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Student packt aus: "75 Prozent meiner Uni-Leistungen sind Betrug"
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In Klausuren spickt er, in Hausarbeiten plagiiert er, selbst sein Praktikumszeugnis hat er verändert: Hier berichtet ein 25-Jähriger, wie er sich durchs Studium an einer großen deutschen Uni schummelt - und warum.

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markus.w77 17.01.2017, 12:44
190. @cassandros

ein Meistertitel hat nach neuer europäischer Klassifikation den gleichen Stellenwert wie ein Bachelor. Vielleicht meinte er das damit.

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Mardor 17.01.2017, 12:45
191. Wer im Glashaus sitzt...

Zitat von dschmi87
An der Uni Konstanz wird genauso beschissen, ich kenne einen dem seine Eltern sind beides Akademiker, er war nie die helle Leuchte.
Sorry, aber wenn man als Promovierter, egal in welchem Fach, nicht in der Lage ist, den Genitiv korrekt zu verwenden, dann ist das schlicht und ergreifend ein Armutszeugnis!

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Rosmarinus 17.01.2017, 12:45
192.

Zitat von scoopx
Im Maschinenbau mag es gelegentlich vorkommen, daß ein Unternehmen exakt die Kenntnisse benötigt, auf die sich der Bewerber spezialisiert hat. Und da will man beim Einstellungsgespräch genaueres wissen. Meistens aber ist das nicht der Fall. Wenn überhaupt einer vom .....
Stimmt. Und dann kommt die Probezeit, in der die verlangten Fähigkeiten abgefragt werden. Wenn es sich da nicht um schlau klingendes Gerede handelt, sondern um echte Aufgaben, fliegt man spätestens da sehr wahrscheinlich auf.

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minilux 17.01.2017, 12:45
193. armes Deutschland

damit meine ich nicht das Spicken und Schummeln, sondern den Geifer, der hier aus so vielen Beiträgen trieft.
Da schauen Akademiker nicht nur auf nicht-Akademiker herunter, sondern auch auf Studierende anderer Studienfächer. Und Facharbeiter machen das dann auch noch.
Alles, was nicht viel Naturwissenschaftliches enthält wird gnadenlos runtergemacht - außer vielleicht noch Jura.

Ich habe mein Diplom in Informatik gemacht, meine Frau hat ihren Bachelor in sozialer Arbeit (und macht derzeit ihren Master). Meine Tochter hat ihren Bachelor in Psychologie, macht derzeit ihren Master und studiert Medizin.
Hier wie dort kann (und sollte) man viel lernen (natürlich auch viel, was man im Berufsleben nie mehr braucht), hier wie dort kann man "Schummeln", so man denn unbedingt möchte.
Tauschen möchte ich weder mit meiner Frau, noch mit meiner Tochter. Deren Studium war nicht leichter oder schwerer, sondern einfach anders.

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sven2016 17.01.2017, 12:46
194.

Schummeln und Regeln umgehen als kluge, zielorientierte Arbeitsweise darzustellen, mag zwar den heutigen Auffassungen von Start-up-Unternehmern entsprechen, hat aber mit wissenschaftlichem Anspruch nichts zu tun.

Wer wissenschaftlich arbeiten will, muss Interesse an selbständigen Erkenntnissen haben.

Die Anderen wollen nur "einen Schein"

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schwester arno 17.01.2017, 12:46
195.

Zitat von specialk13
irgendwie beschleicht mich immer mehr das gefühl....als einziger nicht akademiker in meinem freundeskreis! dass ich wohl für meine meisterprüfung härter arbeiten musste als die mehrzahl der studenten die ich kenne. da gabs gerade mal eine ......
In welchen nicht deutschsprachigen Ländern gibt es denn den Meistertitel noch? Master ja, aber der ist nicht mt dem Meister in D. In der EU wird er als berufsqualizkation anerkannt, aber nicht als akademischer Titel.
Ich weiss nicht, welche Studenten Sie kennen, oder was die Ihnen erzählt haben. Aber probieren Sie es doch einmal mit einem Chemiestudium und wenn Sie den Master dann haben, reden wir nochmal drüber.

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thechamelion3 17.01.2017, 12:49
196.

Precht sagte: Wir bilden nicht- wir Schulen Koepfe.

Machen wir uns nichts vor: Der junge Mann uebertreibt ein wenig, und er studiert BWL.
Wenn er klug waehlt und die rechenfaecher wie FInanzmathematik weglaesst, kann er mit seiner Methode sehr weit kommen.
Und es ist auch eine Leistung, die Schwachstellen eines Systems zu erkennen.

Ich habe das in der Schule gesehen: Betrogen haben v.a. diejenigen, die "Lieblingsschueler" waren- unverdaechtig.
Bei anderen wurde genauer hingeschaut, v.a. beim Typus "Rebell".

Witzig war auch, das nicht konsequent gehandelt wurde- einmal wurde einer in einer Klasur erwischt- anstatt die faelligen 0 Punkte wurde das gewertet was er schon aufgeschrieben hatte, das waren dann 8 von 15 Punkten.
Hat sich also fuer ihn gelohnt, denn in den anderen Klausuren war er durch sein spicken sicher 2-3 Punkte besser, bei insgesamt 7 Klausuren im Leistungskurs K12/13 hat er folglich 6* 2 = 12 oder 6*3= 18 Punkte gewonnen, einmal hat er vlt. 2-4 verloren.

Das Kernproblem ist es aber nicht:
Denn das ist die Frage wie gebildet wird, und wie getestet wird.

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Dec 17.01.2017, 12:51
197.

Es gäbe ja eine Lösung gegen so etwas: Kofferklausuren, wo man beliebige Hilfsmittel benutzen darf. Die Aufgaben werden allerdings so gestellt, dass einem das trotzdem nichts bringt. Solche Klausuren gibt es z.B. in der Elektrotechnik.

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marthahoer@hotmail.com 17.01.2017, 12:54
198.

Zitat von augustevictoria
Ich kann es nicht fassen, wie jemand sich derart charakterlos verhalten kann und das dann auch noch öffentlich ausbreitet, als wäre es ein Verdienst. Erwachsenwerden als Sich-selbst-von-der-Notwendigkeit-des-Betrugs-überzeugen? Da ist jemand nicht gereift, sondern vom vielversprechenden Fruchtstand direkt in Fäulnis übergegangen! Tut mir Leid, von mir Null Verständnis. ......
Eine Klärung, welches Fach er denn nun tatsächlich studiert würde schon reichen. Ich vermzte - ähnlich wie ein Schreiber zuvor - dass es sich um die "Sozialwissenschaft" BWL oder VWL handelt.

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Carl Lowr 17.01.2017, 12:54
199.

Zitat von Higamokelus
Gut das am Ende erwähnt wird, dass es sich um einen "Geisteswissenschaftler" handelt. Denn mit meiner akademischen Erfahrung hatte dieser Artikel nicht das geringste zu tun. Durch stumpfes auswendig Lernen ohne Verständnis kam man bei .....
https://de.wikipedia.org/wiki/Geisteswissenschaft
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialwissenschaften

Bei Ihnen scheint es mit der Kontrolle dann auch nicht so weit her zu sein.

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