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Streit um "Ariernachweis"-Anträge: Burschenschafter meutern gegen rechten Dachverband

Die umstrittenen "Ariernachweis" gekippt, die Spaltung des Dachverbands verhindert - die Welt ist wieder in Ordnung für die Deutsche Burschenschaft, das will sie zumindest nach außen hin vermitteln. Doch in der Verbindungszene gärt es, von Geschlossenheit keine Spur.

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joschka-fischer 14.07.2011, 16:29
20. Bedingungsloser Zusammenhalt

Zitat von stormking
Von "bedingungslos" steht da nirgens was. Nur wenn man zu Verschwörungstheorien neigt.
Die Bedingungslosigkeit wird sehr wohl praktiziert. Der Blogger sollte mal diese Statuten der im Artikel genannten Positionen nachlesen.
http://www.arminia-rhenania.de/index.php?id=80

Interessant ist es den politischen Aufstig der im Artikel genannten Personen nachzuverfolgen. Da wird eine systematische Unterwanderung der politischen Führung eher praktiziert. Kommt da die Bedingungslosigkeit mit ins Spiel wird man schnell erkennen, was es mit unserer Demokratie auf sich hat.

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joey55 14.07.2011, 16:44
21.

Zitat von sample-d
Brandanschläge auf Burschenschaften ?!? Also davon hab ich auch abseits des Spiegels noch nichts mitbekommen... Dass Mitglieder von Burschenschaften aber aufgrund des ritualisierten Alkoholkonsums potentiell öfter in Körperverletzungen und Sachbeschädigungen involviert sind glaub ich gern...
Ja, richtig. Es wird eben kaum wahrgenommen. Während ein Antrag, der nicht mal zur Abstimmung gestellt worden ist, seit Wochen immer wieder medial aufbereitet wird, werden schwere Straftaten nicht erwähnt.

Auf die Schnell zu Brandanschlägen:

http://www.presseportal.de/polizeipr...-brandstiftung

POL-GOE: (164/2011) Verletzung von Menschen billigend in Kauf genommen - Unbekannte entzünden vorsätzlich Papiertonnen vor Hauseingang im Schildweg

Göttingen (ots) - Göttingen, Schildweg

Freitag, 11. März 2011, gegen 03.35 Uhr

GÖTTINGEN (jk) - Vor dem Hauseingang eines von mehreren Personen bewohnten Burschenschaftsgebäudes im Schildweg haben Unbekannte Freitagnacht (11.03.11) gegen 03.35 Uhr zwei Papiertonnen vorsätzlich in Brand gesetzt und damit die Verletzung von Menschen sowie hohe Sachschäden billigend in Kauf genommen.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen zogen die Täter die beiden Tonnen zunächst mehrere Treppenstufen hinauf bis auf das Podest direkt vor der Hauseingangstür und setzten die Behältnisse anschließend mittels eines noch unbekannten Brandbeschleunigers in Brand.

http://www.polizei.niedersachsen.de/goettingen/

Für Körperverletzungen:

Studenten angegriffen

Marburg
In der Oberstadt an der Wasserscheide griff am Freitag, 22. April, um
02.20 Uhr eine 15 bis 20 Personen starke Gruppe zwei Studenten an,
die eine Mütze und die Schärpe ihrer Verbindung trugen. Die beiden
jungen Männer (22 u. 24 Jahre) blieben unverletzt. Es entstand
allerdings ein Schaden an der Kleidung. Besonders aktiv war eine
schlanke, dunkel gekleidete junge Frau mit dunkler Kurzhaarfrisur
(Pagenschnitt).

http://www.presseportal.de/print.htx...5&type=polizei

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spiritof81 14.07.2011, 19:22
22. Brandanschlag mit Todesopfern

Zitat von sample-d
Brandanschläge auf Burschenschaften ?!? Also davon hab ich auch abseits des Spiegels noch nichts mitbekommen... Dass Mitglieder von Burschenschaften aber aufgrund des ritualisierten Alkoholkonsums potentiell öfter in Körperverletzungen und Sachbeschädigungen involviert sind glaub ich gern...

In Freiberg wurde vor ca. 10 Jahren ein Verbindungshaus abgefackelt, wobei zwei Mitglieder der Verbindung ihr Leben verloren. Nur weil Sie davon und von ähnlichen Ereignissen nichts gehört oder gelesen haben, bedeutet das noch lange nicht, dass es sowas nicht gibt. Angefangen von Sachbeschädigung durch Farbbeutelwürfe auf die Häuser, über Körperverletzung bis hin zum Totschlag/Mord.
Dabei differenzieren die Täter nicht, ob es sich tatsächlich um rechte/rechtsradikale Burschenschafter/-n handelt, da für sie jeder Verbindungsstudent per se rechtsradikal, mindestens aber "reaktionär" sei.

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f10w 14.07.2011, 19:25
23. Kösener und Weinheimer Corps

Hier auch noch die Pressemitteilung, die die Kösener und Weinheimer Corps zu dem Thema abgegeben haben. Der Kösener Verband ist immerhin der älteste existierende Verband studentischer Verbindungen und ist, genau wie der Weinheimer schon in den 90ern aus dem CDA ausgetreten, weil Sie die Radikalisierung der Deutschen Burschenschaft (als Mitglied im CDA) nicht mehr länger tolerieren konnte.

http://www.corpsstudenten.eu/2011/06...tag-und-nacht/

Mit freundlichen Grüßen

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joey55 14.07.2011, 19:36
24.

