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Student packt aus: "75 Prozent meiner Uni-Leistungen sind Betrug"
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In Klausuren spickt er, in Hausarbeiten plagiiert er, selbst sein Praktikumszeugnis hat er verändert: Hier berichtet ein 25-Jähriger, wie er sich durchs Studium an einer großen deutschen Uni schummelt - und warum.

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HorstOttokar 17.01.2017, 12:23
170. Plagiieren durch Übersetzen

Als Übersetzer kann ich glaubhaft versichern, dass der geistige Aufwand für eine gute Übersetzung fremdsprachlicher Fachliteratur wahrscheinlich genauso hoch ist wie das Selbstanfertigen. Es werden nur andere geistige Register benötigt.

Wer also mit der Strategie "Plagiieren durch Übersetzen" gute Erfolge erzielt, sollte sich vielleicht überlegen, einfach das Studienfach zu wechseln und auf Übersetzer umzusatteln :-)

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mk1964 17.01.2017, 12:23
171. Jetzt schreibt er noch bei SPON ...

... in ein paar Jahren beklagt er sich in der taz, dass er trotz seiner hervorragenden Ausbildung inkl. 1er-Abschluss keinen Job findet.

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supergrobi123 17.01.2017, 12:23
172. Ein Hoch auf das Auswendiglernen!

Ich hasse es, dass das sog. "stupide" Auswendiglernen immer so in den Dreck gezogen wird. Es ist nach wie vor die Grundlage von allem!
Es macht keinen Spaß? Na sowas! In diesem Artikel nun eine neue Qualität! Da werden doch die Forschungsarbeiten im ausgesuchten Fach, die man sich aneignen soll, abfällig als "Wissensstände von anderen" bezeichnet! Hallo? Das soll man mal in echten Studiengängen versuchen! Man stelle ich vor, die Erkenntnisse eines Isaac Newton, eines Gauß, eines Darwin, eines Einstein, die Erkenntnisse der modernen Medizin oder die exakt ausgearbeiteten deutschen Gesetze und verhandelten Präzedenzfälle würden als "Wissensstände anderer" bezeichnet, die kaum Daseinsberechtigung neben den "eigenen Erkenntnissen" hätten! Dann aber gute Nacht.

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karin_mainz 17.01.2017, 12:25
173.

Zitat von baghira1
Was macht man dann mit einem Studium , in den man sich durchhgeschummelt hat, in der Praxis? Nachlernen, wenn man nicht mehr weiter weiß? Raten?
Ach bitte, wieviel und was genau wird denn von dem, was man im Studium lernt später im Beruf wirklich benötigt?
In meinem Bereich (Nachrichtentechnik) kenne ich von meinen Studienkollegen nur einen, der in der Entwicklung arbeitet und auf Grundlagenwissen des Studiums zurückgreift, alle anderen brauchen von dem im Studium vermittelten Wissen.... Nichts.

Abgesheen davon: Gänzlich ohne Know How wird man kein Studium bis zum Abschluss bestehen, egal in welchen Bereich, insofern lügt der Student aus dem Artikel oder er nimmt alleine während der Vorlesungen bereits so viel an Wissen auf, dass sehr intensives Büffeln nicht notwendig ist.

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cassandros 17.01.2017, 12:25
174. 1,2,3

Zitat von kalaniu
.........Artikel wie dieser geschrieben, welche 1. es Absolventen von Geisteswissenschaften schwerer machen wird später eine Stelle zu finden. .............. Dr. Rainer Winkler
Wieso sollte das der Fall sein?
Erstens geht es um ein Individualbeispiel und zweitens um einen Studenten der SOZIALwissenschaft, nicht um einen eines GEISTESwissenschaftlichen Faches.

Wieso sollte drittens irgendein potentieller Arbeitgeber diesen Artikel zur Grundlage einer Diskriminierung von Aspiranten machen?

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RamBo-ZamBo 17.01.2017, 12:27
175. asdf

Scheinbar lernt er dann ja doch, weil er es beim Erstellen der Spickzettel den Stoff rekapituliert. Das Plagiieren der Texte wird sich aber irgendwann rächen, etwa wenn er es bei seiner Bachelor-/Masterarbeit tut. Auch Übersetzungsplagiate können auffallen!! Dann kann er auch gerne mal exmatrikuliert werden mit dem Verbot woanders ein neues Studium ähnlicher Ausprägung anzufangen. Und dann? Taxifahren? Das Risiko ist höher als der junge Mann denkt.

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rexromanus 17.01.2017, 12:32
176. Fehlender Intellekt?

Wer sagt, dass nicht einfach fehlender Intellekt der Grund für das schlechte Abitur war? Klar sagen gute Noten nicht automatisch, dass jemand was drauf hat. Aber jemand der was drauf hat, kann auch gute Noten schreiben - sofern er nicht einfach nur faul ist, und so jemanden will später (zurecht) auch keiner haben.

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qwertreiber 17.01.2017, 12:32
177. Selbstbetrug

Am Ende betrügen sich solche Leute selbst - egal in welchem Studienfach. Pfeifen fallen im realen Leben schnell auf. Er tut sich selbst damit keinen Gefallen.

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cassandros 17.01.2017, 12:34
178.

Zitat von specialk13
in vielen anderen ländern wird ein meistertitel als akademischer grad anerkannt!
In welchen Ländern soll das der Fall sein?
Ein Akademiker ist per definitionem (!) ein examinierter Absolvent einer Hochschule (in sensu strictu ein solcher einer Universität).

Wer keinen Hochschulabschluss hat, ist definitionsgemäß kein Akademiker. Ob das in Lummerland oder Legoland anders ist, kann nicht derweil nicht sagen.

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scoopx 17.01.2017, 12:36
179. Wirklich?

Zitat von oh.man.
[...]Ich weiß nicht wie es zugeht wenn man sich als Sozialwissenschaftler bewirbt, jedoch trifft einen im Studium schummelnden Ingenieur in aller Regel das Einstellungsgespräch. Da wird Wissen und Verständnis gnadenlos abgefragt. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht. [...]
Im Maschinenbau mag es gelegentlich vorkommen, daß ein Unternehmen exakt die Kenntnisse benötigt, auf die sich der Bewerber spezialisiert hat. Und da will man beim Einstellungsgespräch genaueres wissen.

Meistens aber ist das nicht der Fall. Wenn überhaupt einer vom Fachbereich bei dem Gespräch dabei ist geht es eher darum: Wie tickt der Bewerber? "Paßt er in die Clique?" Wie ist seine Denke? Ist er ein Nachschwätzer, ein Schlaumeier? Hat er ein Händchen für das, wo uns der Schuh drückt?

In letzterem Fall ist er so gut wie eingestellt. Da spielt der Rest kaum eine Rolle.

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