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Streit um Freizügigkeit: EU setzt Erasmus-Programm für Schweizer Studenten aus
DPA

Schweizer Studenten dürfen in diesem Jahr nicht am Austauschprogramm Erasmus teilnehmen. Die EU hat die Verhandlungen darüber ausgesetzt - aus Ärger über den Volksentscheid zur begrenzten Freizügigkeit.

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karl41 27.02.2014, 18:04
1. die geistige Reife der EU

Zitat von sysop
Schweizer Studenten dürfen in diesem Jahr nicht am Austauschprogramm Erasmus teilnehmen. Die EU hat die Verhandlungen darüber ausgesetzt - aus Ärger über den Volksentscheid zur begrenzten Freizügigkeit.
Ein noch nicht Erwachsener (die EU) zeigt mit dieser Trotzreaktion eben dies, noch nicht ganz entwickelt, reif. Kindergarten !!

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fuenfringe 27.02.2014, 18:18
2. Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher

Zitat von karl41
Ein noch nicht Erwachsener (die EU) zeigt mit dieser Trotzreaktion eben dies, noch nicht ganz entwickelt, reif. Kindergarten !!
dass Sie mit der EU den richtigen Kindergartenkandidaten im Blick haben; Sie sind sich offenbar auch nicht sicher, sonst wäre der Zusatz "(die EU)" nicht notwendig gewesen.

Also wer hier mit dem Füßchen aufstampft, sich zu Boden wirft und "Ich will, ich will, ich will..." ruft, scheint mir doch eher der Durchschnittsschweizer zu sein (wieviel? 52%?).

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rolfmueller 27.02.2014, 18:19
3.

Europa braucht die Schweiz nicht, aber die Schweiz braucht Europa. Das werden die Schweizer lernen müssen, so oder so. Offenbar haben sie sich für die harte Tour entschieden.

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mightyschneider 27.02.2014, 18:40
4. Schulz: losschlagen gegen die Schweiz

Die Schweiz wird sich nicht um die EU-Apparatschiks scheren, denn wer so klug ist, sich das "Wirtschaft über alles in der Welt"-Prinzip der Globalisten und Kapitalisten nicht auf die Fahne zu schreiben, der wird dadrüber stehen können. Bezeichnend ist, dass die EU-Apparatschik den Erasmus-Vertrag brechen, während die Schweiz sich bislang an alle Vereinbarungen hielt. Das meinte Schulz wohl, als er von "losschlagen gegen die Schweiz" schwadronierte. Meine Sympathie hat die Schweiz in jedem Fall - der (erste) Urlaub dort ist bereits geplant und ich freue mich drauf.

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sehrsauer 27.02.2014, 18:40
5. Kann nicht glauben

dass irgendein Mensch diesen Schritt für sinnvoll hält. Da sitzen die alten Schweizer in ihren Bergdörfern und könnten künftig ersetzt werden von einer Generation Jugendlicher, die mit Internationalität im Internet und Studium aufgewachsen wären - nein, obwohl bekannt ist, dass Austauschprogramme Toleranz fördern, verbieten wir aus Wut über Intoleranz genau das! Dumm!

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plietsch 27.02.2014, 18:55
6.

Genau genommen hat die Schweiz das Programm ausgesetzt, weil sie unilateral die Abkommen gebrochen bzw. ausgesetzt haben und nun an diesem Programm nicht mehr teilnehmen. Daß die EU nicht Schweizer Studenten bezahlt, wenn sich an der Finanzierung des Erasmus-Topfes die Schweiz nicht beteiligt, ist doch logisch.

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mitbestimmender wähler 27.02.2014, 18:56
7. Wir haben einige Nahtod-Erfahrungen gemacht.....lach

Zitat von rolfmueller
Europa braucht die Schweiz nicht, aber die Schweiz braucht Europa. Das werden die Schweizer lernen müssen, so oder so. Offenbar haben sie sich für die harte Tour entschieden.
Ja Uns wurde der Tod schon bei:

EWR Nein
EU Nein

gepredigt. Für Uns ist aber die Welt nicht nach der Platte EU/D zu Ende. Wir haben nach den Neins die Exporte in die EU von 75 auf unter 60% gesenkt und das BIP Wachstum war 3mal grösser als das der im EU Boom stehende BRD ;-)

Selbst beim Tourismus sind wir selbst Unser grösster Tourist der 52% der Touristen bringt und für 75% der Wertschöpfung verantwortlich ist.