Zitat von marty_gi
Nee, die sind einfach so laut, dass man es unweigerlich mitbekommt. 'n Flughafen waere kaum lauter (aber das Problem loest sich ja jeden Winter, und taucht im Fruehling leider wieder auf)
Aha und was haben sie außer Lärmbelästigungen sonst mit bekommen?


Zitat von
Sorry - glaube ich nicht, dass es dieses Gekluengel nicht gibt. (Dazu muesste man wohl mal 'ne Karte malen, auf der Stellenbesetzungen sind und die Zugehoerigkeit oder auch Nichtzugehoerigkeit zu einem Bund mit markiert ist - das koennte interessant sein. Und wahrscheinlich die einzige Moeglichkeit, mich vom Gegenteil zu ueberzeugen) Nebenbei: Ich habe kein solches Netzwerk, auch weil ich in diesen Strukturen mich nicht bewegen will, sondern aus eigenem Antrieb und eigener Leistung meine eigene Anerkennung schaffen will - und das geht tatsaechlich ;-)
Ob sie es glauben oder nicht, es ist so. Klar lernt man den ein oder anderen kennen, aber es gibt keinen wirklichen Unterschied zu anderen Vereinen. Dass sie mit unbelegten Behauptungen argumentieren macht es nicht besser.
Und ich glaube ihnen nicht, dass sie keine Freunde, Verwandten oder Kollegen haben, denen sie geholfen haben oder von denen ihnen geholfen wurde.

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stormking 14.07.2011, 19:51
25. .

Zitat von joschka-fischer
Die Bedingungslosigkeit wird sehr wohl praktiziert. Der Blogger sollte mal diese Statuten der im Artikel genannten Positionen nachlesen.
Wo steht da denn was von "bedingungsloser Loyalität"? Selbst das Lebensbundprinzip ist nur ein Ideal, welches man anstrebt. Juristisch gesehen ist eine Verbindung ein stinknormaler Verein, aus dem man jederzeit wieder austreten kann. Da gibt's auch keine Drohungen oder psychischen Druck. Irgendwelche linksradikalen Spinner haben in Leipzig mal ein Aussteigerprogramm für Verbindungsstudenten angekündigt, nebst Sorgentelefon. Da kamen aber nur Spaßanrufe rein.

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jagdhund39 14.07.2011, 20:08
26. Alle Jahre wieder....

werden die Mitgliedsbünde der DB mit diesem oder ähnlichen Themen auf Trapp gehalten.
Ich gehöre einer honorigen Clausthaler Verbindung an, die 1996 aus der DB ausgetreten ist, nachdem sie kurz zuvor noch den Vorsitz in diesem Verband geführt hat. Schon damals war uns allen klar, dass dieser Verband reformunfähig ist und bleiben wird. Die Gründe hierfür sind bekannt, sie liegen an einer falsch interpretierten Geschichte, sowie an der bestehenden Struktur dieses Verbandes.
Wann kommen die liberalen Mitgliedsbünde der DB (die es ohne Zweifel gibt) zu dem Entschluss, diesen Verband zu verlassen? Die Hoffnung auf Erfolge in der "Missionsarbeit" ist vertane Zeit und Geld.
Ach übrigens: der Sprecher unserer Activitas des Sommersemesters ist ein Inder. Er hat, wie es sich gehört, auf unsere Farben scharf gefochten.

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marvinw 14.07.2011, 22:39
27. Selten so einen Blödsinn gelesen...

Zitat von Maccharoni
Meinungsmache für die linke Seele. Schon etwas traurig....bla, bla, bla, bla.
So viel Betroffenheitsgeschwätz und Märchen über "linke Seelen", was soll das überhaupt sein? Jemand der nur links rum läuft?

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hoffnungsvoll 14.07.2011, 22:40
28. Abgrenzung sinnvoll und erfreulich

Zitat von sysop
Die umstrittenen "Ariernachweis" gekippt, die Spaltung des Dachverbands verhindert - die Welt ist wieder in Ordnung für die Deutsche Burschenschaft, das will sie zumindest nach außen hin vermitteln. Doch in der Verbindungszene gärt es, von Geschlossenheit keine Spur.
Es ist erfreulich, so klare Stimmen vom CV und CDA zu hören. Ich war bewußt in keiner schlagenden Verbindung, weil schon damals das rechtsextremistische Gut unerträglich war. Im WK war es schon erheblich moderater aber ich fand letzt endlich ein freie Verbindung.

Aber die Deppen sammeln sich weiter und taten es damals schon. Man weiß es und man darauf reagieren. Bald schon wird die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr haben, sollte es keine klare Distanzierung geben.

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Inbetween 14.07.2011, 22:46
29. Denkste!

Zitat von Maccharoni
Tatsache ist, dass nahezu alle Burschen sich missverstanden und in ein falsches Licht gerückt fühlen werden. ... Also, keine Verteufelung, nur ein Rüffel im Umgang mit tieferen Strukturen und Ideen der Burschenschaften, als es hier stereotypisch abgetan wird.
Diese mißverstandenen Burschen aber geben nicht auf und sind weiter auf dem rechtsradikalen Trip. Siehe dazu
[url]http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/der-putschplan-steht/[/url
Maccharoni bleibt Spaghetti, bleibt Canneloni - egal wie man es nennt.

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