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Streit um Freizügigkeit: EU setzt Erasmus-Programm für Schweizer Studenten aus
DPA

Schweizer Studenten dürfen in diesem Jahr nicht am Austauschprogramm Erasmus teilnehmen. Die EU hat die Verhandlungen darüber ausgesetzt - aus Ärger über den Volksentscheid zur begrenzten Freizügigkeit.

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spon-facebook-568112772 28.02.2014, 17:51
60. optional

Je näher die EU sich zu den Gepflogenheiten der alten Sowjetunion bekennt, umso deutlicher sehe ich die Schweiz als ein von NeurosenEuropa (kurz Neuropa) umzingeltes West-Berlin: Mit US/Russ/Chinesischer-Versorgungs-Luftbrücke und allem drum und dran ...
Oder habe ich die Vision einer Schweiz als zentraler Versorgungshub, wo die Rest-Welt Hilfsgüter für den durch Engstirnigkeit verödeten EU IdeologenLandstrich liefert ? Dafür wäre die Schweiz rein infrastrukurmässig und organisatorisch ganz gut aufgestellt.
Kann mich jetzt grad nicht entscheiden. Muss ich auch nicht. Hauptsache die wichtigsten Europäer entscheiden sich noch rechtzeitig in der Schweiz Asyl zu beantragen: Weil das wird ja jetzt bald kontingentiert.

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Korken 28.02.2014, 18:26
61.

Zitat von spon-facebook-568112772
Je näher die EU sich zu den Gepflogenheiten der alten Sowjetunion bekennt, umso deutlicher sehe ich die Schweiz als ein von NeurosenEuropa (kurz Neuropa) umzingeltes West-Berlin: Mit US/Russ/Chinesischer-Versorgungs-Luftbrücke und allem drum und dran ... Oder habe ich die Vision einer Schweiz als zentraler Versorgungshub, wo die Rest-Welt Hilfsgüter für den durch Engstirnigkeit verödeten EU IdeologenLandstrich liefert ? Dafür wäre die Schweiz rein infrastrukurmässig und organisatorisch ganz gut aufgestellt. Kann mich jetzt grad nicht entscheiden. Muss ich auch nicht. Hauptsache die wichtigsten Europäer entscheiden sich noch rechtzeitig in der Schweiz Asyl zu beantragen: Weil das wird ja jetzt bald kontingentiert.
Ich zitiere den Text nochmals, damit Sie auch zukünftig nochmals Ihre peinlichen Äußerungen nachlesen können. So viele wollen in die EU - und wie war das mit dem Ostblock. Wo sehen Sie in Ihren kruden Gedankengängen nochmals Parallelen? Eben. Aber noch steht die Mauer ja nicht, dann mal schnell husch husch rüber ins gelobte Land. Hält sie ja keiner auf. Das Gras ist dort viel grüner, sie werden es nicht bereuen.

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tttk 28.02.2014, 19:32
62.

Zitat von Korken
Art. 13 Stand still Die Vertragsparteien verpflichten sich, in den unter dieses Abkommen fallenden Bereichen keine neuen Beschränkungen für Staatsangehörige der anderen Vertragspartei einzuführen.
Mit Art. 18 kann an sich auch der 13 neu verhandelt werden... ob was dabei etwas rauskommt ist jedoch eine andere Frage.

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die-metapha 28.02.2014, 21:13
63.

Zitat von osgar
... Nichtsdestotrotz sollten Sie sich vielleicht mal die Kriminalitätsrate ansehen. Knapp 75% der Insassen sind Ausländer. Aber das ist sicher nur Zufall, oder in Ihren Augen vermutlich auch die Schuld der Schweizer.
Ich weiß nicht, weshalb Sie sich so aufregen - wirklich nicht!
Sie wollen also keine zusätzlichen Ausländer mehr - nun bekommen Sie keine mehr (Studenten) und dürfen eben im Gegenzug auch keine mehr im Austausch in die EU Mitgliedsstaaten senden. Jetzt regen Sie sich wieder auf..!
Sie wissen einfach nur was Sie nicht wollen, aber nicht wirklich was Sie wollen (Schweizer)
Denken Sie ernsthaft, das die von der Schweiz gesetzten Aktionen keine Reaktionen auslösen würden - und das vor dem Hintergrund der Bilateralen Verträge?

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nmw 28.02.2014, 21:29
64. Glauben?