Bis es den Schweizern so schlecht geht wie den meisten EU Ländern, haben Sie noch massiven Spielraum um optimalere Wege zu gehen und die Kurve zu kriegen. Vielleicht sind die Schweizer dadurch gerade dann wenn die grosse EU Krise kommen wird, noch differenzierter ausgerichtet, stabilisierter und mit noch weniger Schulden für seine Bürger eine noch sicherere Heimat.

ROLFMULLER Wir machen DAS BESTE DARAUS darauf können Sie setzen ;-)

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Feindbild_Mensch 27.02.2014, 19:03
8. So so so ...

und jetzt ist eben etwas bürokratischer und beschwerlicher eine Auslandssemester zu machen. Sehr gut, dann hört auch der Hochschultourismus auf, um den Lebenslauf angeblich zu schönigen. Wer jetzt von den Schweizer Studenten ins Ausland will, möchte es wirklich und wird auch seinen Weg finden. Was für eine Affentheater schon wieder ...
Europa braucht die Schweiz - immer dieses Gesülze von deutschen Neidern, die nicht wahrhaben wollen, dass Deutschland nur noch ein mässig demokratisch und fortschrittliches Land ist, wobei es noch seine Bürger schröpft wie kaum ein Land - ohne erkennbaren Gegenwert. Die Schweiz ist Nettozahler in die EU, die Schweiz hat ein regen Austausch von Waren mit der EU usw...

Das schweizerische Votum ist eben der Nadelstich für die Eurokraten und ihre "IDEE" und die Medien machen aus einer Mücke einen Elefanten. Die Schweiz profitiert von der erneuten Kontigentierung, da sie so die ganzen Lowlevel aus ihrem Land hält und mit dem eingesparten Geld noch mehr Brain Drain provozieren wird. Aktuell schreiben mich viele alte Weggefährten aus dem "wunderbaren" Deutschland an, dass sie sich überlegen, in die Schweiz auszuwandern. Und trotz Initiative und latenten Deutschenhass müsste das eigentlich weniger werden, aber denkste. Die Leute begreifen ... nur die Dummen bleiben zuhause (und gezwungenermaßen die sich familiär gebunden haben). Und andere Länder bieten sich auch an.

Die Schweiz ist hinter Norwegen im Prosperity Index auf Platz zwei (Deutschland auf Platz 14, Tendenz fallend). Somit gibt es 13 Länder, die lohnenswerter sind. Englisch ist Weltsprache, Arbeitsprozesse dank Globalisierung überall standardisiert. Ob jetzt in Zürich, Toronto, Melbourne oder Singapur - kein Problem. Vielen Dank an das gute alte Diplom in Deutschland.

P.S: Mein Studium bezahlten meine Eltern mit ihren Steuern (Steuerlast war ungefähr 500.000€), somit bin ich niemanden was schuldig. Und die ganzen studentischen Expats aus China zu meiner Studienzeit haben es ebenfalls vorgezogen, billig hier in Deutschland zu studieren und sich dann aus dem Staub zu machen (die haben gar nichts bezahlt - nur so mal als Info).

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Feindbild_Mensch 27.02.2014, 19:13
9. blubb

Zitat von sehrsauer
dass irgendein Mensch diesen Schritt für sinnvoll hält. Da sitzen die alten Schweizer in ihren Bergdörfern und könnten künftig ersetzt werden von einer Generation Jugendlicher, die mit Internationalität im Internet und Studium aufgewachsen wären - nein, obwohl bekannt ist, dass Austauschprogramme Toleranz fördern, verbieten wir aus Wut über Intoleranz genau das! Dumm!
Nicht die Schweiz hat das Programm auslaufen lassen, sondern die beleidigte EU. Und ob sie es glauben oder nicht, in der Schweiz hat jedes Bergdorf eine ausgezeichnete Infrastruktur, wovon die Käffer in der deutschen Pampa nur träumen können. Die Schweizer Intoleranz vorzuwerfen bei einem Ausländeranteil von 23% lachhaft - leben sie mal in diesem Land. In Deutschland haben sie dieselben Ressentiments - fragen sie mal einen russischen Spätaussiedler, der es auch in Deutschland zu was gebracht hat (meine Freundin ist Russin hat es immerhin auf 75000 EUR im Jahr gebracht, wird aber pauschal bei Wohnungsbesichtigungen abgekanzelt - und dann der Neid, wenn sie auf Anfrage ihren Lohnzettel vorweisen muss).

Nur in Schweiz sind die Deutschen die Tagelöhner, das passt vielen Deutschen nicht, den Spiegel vorgehalten zu bekommen.

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