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Streik an Schulen: Ich bin Lehrer, und so viel verdiene ich
GEW-Berlin

Tom Erdmann bezeichnet sich als Gutverdiener - trotzdem streikt er für mehr Gehalt. Warum? Hier verraten angestellte Lehrer, was sie verdienen.

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sepp08 06.03.2015, 13:50
70.

Zitat von notfadeaway
Man sollte das Beamtentum komplett völlig abschaffen. Wofür benötigt man Beamte? Angestellte machen es genau so ehrlich, unabhängig, neutral etc. , wie Beamte. Damit meine ich alle, auch Polizeibeamte, Finanzbeamte etc..
Ach ja,
dann können die Polizeibeamten streiken. Wunderbar, wenn man 110 anruft und niemand meldet sich oder kommt.
Mal über den Tellerrand schauen.

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Plasmabruzzler 06.03.2015, 13:50
71.

Zitat von dickebank
Derzeit geht er mit 73% der letzten aktiven Bezüge, wenn er die letzte Stelle mindestens 3 Jahre innehatte.
Bitte erst erkundigen, bevor man solche Falschinformationen herausgibt. Der Höchstsatz liegt bei 71,75 Prozent und wird erst nach 40 Jahren Beamter in Vollzeit fällig. 40 Dienstjahre als Lehrer zu erreichen ist nicht ganz einfach, denn nach dem reinen Studium kommen Zeiten, in denen man nicht einmal Beamter auf Probe bzw. Beamter auf Widerruf ist. Ein Blick ins Beamtenversorgungsgesetz - BeamtVG wirkt Wunder.

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antonio.b 06.03.2015, 13:50
72. Wie oft denn noch?

Gibt es denn nichts Wichtigeres als die Arbeitszeit und das Gehalt von Lehrern?
Man bekommt den Eindruck, dass hier immer wieder die gleiche Neiddebatte angefacht werden soll...
Und Neider gibt es offensichtlich genug.

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BRAZ3r 06.03.2015, 13:50
73. @its4free

Ich weiß nicht in welchem Traumland Sie leben, aber 30 Stunden die Woche ist heutzutage als Lehrer nicht mehr möglich. Ein voller Lehrauftrag in BaWü bedeutet 25-28 Stunden je nach Schulart. Für jede Schulstunde (Die gut sein soll und das ist mein Anspruch für jede Stunde) brauche ich mindestens! eine Stunde Vorbereitung. Hinzu kommen zusätzliche Aufgaben wie Organisatorisches, Klassenlehrerpflichten, Korrekturen usw. . Die Rechnung überlasse ich Ihnen.

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ooyoo 06.03.2015, 13:51
74. 48 Stunden

Die 2.700 Euro würde ich ihm ja können. Reich wird man damit auch nicht.

Aber die 48 Stunden in der Woche sind gelogen – entweder vorsätzlich oder er belügt sich selbst.

Ein Freund von mir ist Realschul-Lehrer und mittlerweile dazu übergegangen, die Wahrheit zu sagen: In den allermeisten Wochen bewegt er sich definitiv um die 30 Arbeitsstunden. Inkl. angeblicher Vorbereitung und Korrekturen.

Und dann hat er noch mehr als das Doppelte an Urlaub als die meisten Arbeitnehmer.

Dafür, dass er übrigens in der letzten Ferienwoche den Stundenplan erstellt, bekommt er fürs ganze nächste Schuljahr eine Stunde pro Woche abgezogen.

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Boesor 06.03.2015, 13:51
75.

Wenn es mir schlecht ginge würde ich versuchen das zu ändern und nicht hoffen das es anderen bald ähnlich schlecht geht wie mir.

Ja, es gibt viele schlecht bezahlte Jobs, aber das ist natürlich kein Grund für mich mein Gehalt nicht steigern zu wollen.

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mikado17 06.03.2015, 13:51
76.

