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Streit um Freizügigkeit: EU setzt Erasmus-Programm für Schweizer Studenten aus
DPA

Schweizer Studenten dürfen in diesem Jahr nicht am Austauschprogramm Erasmus teilnehmen. Die EU hat die Verhandlungen darüber ausgesetzt - aus Ärger über den Volksentscheid zur begrenzten Freizügigkeit.

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nmw 28.02.2014, 12:49
40. Hut ab!

Zitat von Korken
[…]Es ist doch die Schweizer Presse selbst, die das erklärt hat. […]
Und Sie glauben an das, was die Presse "erklärt"? – Dann haben Sie aber eine verdammt gute Presse. Hut ab!
PS
In der Schweiz hatte wenigsten einmal ein Bundesrat den Mut, der (uniformen) Presse an einer ihrer Hochglanzveranstaltungen die Leviten zu lesen.

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osgar 28.02.2014, 13:17
41.

Zitat von ein schelm ...
Welche jetzt genau? Die vollen Züge? Der Dichtestress den man nur auf dem Land zu kennen scheint? Die hohen Mieten welchen Schweizern enorme Einnahmen bescheren? Die quasi nichtexistente Arbeitslosigkeit? Oder die "Schweizer aufschlitzenen Kosovaren"? Welche real existierenden Probleme genau meinten Sie?
Letztlich fragt sich der wählende Bürger was er am Ende des Tages von der Situation hat. Sie haben zwar schon beinahe Schaum vor dem Mund, aber ich gehe trotzdem mal drauf ein.

Dichtestress den man nur auf dem Land kennt?! Sie haben offensichtlich keine Ahnung wie die Schweiz bebaut ist. Das "Land" existiert zu grossen Teilen gar nicht mehr. Es sind Dichtezentren die in Aglomeration übergehen. Wie differenziert haben sie das Abstimmungsverhalten beobachtet? Das Argument, dass die Initiative dort keine Befürworter hatte wo die Probleme existieren stimmt einfach nicht. Dort wo in den letzten 10 Jahren die grössten Veränderungen stattgefunden haben ist die Initiative zu grossen Teilen angenommen worden.

Die hohen Mieten in den Städten kann sich der normale Bürger kaum mehr leisten. Auch wenn es vielleicht nicht in Ihr Weltbild passt: Die wenigsten Schweizer sind Inhaber von hoch rentablen Mehrfamilienhäuser. Insofern profitieren hier einige wenige Gruppen und Kreise.

Die Schweizer aufschlizenden Kosovaren finde ich ein ungünstig gewählter Ausdruck, den die SVP mal gebracht hat. Ich kann damit nichts anfagen. Nichtsdestotrotz sollten Sie sich vielleicht mal die Kriminalitätsrate ansehen. Knapp 75% der Insassen sind Ausländer. Aber das ist sicher nur Zufall, oder in Ihren Augen vermutlich auch die Schuld der Schweizer.

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Claes Elfszoon 28.02.2014, 13:50
42. Ja und das ...

Zitat von mitbestimmender wähler
Ja Uns wurde der Tod schon bei: EWR Nein EU Nein gepredigt. Für Uns ist aber die Welt nicht nach der Platte EU/D zu Ende. Wir haben nach den Neins die Exporte in die EU von 75 auf unter 60% gesenkt und das BIP Wachstum war 3mal grösser als das der im EU Boom stehende BRD ;-) Selbst beim Tourismus sind wir selbst Unser grösster Tourist der 52% der Touristen bringt und für 75% der Wertschöpfung verantwortlich ist. Bis es den Schweizern so schlecht geht wie den meisten EU Ländern, haben Sie noch massiven Spielraum um optimalere Wege zu gehen und die Kurve zu kriegen. Vielleicht sind die Schweizer dadurch gerade dann wenn die grosse EU Krise kommen wird, noch differenzierter ausgerichtet, stabilisierter und mit noch weniger Schulden für seine Bürger eine noch sicherere Heimat. ROLFMULLER Wir machen DAS BESTE DARAUS darauf können Sie setzen ;-)
... finden Sie auch noch gut? Das jemand etwas SELBST macht, aus EIGENEM Willen und Vermögen?
Sowas gilt in der EU als ein Vermächtnis der "Jünger des Bahemot" und wird mit langsamer und quälender Sarrazinierung der Lucke-Sensorik bestraft.

