Forum: Leben und Lernen
Streit zwischen Schülern, Eltern, Lehrern: Handys an Schulen - verbieten oder nutzen?
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Handys lenken ab, Handys vermasseln die Noten, Handys nerven - und Frankreich hat sie deshalb nun aus allen Schulen verbannt. Ist das sinnvoll oder kurzsichtig?

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Gallandor 31.07.2018, 17:00
1. Gibt nur eine Antwort: Ja zum Verbot.

Dinge die Dopamin ausschütten und damit süchtig machen: Alkohol, Zigaretten, Glückspiel, Social Media

Dinge die eine Altersbeschränkung haben: Alkohol, Zigaretten, Glückspiel .. Was fehlt? Richtig, Social Media!


Kids und Teens müssen zu erst lernen miteinander umzugehen. Menschliche Beziehungen werden nicht über Social Media/Messenger/e-Mail aufgebaut. Wer einen Blick in die Zukunft erhaschen will, werfe einen Blick nach Japan.

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Crom 31.07.2018, 17:15
2.

Es reicht aus, dass Smartphones und andere Geräte während des Unterrichts auf stumm geschalten in der Tasche verbleiben. Warum man den Schülern die Nutzung während der Pause versagen möchte, konnte mir bisher niemand beantworten. Die einen toben in der Pause, andere gucken halt aufs Smartphone, na und? Vielleicht korrigiert der eine oder andere noch schnell seine Hausaufgaben, das ist ja auch nicht verkehrt. Während meiner Schulzeit habe ich Freistunden jedenfalls intensiv für Hausaufgaben genutzt. So etwas wie Wikipedia wäre damals sehr hilfreich gewesen.

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noalk 31.07.2018, 17:19
3. Warum dann Rauchverbot?

".. eigentlich müsste der Staat sogar jedem Schüler ein eigenes Smartphone für den Unterricht bereitstellen. ..." - - - Und gleich ein Auto dazu? Was noch alles? Haschisch und Koks zum Selbsttest? Wischmobs sind zum philosophischen Thema geworden. In der Philosophie gibt es ja bekanntlich zu jeder Meinung eine konträre.Wäre ich Lehrer, würde ich mir den Gebrauch von Wischmobs während des Unterrichtes verbitten,schon wegen der DSGVO.

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mborevi 31.07.2018, 17:20
4. Ein Verbrechen an ...

... den Kindern sind Handys an den Schulen. Keine Aufmerksamkeit, kein Lernen, keine Ruhe und Konzentration. Ergebnis: Nervenbündel die nichts leisten und unglücklich sind.

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willibrand 31.07.2018, 17:20
5. aber

die Eltern wollen, dass sie ihre Kinder auch in der schule erreichen können, zB die Mutti muß ihre Tochter 1 stunde eher abholen und auch den Kevin , der will nicht also muß mutti den Vati mobilisieren der dann dem Kevin sagt wann er kommt. Und wie soll das ohne Handy gehen ? und dann könnte ja noch die Oma via facebook mitteilen was die Kinder zum Mittagessen wünschen.
Soll die Rauchzeicheninfo eingeführt werden ?
Fazit gebt den Kids ihr Handy und haltet sie schön dumm.

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watch15 31.07.2018, 17:26
6. Ab in den Sitzkreis und vorher noch einen Baum umarmen

"Auf diese Weise 'ausgehandelte' Regeln werden nicht als Verbote wahrgenommen" ... ojeoje ... und anschließend verhandeln wir über die Länge der Pausen, ob 3 Wochen vor den Ferien noch eine Schularbeit geschrieben wird oder ob die Note des Lehrers wirklich gerecht ist oder nicht. Ein Kind / Schüler muss auch lernen, dass es bestimmte Regeln gibt die vorgegeben und die zu befolgen sind. Basta! Wenn ein Schüler es heute nicht mehr schafft, 6 Stunden ohne sein Smartphone auszukommen, dann ist das ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft und für mich definitiv ein Anzeichen von Abhängigkeit. Sinnloses "herumappen" hat mit einer Förderung der Medienkompetenz m.E. gar nichts zu tun. Dann noch der Vorschlag, dass der Staat jedem Schüler sein Smartphone bereitstellen soll "weil es halt dazugehört". Willkommen im Ponyland. Sollen sich die Schüler auf kleinen Displays die Augen verderben? Tablet und Laptop eignen sich wohl besser als ein kleines Mini-Zoll-Display und gegen den sinnvollen Einsatz dieser Geräte (Recherche, Präsentationen, Ausarbeitungen) ist wirklich nichts einzuwenden. Für alle Meckerer die jetzt gleich wieder auf die Barrikaden gehen ... checken Sie doch bitte mal selbst ihre Facebook-Streams und Whats-App Nachrichten auf Notwendigkeit und Sinnlosigkeit.