Bin A12 und für die Personalführung von 2000 Führungskräfte im mittleren Dienst verantwortlich, (habe noch 2 unterstellte MA) werden ab 2016 etwas mehr, so um die 4300 mit dann 6 unterstellten MA, bekomme jetzt aber nicht mehr Geld dafür!

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cobaea 06.03.2015, 13:52
77. gleiche Arbeit, gleicher Lohn

Zitat von schwencky
€ 2.700,- netto und man geht streiken...wem will man das denn noch erklären? Der Mann sagt selbst, dass er in seinem Bekanntenkreis Gutverdiener ist, aber will natürlich mehr. Orientiert wird sich natürlich nicht an der breiten Angestelltenschaft, sondern an der Überbezahlung von verbeamteten Lehrern.
Wieso sollte er sich nicht an den Löhnen seiner Berufskollegen orientieren? Soll er vielleicht den Vergleich zum Mitarbeiter des Strassenunterhalts ziehen? Man vergleicht seinen Lohn mit demjenigen, den Berufskollegen (gleiche Ausbildung, gleiche Arbeit) beziehen. Der Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" sollte eben gelten. Es ist doch nicht einzusehen, weshalb derart gravierende Lohnunterschiede bestehen, nur weil der eine angestellt, der andere verbeamtet ist - und das dann auch noch bis zum Grab so weitergeht, weil Beamte eine Altersversorgung bekommen, die höher ist und für die sie zudem nie etwas bezahlte haben. Zumal die Angestellten ja ihre Renten auch versteuern müssen, obwohl sie auch jetzt schon auf ihre Rentenbeiträge Steuern bezahlen.
Was die generelle Höhe der Lehrerbesoldung betrifft: Lehrer soll man gut bezahlen. Das sollte ein Beruf sein, den Menschen ergreifen, die qualifiziert und motiviert sind und niemand, der den Job nur macht, weil er anderswo nicht unterkam.
Weshalb Lehrer allerdings überhaupt verbeamtet werden, erschliesst sich mir nicht. Weniger Beamte würden auch der Rentenkasse gut tun, in die Angestellte einzahlen müssen - und der Staatskasse, die nicht mehr alleine die Altersversorgung stemmen müsste.

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Michel 06.03.2015, 13:52
78. Daten überprüft?

Ich zweifele die Höhe der Gehälter mal stark an. Meine Frau ist Lehrerin an einer Grundschule. Sie hat zwar nur eine 75% Stelle, bekommt dafür aber nur ca.2600€ brutto, das macht bei Steuerklasse 5 ziemlich genau 1300€ netto.

Selbst bei einer 100% Stelle wäre der Bruttolohn nur bei ca. 3500€ und nicht bei 4800€, wie der Artikel suggestiert.

Ich denke da wollte wohl jemand eine Neiddebatte starten.

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technikaffin 06.03.2015, 13:54
79. Wo bleibt der Satz: Ironie aus???

Zitat von prouthou
Ein Hochschulstudium ist der höchste Bildungsabschluss, den man erwerben kann. Wenn man dann einen dieser Qualifikation entsprechenden Job hat, sind selbst 3000 € monatlich netto kein hohes Einkommen, sondern eher ein Witz. Wer das anders sieht, der hat wahrscheinlich selbst ein geringeres Einkommen, was oft mit der Bildung und offensichtlich mit der Kompetenz, einen wertvollen Forenbeitrag zu diesem Thema zu verfassen, korreliert. Die angestellte Lehrer werden ohne Zweifel betrogen und streiken zu Recht, aber sie sind nur die Blinden unter den einäugigen Beamten. Beide Statusgruppen werden schlecht bezahlt, die einen halt schlechter.
In welcher Zeit leben Sie? Bzw. sprechen Sie hier von "besonderen" Studiengängen wie Medizin und Jura? Dann komm ich schon eher mit dieser Aussage klar.

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