Zitat von Korken
Ja, was soll ich denn glauben, wenn nicht […]
Nichts sollen Sie glauben!
Beobachten Sie Ihren Alltag, machen Sie sich ein eigenes Bild und dann stehen Sie für das ein, das für Sie wichtig ist. Das tun die Schweizer. Darin haben Sie eine lange Tradition.
(1) Dass viele das nicht verstehen k ö n n e n, dafür habe ich Verständnis, denn: Auf dem Planten Erde finden im Schnitt 50 % der Volksabstimmungen in der Schweiz statt.
(2) Dass viele das nicht verstehen w o l l e n, ist ein Problem, dass sich umso mehr akzentuiert, je mehr die Grössenunterschiede zunehmen und je grösser die wirtschaftliche Diskrepanz wird.

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AlaskaSaedelaere 02.03.2014, 00:54
65.

Zitat von kreisklasse
Das muessen die Schweizer jetzt anscheinend lernen.
Genau. Von der EU können die Schweizer Vertragstreue lernen und von Deutschland Demokratie.

Zitat von kreisklasse
Niemand hat sie gezwungen, sich dem Binnenmarkt anzuschliessen. Niemand hat sie gezwungen die Vertraege zu brechen.
Welche Verträge hat die Schweiz denn gebrochen? Keine!
Es ist die EU, die ihre eigenen Abmachungen bricht, gleichwie es ihr gefällt.
Zitat von kreisklasse
Und niemand hat die Idee, die Einhaltung der Vertraege mit Gewalt durchzusetzen.
Das Ulbricht-Zitat geht zwar ein wenig anders, aber der Sinn ist klar.
Also vorwärts, erklären wir den Eidgenossen den Krieg! Steinbrücks Kavallerie führt den ersten Angriff, den Rest erledigt die bundesdeutsche Marineinfanterie. Als erstes requirieren wir die Sotschi-Medaillen, dann haben wir die Winterolympiade doch noch gewonnen (14 Goldene!). Anschließend werden sämtliche Glühbirnenbestände vernichtet und in der Innenstadt jedes Ortes an einer langen Stange ein Hosenanzug aufgehängt, den jeder vorübergehende Schweizer respektvoll zu grüßen hat. Das wird ihnen eine Lehre sein!

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madmax9999 02.03.2014, 15:21
66. Die Schweiz hat keinen Vertrag gebrochen

Zitat von plietsch
Genau genommen hat die Schweiz das Programm ausgesetzt, weil sie unilateral die Abkommen gebrochen bzw. ausgesetzt haben und nun an diesem Programm nicht mehr teilnehmen. Daß die EU nicht Schweizer Studenten bezahlt, wenn sich an der Finanzierung des Erasmus-Topfes die Schweiz nicht beteiligt, ist doch logisch.
Die Schweiz will nur gemäss Art. 18 neu verhandeln. Die EU baut jetzt ein Druckmittel auf. Das ist alles. Wenn man den Artikel liest so heisst es, dass eine Kooperation weiterhin möglich sei, aber nicht die Führung von einzelnen Forschungsprojekten. Was heisst das, die EU möchte trotzdem, dass die Schweiz bei Erasmus mitarbeitet und auch EU-Studenten in der Schweiz da mitarbeiten können. Andernfalls wäre die Gefahr gross, dass die Schweiz die Zusammenarbeit ihrer Top-Unis wie der ETH mit anderen weltweiten Topshots wie dem MIT, etc., die nachdem die USA die Verteidigungsausgaben kürzen werden, auch die eine oder andere Milliarde gebrauchen könnten, fördern könnten. Vielleicht würde für die Schweizer Studenten und für die hiesigen Universitäten aus einer derartigen Zusammenarbeit mehr herauschauen, als wenn sie ein Semester an irgendeiner im weltweiten Vergleich nur mittelmässigen EU-Universität verbringen, weil es halt dazu gehört.

