Forum: Leben und Lernen
Streit über Schulkonzept: CDU-Bürgermeister rebellieren gegen Parteiführung

Die CDU-Führung will Haupt- und Realschulen zusammenlegen, doch der Basis geht das nicht weit genug: Christdemokratische Bürgermeister setzen auf die Gemeinschaftsschule - und gehen damit auf Konfrontationskurs zu konservativen Traditionalisten.

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Bastian90 28.06.2011, 07:28
1. Linke Utopisten überall!

Wie soll ein Migrant aus den anatolischen Bergen ohne perfekte Deutschkenntnisse und ein Lernbehinderter mit einem guten Gymniasasten in einer einzigen Klasse zusammen unterrichtet werden? Das geht nicht!!

Ich habe selber letztes Jahr Abitur gemacht und bin den Weg von der Hauptschule, über die Realschule bis zur gymn. Oberstufe gegangen.
Die Schüler sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht im Lernniveau!

Ich wähle das nächste mal eine Partei rechts der Union, also eine Partei der Mitte!

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farview 28.06.2011, 07:29
2. Gemeinschaftsschule

Die Gemeinschaftsschule ist der größte denkbare Unfug, passt aber zum Linksdrall - oder sagen wir besser: Linkstaumel - dieser sich in vielerlei Hinsicht im Sinkflug befindlichen Nation.

Diese Form der Gleichmacherei von Begabung und Potenzial unserer Kinder würde einer DDR 2.0 alle Ehre machen. Die Quittung für das dafür notwendigen Absenken der Leistungsanforderungen werden unsere Kinder dann in 20 Jahren bezahlen, wenn sie feststellen müssen, dass zwar plötzlich fast alle einen tollen Schulabschluss hinterher geworfen bekommen, aber Deutschland am Weltmarkt nicht mehr punkten kann. Denn billiger können andere immer, uns gehts nur gut, wenn wir besser sind.

Mit dem Modell Gleichmachereischule bewegen wir uns genau in die andere Richtung. So ist das eben, wenn Ideologie über Ökonomie siegt. Im Inland mag sich eine Gesellschaft damit selbst auf die Schulter klopfen und in die Tasche lügen, im rauen Wettbewerb "da draußen" nutzt derlei Schönfärberei gar nichts.

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hjm 28.06.2011, 07:47
3. .

Interessant finde ich, dass sich durch den ganzen Artikel eine sehr moderne Auffassung dessen zieht, was gut ist. Etwas ist dann gut, wenn es viele machen. Der »Erfolg« einer Schule hat nichts mit dem Wissen und den Fähigkeiten ihrer Abgänger zu tun, sondern bemisst sich nach der Anzahl der Anmeldungen. In diesem Sinne bietet unser örtlicher McDonalds deutlich besseres Essen als der um die Ecke gelegene Gourmet-Tempel. Begründung: McD wird von viel mehr hungrigen Menschen aufgesucht.

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c++ 28.06.2011, 07:54
4. .

Es wird Zeit, Bildungspolitik zu entideologisieren und pragmatisch vorzugehen.

Das bedeutet Kommunalisierung der Schulstruktur und Durchsetzung des Elternwillens, der Vorrang haben muss vor Politikerwillen.

Einheitlich muss nur eines sein, die Anforderungen an die Abschlüsse, und das muss durch möglichst bundeseinheitliche Prüfungen gesichert werden. Die Wege, wie die Schüler dorthin gebracht werden, sollten vielfältig sein.

In ländlichen Gebieten gibt es völlig andere Voraussetzungen als in Ballungszentren. Aber überall beginnt bei sinkenden Schülerzahlen der verbissene Kampf um die Schüler zwischen den Schulen, aber auch zwischen den Kommunen, "wir haben seitdem ständig steigende Schülerzahlen."

Nicht die Politik, sondern die Eltern müssen dabei die Schülerströme lenken

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neu_im_forum 28.06.2011, 07:57
5. Finde ich gut!

Die CSU in Bayern verteidigt Ihre Hauptschule eh nur aus ideologischen Gründen um ihre konservativen Stammwähler zu halten.

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outdoor 28.06.2011, 08:17
6. CDU folgt der SPD

Die CDU folgt der SPD in die Bedeutungslosigkeit.

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leonardo01 28.06.2011, 08:34
7. Oder um ihr Leistungssniveau zu halten?

Zitat von neu_im_forum
Die CSU in Bayern verteidigt Ihre Hauptschule eh nur aus ideologischen Gründen um ihre konservativen Stammwähler zu halten.
Die Bayern tun gut daran, diese unsinnige Reform abzulehnen. Im Gegensatz zu den Ländern, wo Gesamt- und Gemeinschaftsschulen jetzt schon blühen (z.B. Berlin, z.B NRW) und die jedesmal die Bildungsverlierer sind, sind die Bayern Spitze. Besser ein bayrischer Hauptschüler, der ausbildungsfähig ist als ein Gemeinschaftsschüler mit Abitur, der in Bayern nicht einmal den Hauptschulabschluss schaffen würde. Wenn konservativ bedeutet, dass man Niveau wahrt (und zwar in jeder Schulform), was ist schlecht daran?

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reihenfolge 28.06.2011, 08:36
8. Ist recht

Zitat von sysop
Christdemokratische Bürgermeister setzen auf die Gemeinschaftsschule - und gehen damit auf Konfrontationskurs zu konservativen Traditionalisten.
Oh Gott, konservative Traditionalisten mitten unter uns - müssen wir alle sterben?

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papayu 28.06.2011, 08:42
9. Haupt,Real, Gymnasium

Diese Aufteilung hat doch lange genug gehalten und wir sind nicht schlecht dabei gefahren.
Von 1945 bis 1954, also 9 Jahre bin ich in dieselbe Schule gegangen. Erst hiess es Volksschule, dann nachdem einige Schueler auf Real und Gym gewechselt waren, Praktische Oberschule. In meiner Klasse ging ein Einziger aufs Gym.
5 auf die Realschule und von diesen kamen 3 zurueck, eine Klasse tiefer! Vorher gab es Eignungspruefungen.
Ja und wir waren nur Jungs, die Maedchen gingen in die Schule nebenan. Wir wurden nicht durch die "Weiber" abgelenkt!! Also keinerlei Pubertaetsprobleme!

Mein Sohn hatte nicht soviel Glueck, der wurde in eine Klasse gesteckt mit nur 3 Deutschen!! Wir wohnten wohl in der falschen Gegend.

Alles unter einem Dach und die Besserverdienenden stecken dann ihre Zoeglinge in Privatschulen, so wie die Odenwald.

Lasst alles beim alten, spart ne Menge Geld und Aerger!!

Uebrigens, nach der gemeinsamen Schulzeit gingen ALLE ihrer Wege. Ich habe nie wieder einen aus meiner Klasse wiedergesehen.

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