Migranten müssen durch Migrationsbeauftragte in Abhängigkeit gehalten werden, Frauen durch Gleichstellungsbeauftragte - und diese Tropfanleger werden NIEMALS fertig werden, denn sie haben nichts anderes gelernt, als die Koordinaten der Fleischtöpfe der EU zum eigenen Vorteil zu fälschen.

Die Schweiz kann gut auf die EU verzichten, die EU auf die Schweiz nicht (schon allein, weil sie ein echter NETTOTZAHLER in viele EU-Projekte ist und oft die außenpolitische Vertretung da übernimmt, wo die EU keine Stimme hat und keine Schnitte bekommt)!

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Claes Elfszoon 28.02.2014, 14:06
43. Ach was, jetzt ...

Zitat von ein schelm ...
Mit dem Entscheidenden Unterschied: man hat sich mit den bilateralen Verträgen sämtliche Annehmlichkeiten gesichert und wenig bis nix dafür gegeben. Folgerichtig ging es der CH blendend. Wäre man nach EWR/EU Nein eine Insel wie nun angestrebt geworden hätte das wohl bedeutend anders ausgesehen! Aber die CH braucht die EU natürlich nicht... Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall!
... geht es der Schweiz auch nur deshalb so gut, weil sie sich Vorteile gegenüber der EU gesichert hat?
Ich würde noch einen draufsetzen: Es geht deshalb so schlecht in der EU, weil es der Schweiz so gut geht.

Lamoyanz gehört in der EU ja mittlerweile zum gehobenen Konversationsinventar, aber solche entgleisten "Schlussfolgerungen" lassen sich eigentlich nur damit erklären, dass man in rotgünen Ländern, die Chancengleichheit mit Standardsenkungen zu erreichen versucht (hat?).

Zum Nachlernen: Der Schweiz ging es schon gut, als man in Deutschland beim Kürzel "EU" noch an eine Union der eierproduzierenden Landwirte dachte - das passiert doch heute keinem mehr - oder doch?

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Jurx 28.02.2014, 14:52
44. ...wie mit anderen Nicht-EU-Staaten

Dass die Handhabung des Studentenaustauschs "...wie mit anderen Nicht-EU-Staaten" gehandhabt wird, ist gut und völlig richtig so: Die Schweiz ist nämlich ein Nicht-EU Land. Wären sie ein EU-Land, dann wären die Schweizer Netto-Zahler und würden sich an der Finanzierung der EU beteiligen. Da die Schweiz sich nicht an der Finanzierung der EU beteiligt, ist es vollkommen korrekt, dass sie sich dann auch nicht irgendwelche Rosinen aus dem EU-Kuchen herauspicken können, die ihnen gerade schmecken.

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renee gelduin 28.02.2014, 14:55
45.

Zitat von
Die EU hat die Verhandlungen darüber ausgesetzt - aus Ärger über den Volksentscheid zur begrenzten Freizügigkeit.
Zitat von
"Die Schweiz hat den Termin für die Stipendienvergabe 2014 für Erasmus+ verpasst", sagte EU-Sozialkommissar Laszlo Andor.
Zitat von
"Die Teilnahme der Schweiz am EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 und dem Austauschprogramm Erasmus+ hängt an der Umsetzung der Personenfreizügigkeit für das neue EU-Mitglied Kroatien", sagte Reinhard Hönighaus, Pressesprecher der EU-Kommissionsvertretung in Berlin.
Ja, was denn nun ?

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spon-facebook-568112772 28.02.2014, 15:13
46. optional

Brüssel legt Bildungs- und Forschungsabkommen mit der Schweiz auf Eis, in Asylfragen wo es um grosse Zahlungen der Schweiz an die EU geht, verhandelt man jedoch weiter.
Ist die EU eine Rosinenpickerin ?

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ein schelm ... 28.02.2014, 15:32
47.

Zitat von osgar
Letztlich fragt sich der wählende Bürger was er am Ende des Tages von der Situation hat.
Schon klar! Die Schweizer versuchen für sich das Optimum herauszuholen. Kann gut gehen, muss es aber nicht. Wenn es nicht gut gehen sollte sind die Schweizer selber schuld und sicher nicht die pöse EU.

Zitat von osgar
Dichtestress den man nur auf dem Land kennt?! Sie haben offensichtlich keine Ahnung wie die Schweiz bebaut ist. Das "Land" existiert zu grossen Teilen gar nicht mehr. Es sind Dichtezentren die in Aglomeration übergehen.
Ja ne is klar!

