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Streit um Schulpolitik: Berlins Bürgermeister will Bildungsrat retten - ohne Bayern u
Annette Riedl/ DPA

Kommt der Nationale Bildungsrat doch noch? Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will das umstrittene schwarz-rote Großprojekt retten - und eine "klare Botschaft Richtung Süden" senden.

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senfgurke 27.11.2019, 07:03
1. So ein Eiertanz

Die Kultusministerkonferenz ist seit Jahren nur mit grosser Mühe in der Lage irgendetwas an länderübergreifender Reform zu erbringen. Statt einheitlicher Bildungsstandards Kleinstaaterrei und Klientelpolitik. Während im Süden das Latinum und andere Altlasten im Namen des Bildungsbürgers die Lehrpläne überfrachten und man dann klagt das 'Turbo-'abi (als Normalform in weiten Teilen Europas ) nicht zu schaffen, wird im Norden Reformpädagogik durchs Land getragen (Abifach Theater ). An den Unis kommen zwischenzeitlich immer weniger (aber mit super Noten gesegnete) Studenten an, die mit hohem Aufwand studierfähig werden müssen. Einheitlich (hohe) Standards würden endlich mal wieder für mehr Ehrlichkeit und Kompetenz bei den Schülern sorgen. Lebenslanges Lernen ernst meinen - Mut zur Grundlagenkompetenz.
Aber stattdessen werden Programme aufgelegt um die Jungstudenten im Studium zu halten (Vorkurse, Tutorien,Notenanpassung,Noten verbesserungen,Studienmonitoring,Studienverlaufsbe ratung,Leistungsanerkennung bei wechseln zwischen Unis im selben Studiengang - danke Bologna natürlich nicht 'gleich' sondern flexibel 'gelabelt' ... Auf zur 6ten Nachprüfung....). Und dann jammert (berechtigt ) das Handwerk das ihnen die Azubis fehlen. .. werden dank OECD Wünschen alle zum Studium geschleift. ... teilweise zu Maue Leistungen für eine Ausbildungsstelle aber zulassungsfrei studieren. Aber ja jeder macht sein eigenes Süppchen weil man Angst hat am Ende bei niedrigen verwässerten Gesamtstandards zu landen. Typisch DE ... fragt doch mal die Firmen,die IHK, die Innungen und Hochschulen was an Kompetenzen gebraucht wird - fragt mal ehrlich wie man das hinbekommt, schaut mal ins Ausland und definiert Standards die sinnvoll sind und setzt was um und in 5-10 Jahren könnt ihr mal evaluieren und nachregeln.

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grizzle 27.11.2019, 07:27
2. Nicht alle Sozialdemokraten

scheinen Herrn Müller hier zu folgen. Niedersachsens Kultusminister Tonne (SPD) erklärte dazu öffentlich, das es keinen Sinn macht, ein solches Gremium um des Gremium Willens aufzubauen. Was den Bildungsrat angehe, sei er von Anfang an skeptisch gewesen, hätte sich dann aber gern auf die Debatte eingelassen. Aber substantiell sei vom Bund nichts geliefert worden.
Euphorische Unterstützung kann Herr Müller aus dem SPD-geführten Niedersachsen wohl nicht erwarten.

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ingo.adlung 27.11.2019, 07:28
3. Ausgerechnet Berlin ...

Bildung ist Länderhoheit. Punkt. Es spricht nichts dagegen, dass die Bundesländer sich besser abstimmen, ganz im Gegenteil, das sollten sie dringend, aber der Bund hat hier keine Kompetenz. Und Baden-Württemberg und Bayern tun gut daran, wenn es keine Angleichung nach unten gibt. Zwar liegen diese Bundesländer im Ländervergleich (https://www.insm-bildungsmonitor.de/) "nur" auf Platz 2 und 6, aber Berlin, dass abgeschlagen auf dem letzten Platz landet kann sich ja gerne mal sächsische oder bayrische Lehrpläne anschauen und sich über deren Unterrichtsmethoden sachkundig machen. Der regierende Bürgermeister Berlins hat da durchaus Nachholbedarf. Er argumentiert also nicht aus einer Position der Stärke, sondern sein Bundesland stellt das Schlusslicht.

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wolle0601 27.11.2019, 07:35
4. Wäre schön zu erfahren,

warum Bayern und BW sich nicht beteiligen wollen. Wenn die Initiative aus Berlin bzw. von der SPD kommt, geht es vermutlich darum, die Meßlatte irgendwie tieferzulegen. Oder Geld in Richtung von Bundesländern umzuleiten, die damit bildungsmäßig bisher nicht so gut umgehen konnten.

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scgtef 27.11.2019, 07:43
5. Bayern kopieren

Das wäre die Lösung. Bayern schneidet bei Pisa am besten ab und hat die wenigsten Schulabbrecher ohne Hauptschulabschluss. Es liegt also auf der Hand, welches Bildungssystem gut ist.

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ahloui 27.11.2019, 07:48
6. Aha...

"Gute Bildung ist die einzige Gewähr für Chancengleichheit und Aufstieg"

Das erreicht man aber nicht, wenn man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigt.
Bremen freut sich schon drauf.

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rgsf 27.11.2019, 07:59
7. So wird‘s nix, Herr Müller

Etwas mehr Fingerspitzengefühl ist da schon vonnöten, wenn man eine freiwilligen Zusammenarbeit von 16 Behörden erwirken will. Mit trotzigen Moralpredigten, gerade aus den Ländern mit historisch schwächerer Bildungsleistung ist da nicht viel gewonnen.

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kr-invest 27.11.2019, 08:22
8. flaechendeckend g8

Das fuehrt alles zu nix, ausser man schafft flaechendeckend das 12jaehrige schulsystem. Weil sonst sind die lehrplaene zu unterschiedlich und die ostlaender zur Aufgabe ihrer gut funktionierenden bildungssysteme zu ueberreden waere falsch.

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claudio_im_osten 27.11.2019, 08:31
9. Föderalismus ein Zusammenschluss egoistischer Eigeninteressen?

Na was denn sonst? Ich selbst habe seit vielen Jahren mit den föderalen Strukturen in der beruflichen Bildung zu tun - hier gibt es die absurdesten Auswüchse. Diese deutsche Form des Bildungsföderalismus, dessen Strukturen und Folgen man keinem Ausländer erklären kann, ist schlicht überholt und schadet allen Beteiligten.

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