant
Erstens: dass Sie Respekt vor etwas anderem haben, heißt nicht, dass sie es auch kennen. Zweitens: ja. Ich kenne sogar zwei ehemalige Nichtlehrer, die Lehrer geworden sind, weil sie es ruhiger angehen lassen wollten. Ihre Hoffnungen haben sich erfüllt.
Wenn ich einen Job antrete um es ruhiger anzugehen, ist davon auszugehen, dass die Herren sich keinen rausgerissen haben.
Sagt aber mehr über die Einstellung der beiden aus als über den Lehrerjob.

Beitrag melden
Zoroaster1981 06.03.2015, 17:59
345. Schlimm diese dt. Kleinbürgerlichkeit

Der Lehrer verdient nicht viel, aber offensichtlich verdienen viele zu wenig, wenn ich lese, dass 2700 Euro netto als ein gutes Gehalt gilt. Statt Neid und Missgunst sollten die dt. Arbeitnehmer mal gemessen an der Produktivität ordentlich das einfordern, was ihnen zusteht.

Und 2700 Euro netto ist definitiv kein gutes Gehalt!

Ich bin 33 Jahre alt und habe als Ingenieur - netto - schon das Doppelte, von brutto ganz zu schweigen. Fordert mal was ein und jammert und neidet nicht rum!

Beitrag melden
xehris 06.03.2015, 18:03
346.

Zitat von _green
Ich weiß ja nicht in welch anspruchsvollen Tätigkeiten die Kommentatoren (die Vormittags ! hier posten) beschäftigt sind. Aber 2.700 EUR für einen Akademiker - d.h. nach einem Hochschulstudium ist ein WITZ.
Ein junger Arzt in einem deutschen Krankenhaus bekommt ein Gehalt von ca. 2000 netto, bei 60-Stunden-Woche und im Drei-Schichte-Dienst.

Die Arbeit von Krankenhausärzten ist um einiges anstrengender als die Arbeit eines Lehrers.

Die Löhne in Deutschland sind in den meisten Branchen einfach viel zu niedrig.

Beitrag melden
Buerste 06.03.2015, 18:07
347. Hättet Ihr in der Schule....

......besser aufgepasst, dann könntet Ihr jetzt auch Lehrer sein und müsstet Euch nicht damit begnügen, in diesem Forum vor Neid zu zerfliessen- zu spät!

An der Lehrerbesoldung zeigt sich im Übrigen, was einer Industrie- und Wissensgesellschaft die Bildung des Nachwuchses (übrigens der einzige nachwachsende Rohstoff, den dieses Land zu bieten hat) wert ist. Und wenn wir nicht wollen, dass zukünftig noch mehr Bürger Deutschlands gezwungen sind, den Kummer über verpasste Lebenschancen in online- Foren zu kompensieren, dann sollte man sich wünschen, dass der Berufsstand so dotiert wird, wie man das wollte, wenn man ihm selber angehörte.

Beitrag melden
Boesor 06.03.2015, 18:12
348.

was soll eigentlich "das Lehramtsstudium" sein und wieso ist es nicht als schwer bekannt?
Angehende Lehrer sitzen in den gleichen Vorlesungen wie die jeweiligen "Fachstudenten" und schreiben auch die gleichen Klausuren. So war es jedenfalls bei mir in BWL.

Beitrag melden
Ein_denkender_Querulant 06.03.2015, 18:15
349. Gutverdiener???

2700,-€ Netto sind Brutto irgendwas um 4700,-€. Das ist ein deutsches Durchschnittseinkommen und alles andere als gutverdienend. Für die Belastung in jeder hinsicht zu wenig. Die zu geringe Bezahlung ist ein wesentlicher Grund, warum es keine guten Lehrkräfte gibt.

Beitrag melden
Seite 35 von 47
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!