Zitat von osgar
Wie differenziert haben sie das Abstimmungsverhalten beobachtet? Das Argument, dass die Initiative dort keine Befürworter hatte wo die Probleme existieren stimmt einfach nicht.
Die Zentren haben gegen die MEI gestimmt, die ländlichen Gegenden dafür. Was Sie sagen stimmt schlicht nicht! Von Dichtestress kann z.B. im Berner Oberland keine Rede sein.

Zitat von osgar
Die hohen Mieten in den Städten kann sich der normale Bürger kaum mehr leisten. Auch wenn es vielleicht nicht in Ihr Weltbild passt: Die wenigsten Schweizer sind Inhaber von hoch rentablen Mehrfamilienhäuser. Insofern profitieren hier einige wenige Gruppen und Kreise.
Dennoch ist das Argument und insbesondere der "Lösungsansatz" hanebüchen!

Zitat von osgar
Die Schweizer aufschlizenden Kosovaren finde ich ein ungünstig gewählter Ausdruck, den die SVP mal gebracht hat. Ich kann damit nichts anfagen. Nichtsdestotrotz sollten Sie sich vielleicht mal die Kriminalitätsrate ansehen. Knapp 75% der Insassen sind Ausländer.
Ganz so wenig scheinen Sie damit dann aber doch nicht anfangen zu können, springen Sie doch behende auf den Zug auf!

Es gibt zwar keiner zu, aber das ist halt von den ohnehin wenigen "Argumenten" noch das schlagendste...

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spon-facebook-568112772 28.02.2014, 15:53
48. Die Schweiz ist GLOBAL gut aufgestellt

Die Schweiz hat erst kürzlich ein Freihandelsabkommen mit China abgeschlossen. Dasjenige mit Indien ist auf gutem Weg. Mit Japan, Russland und selbst den USA läufts ganz chic.
Davon profitieren vor allem die internationalen Konzerne, welche sich nach wie vor in der geografischen Mitte Europas immer noch ganz pudelwohl fühlen, und darum nach wie vor die am besten ausgebildeten Fachkräfte aus Europa abziehen. Danke vielmals Europa.
Die kleinen CH-Unternehmen müssen nun halt etwas unten durch, wenn die EU blöd tut. Aber als Zulieferer und CoWorker wirklich GLOBALER Partner statt engstirniger, europäischen Protektionisten, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dort der Motor, mit oder ohne EU wieder brummen wird.
Fazit: Die Schweiz ist GLOBAL ausgerichtet und überhaupt nicht daran interessiert, sich mit der EU gegen den Rest der Welt, abzuschotten.

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osgar 28.02.2014, 16:05
49.

Zitat von ein schelm ...
Schon klar! Die Schweizer versuchen für sich das Optimum herauszuholen. Kann gut gehen, muss es aber nicht. Wenn es nicht gut gehen sollte sind die Schweizer selber schuld und sicher nicht die pöse EU. Ja ne is klar! Die Zentren haben gegen die MEI gestimmt, die........
Die Zentren?! Das ganze Umland wird ja derzeit zugebaut! Schon mal was von Schwamendingen gehört? Dietikon? Adliswil? Dielsdorf? Bülach? Einfach ein Tick ausserhalb der Stadtzentren, die seit je her rot/grün dominiert sind? Die obengenannten Bezirke und Gemeinden gehören übrigens alle zum Kanton Zürich. Die Stadt hat die Initiative abgelehnt. Die obenerwähnte Aglo haben sie grösstenteils angenommen. Wie stehts mit dem Tessin? Alles Rassisten, was?

http://www.statistik.zh.ch/internet/...html#a-content

Welches Argument ist hanebüchen? Sie behaupten ja die teuren Wohnungsmieten bringe den Schweizern!! Reichtümer in ungeahnten Höhen. Ich sage, dass davon nur wenige profitieren und der grösste Teil der Gesellschaft einfach sehr viel höhere Mieten zu zahlen hat. Mit ein Grund ist die Zuwanderung. Angebot / Nachfrage?

Ich habe was gegen Pauschalisierungen. Sie haben was dagegen, dass man die Fakten auf den Tisch bringt. Dass drei viertel aller Gefängnisinsassen Ausländer sind ignorieren Sie einfach. Da ist es natürlich sehr viel bequemer die Rassistenkeule auszupacken als sich mit mühsamen Argumenten abzugeben.

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