Forum: Leben und Lernen
Streikrecht: Gericht erlaubt Lehrern politisches Schwänzen

Eigentlich dürfen Staatsdiener nicht für eine Demo die Arbeit sausen lassen. Doch seit ein europäisches Gericht das Streikverbot für Beamte lockerte, werden auch deutsche Richter milde. Zwei Lehrern in Hessen wurde nun ein Streik rückwirkend erlaubt -*was den Lehrerverband gar nicht freut.*

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winterfichte 01.09.2011, 19:27
1. unfassbar...

alle rechte haben wollen, den pflichten nicht nachkommen.

was allein berlin an stundenausfällen zu verkraften hat, geht auf keine kuhhaut. alle nase lang krank oder zur weiterbildung. themen- oder projektwochen, schulfeste organisieren oder eben zur demo. nur nicht lehren!!! passen sich die lehrer da den schülern an oder anders herum???

klar ist nur, dass dabei alle irre überlastet sind und kurz vorm burn out stehen. ich lach mich kaputt!!!

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alaxa 01.09.2011, 19:30
2. Hat nichts mit Schwänzen zu tun!

Zitat von sysop
Eigentlich dürfen Staatsdiener nicht für eine Demo die Arbeit sausen lassen. Doch seit ein europäisches Gericht das Streikverbot für Beamte lockerte, werden auch deutsche Richter milde. Zwei Lehrern in Hessen wurde nun ein Streik rückwirkend erlaubt -*was den Lehrerverband gar nicht freut.*
Das Streikrecht für Lehrer hat nichts mit Schwänzen zu tun! Wenn keine unmittelbar staatsrelevanten Aufgaben berührt werden (Polizei, Zoll usw.), müssen Lehrer dieselben Rechte haben dürfen wie andere Arbeitnehmer.

Wenn Lehrer streiken, hat es mit Sicherheit einen staatstragenden Sinn, wie z.B.

kleinere Klassen, mehr Unabhängigkeit der Schulen hinsichtlich Lehrplan, ungerechte Bezahlung (von A12 bis A15) bei identischer Arbeit, marode Schulgebäude usw.

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n+1 01.09.2011, 19:41
3. Absolut richtig

Zitat von alaxa
Das Streikrecht für Lehrer hat nichts mit Schwänzen zu tun! Wenn keine staatsrelevanten Aufgaben berührt werden (Polizei, Zoll usw.), müssen Lehrer dieselben Rechte haben dürfen wie andere Arbeitnehmer. Wenn Lehrer streiken, hat es mit Sicherheit einen staatstragenden Sinn, wie z.B. kleinere Klassen, mehr Unabhängigkeit der Schulen hinsichtlich Lehrplan, ungerechte Bezahlung (von A12 bis A15) bei identischer Arbeit, marode Schulgebäude usw.
Ein wegweisendes Urteil.
Weg mit dem Beamtenstatus für Lehrer. Zur Not muss ein Bundesgesetz helfen.
Dann wird die Vergütungsregelung dem Markt überlassen.
Das ist die beste Lösung für alle.

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alaxa 01.09.2011, 19:45
4. Sie sollten mal

Zitat von winterfichte
alle rechte haben wollen, den pflichten nicht nachkommen. was allein berlin an stundenausfällen zu verkraften hat, geht auf keine kuhhaut. alle nase lang krank oder zur weiterbildung. themen- oder projektwochen, schulfeste organisieren oder eben zur demo. nur nicht lehren!!! passen sich die lehrer da den schülern an oder anders herum??? klar ist nur, dass dabei alle irre überlastet sind und kurz vorm burn out stehen. ich lach mich kaputt!!!
Sie sollten mal eine Woche eine 8. Hauptschulklasse in Religion oder besser in "Ethik" unterrichten. Dann würden Sie hier nicht so unwissend herumtönen.

Burnout: Ja, etliche Lehrer leiden unter Burnout, verursacht von ihrem ursprünglichen Ideal, lernbereiten Schülern Wissen zu vermitteln und nach einigen Jahren Dienst an Lernverweigerung, allgemeiner Ignoranz, unflätigem Verhalten und Eltern-backing ("wenn Du mein Kind ein 5 geben tust, mein Rechtanwalt Disch schreiben tut und dann Gericht") verzweifeln.

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schniggeldi 01.09.2011, 19:46
5. lorem ipsum

Zitat von alaxa
Das Streikrecht für Lehrer hat nichts mit Schwänzen zu tun! Wenn keine staatsrelevanten Aufgaben berührt werden (Polizei, Zoll usw.), müssen Lehrer dieselben Rechte haben dürfen wie andere Arbeitnehmer.
Gerne. Allerdings nur dann, wenn sie auch bereit sind die gleichen Nachteile wie andere Arbeitnehmer hinzunehmen - speziell auf ihre Unkündbarkeit verzichten.

Das gilt nicht nur für Lehrer sondern für jeden Beamten.

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anin 01.09.2011, 19:51
6. Meinen

Zitat von n+1
Ein wegweisendes Urteil. Weg mit dem Beamtenstatus für Lehrer. Zur Not muss ein Bundesgesetz helfen. Dann wird die Vergütungsregelung dem Markt überlassen. Das ist die beste Lösung für alle.
Sie, dass wir Bürger schon soweit sind, es einem nicht verbeamteten Lehrer zu erlauben, mit einer schlechten Note das Leben unserer geliebten Sprößlinge zu versauen?

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Mathe-Freak 01.09.2011, 19:59
7. ....

Zitat von n+1
Ein wegweisendes Urteil. Weg mit dem Beamtenstatus für Lehrer. Zur Not muss ein Bundesgesetz helfen. Dann wird die Vergütungsregelung dem Markt überlassen. Das ist die beste Lösung für alle.
Wer soll da nur Lehrer werden? Wenn man bedenkt, das man als Lehrer die gleichen Grundvorlesungen besucht wie der Rest. Dann kann man davon ausgehen das noch weniger Lehrer einen Akademischen Hintergrund aufweisen werden, weil wer wird schon für 1800 Euro, 5 Jahre studieren?

Der Maurer der kein Bock auf den Bau hat, wird dann seine geballte Trash TV Allgemeinbildung an die Kinder weiter geben.

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alaxa 01.09.2011, 20:00
8. Gerne.

Zitat von schniggeldi
Gerne. Allerdings nur dann, wenn sie auch bereit sind die gleichen Nachteile wie andere Arbeitnehmer hinzunehmen - speziell auf ihre Unkündbarkeit verzichten. Das gilt nicht nur für Lehrer sondern für jeden Beamten.
Gerne. Unkündbarkeit von Beamten muss kein staatstragendes Prinzip sein. Das würde in letzter Konsequenz allerdings bedeuten, dass eine Regierung, entsprechend ihrer politischen Vorstellungen, freie Hand hätte zum Entlassen von Beamten, z.B. aus wirtschaftlichen Gründen. Überspitzt ausgedrückt: Wenn die Regierung keinen "finanziellen Spielraum" mehr hat, entlässt sie Beamte. So wie es in der freien Wirtschaft gang & gäbe (gebe?) ist.

Beamte: Polizei, Zoll, Lehrer, Staatsanwälte, Richter, Knastpersonal, Gesundheitsämter. Also weniger Staat und mehr Freiheit zum...

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Foul Breitner 01.09.2011, 20:20
9. Ist doch prima

Vielleicht kann man ja auch Elternzeit, Sabbatjahr, Betriebsausflüge und "politische" Demonstrationen so bündeln, daß man gar nicht mehr an die Schule muß.

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