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Gaztelupe 31.07.2018, 17:29
7. Marketingziel erreicht: Die allgemeinbildende Schule

Tragbare Fernsehgeräte waren in den 1970ern der letzte Schrei. Und gar nicht mal so unerschwinglich, die Dinger standen in vielen Haushalten rum. Empfangen konnten sie natürlich bloß das »Erste«, das »Zweite« und was so auf dem »Dritten lief«, wie die großen auch. Kann mich nicht erinnern, dass es damals Diskussionen darüber gab, den Schülern vielleicht zu erlauben, die mit in die Schule zu bringen und so Medienkonsum und Unterricht womöglich pfiffig zu verzahnen …

Wenn mich nicht alles täuscht, hat man sich in UK die Mühe gemacht, das Verhältnis von Smartphoneerlaubnis bzw. -verbot in der Schule und der erzielten Leistung zu untersuchen, in ziemlich vielen Schulen und über einen längeren Zeitraum sogar. Mit dem plakativen und eigentlich vorhersagbaren Ergebnis: Smartphone erlaubt: Noten runter, Smartphone verboten: Noten wieder rauf. In allen Schulen, bei der überwältigenden Mehrheit der Schüler.

Es gibt keinen vernünftigen Grund, Kindern dort, wo sie gezielt und geplant etwas lernen sollen, Zugriff auf den digitalen Bonbonladen namens Internet zu gestatten. Die Dinger lenken wirklich bloß ab und behindern das schulische, also auf den Erwerb vergleichbarer Kompetenzen gerichtete, Lernen. An den viel zu kleinen Bildschirmen kann man sich die Augen auch noch später im Leben ruinieren, die Motorik des wachsenden Körpers hat andere Ansprüche als das Tippen und Wischen mit dem Finger auf einer Glasoberfläche. Die Feinmotorik sowieso, die ist mit einem Bleistift und einem Blatt Papier viel besser bedient. Garantiert.

Reaktionäre Spießer wie ich sind ohnehin der Meinung, bunte Unterhaltungssysteme und antisoziale Medien seien etwas für Erwachsene, die es sich leisten können, kindisch zu tun. Etwas seriösere Spielfelder wie Informatik, Programmieren also, haben mit Smartphonedaddelei weniger zu tun als die mit hirnloser Freizeitgestaltung.

Grundschulunterricht vor allem ist zu wichtig, als ihn mit Versuchen am Tablet zu vergeuden, die angeblich frühzeitig »Medienkompetenz« vermitteln sollen. Derartige Unternehmungen zeigen nur, dass KMK, Schulen und einzelne Lehrer auf das Marketing von Apple & Co. hereingefallen sind, wie der Glanz der Digitalisierung noch immer über die Schäden hinweg blendet, die sie nachweislich bei Kindern verursacht.

Es gibt keinen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones an Schulen, der dort erlernt werden könnte.

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jetbundle 31.07.2018, 17:34
8. Trennung Privat-Arbeit

Die Schüler sollten gleich damit aufwachsen, einen halben Tag lang eben nicht auf's Handy zu schauen. Das Problem ist, dass eine erst mal anerzogene Handysucht nicht mehr so schnell abgelegt werden kann. Ich kenne das von jungen Berufstätigen die ernsthafte Probleme haben auch nur eine Stunde durchzuarbeiten ohne Privates auf dem Handy zu erledigen.

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dasfred 31.07.2018, 17:34
9. Als ob es kontrollierten Medienkonsum gibt

Entweder die Schüler benutzen ihr Smartphone ausschließlich für gegebene Aufgaben oder gar nicht. Jeder Autofahrer weiß, dass es teuer wird, wenn er mit dem Handy am Steuer erwischt wird. Trotzdem wird es tausendfach gemacht. Wer da glaubt, er kann Schüler dazu bringen, sich mitten in der Pubertät verantwortungsvoller zu verhalten als Erwachsene, dem möchte ich den Realitätssinn absprechen. Schüler, die die Möglichkeit haben, im Unterricht zu Chatten oder zu daddeln, werden es auch tun. Smartphones sind Suchtmittel. Wer das bezweifelt, soll versuchen, die Nutzungsdauer zu begrenzen und zum Spiel animieren. Viel Erfolg.

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