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madmax9999 02.03.2014, 15:28
67. Ich denke der gute Erasmus von Rotterdam

Zitat von orosee
Hasst die EU nichts mehr als demokratische Entscheidungen? Im Artikel jedenfalls fehlt mir ein Vergleich, wie die betroffenen Studentenströme verteilt sind. Es sollten doch mehr nicht-schweizer Studenten betroffen sein? In jedem Fall, was vor Erasmus möglich war, wird auch jetzt noch möglich sein.
würde den Kopf schütteln was man mit seinem guten Nahmen anstellt. Na was solls, dann beteilligt sich die Schweiz eben nicht nehr daran na und. Dann müssen die klammen EU-Staaten zuerst mal die 4 Mia., die von der Schweiz bezahlt worden wären, auftreiben. Die Schweiz wird halt die 4 Mia. in andere Projekte investieren. Ich glaube es sind von diesem Entscheid mehr EU-Studenten und -Universitäten betroffen als Schweizer. Und wer ein Auslandssemester machen will hat es jetzt ein wenig schwieriger das was dann auch schon.

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madmax9999 02.03.2014, 15:41
68. ja ja diese Vertragstreue

Zitat von kreisklasse
Das muessen die Schweizer jetzt anscheinend lernen. Niemand hat sie gezwungen, sich dem Binnenmarkt anzuschliessen. Niemand hat sie gezwungen die Vertraege zu brechen. Und niemand hat die Idee, die Einhaltung der Vertraege mit Gewalt durchzusetzen. Aber die EU besteht eben nicht nur aus den freundlich harmlosen Deutschen, die man so herrlich mit Hinweis auf die Geschichte zum Schweigen bringen kann. Die EU besteht mehrheitlich aus Nationen, die aus purem Kalkül Mitglied sind. Und die setzen Vertragstreue durch. Und dann noch eine Frage an die Schweiz-Bewunderer. Stellen Sie sich doch einfach mal vor sie haetten ein Haus gekauft. Und nach 10 Jahren kaeme der fruehere Eigentuemer auf die Idee, es muesse sie jetzt auf die Strasse setzen. So habe es nämlich sein Familienrat beschlossen. Absurd? Aber nichts anderes machen die Schweizer jetzt.
Sie meinen ihren Beitrag wirklich ernst oder war es nur Ironie? Ich gehe mal davon aus, dass sie es ernst meinen. Wir wissen ja alle, dass die EU-Staaten seit der WWU (Euro-Einfürhung) so ziemlich alle geschlossenen Verträge gebrochen haben. Und zwar alle Staaten, einschliesslich der BRD. Ausserdem wurde mit der Schweiz vereinbart, dass die BRD und Italien die Zufahrtsstrecken zur NEAT (neue Tunnels am Gottahrd und Lötschberg) bis zur Fertigstellung der NEAT bauen. Bei den Italienern haben wir mit 150 Mio. die ganze Angelegenheit selber bezahlt. Da ist ja infolge der beispielhaften Vertragstreue weder Lira noch Euro und auch keine Kohle vorhanden. Auf deutscher Seite sieht es aus nicht besser aus. Anstatt die Anschlusstrecken zu bauen und somit eben vertragstreu zu sein, hat es die BRD vorgezogen, dicke, dünne und andere Berthas zu finanzieren. Reale Werte wurden dadurch, im Gegensatz zum Bau von Bahnstrecken, nicht geschaffen. Ich glaube vertragstreu geht anders. Oder ist in der EU die Nichteinhaltung von Verträgen die Normalität? Die Schweiz will ja nur gemäss Art. 18 die Personenfreizügigkeit neu verhandeln, sonst nichts.

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madmax9999 02.03.2014, 15:50
69. Es ist für die EU schlimm

Zitat von rolfmueller
Europa braucht die Schweiz nicht, aber die Schweiz braucht Europa. Das werden die Schweizer lernen müssen, so oder so. Offenbar haben sie sich für die harte Tour entschieden.
zu sehen, dass es in der Mitte Europas ein Land gibt, dem es besser geht als seinen Nachbarn und dessen Bevölkerungauch noch die "Freichheit" hat auf die Drohung der mächtigen EU hin nicht in ein kollektives Zittern zu verfallen. Die harte Tour also. Na dann. Es würde mich aber nicht erstaunen wenn schlussendlich mehr EU-Bürger unter dieser Tour leiden würden als Schweizer. Schauen sich schon mal die Grenzbegiete an. Überlegen sie mal wieviel Mia. an Kaufkraft die deutschen, französischen und italienischen Grenzgänger in ihre Länder bringen. Von den EU-Bürgern, die in der Schweiz arbeiten und für ihre Arbeit bessere Gehälter kriegen als zu Hause wollen wir gar nicht reden. Es ist alles eben nicht so einfach. Das ist ja der Grund warum jetzt verhandelt werden muss.

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