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Student packt aus: "75 Prozent meiner Uni-Leistungen sind Betrug"
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In Klausuren spickt er, in Hausarbeiten plagiiert er, selbst sein Praktikumszeugnis hat er verändert: Hier berichtet ein 25-Jähriger, wie er sich durchs Studium an einer großen deutschen Uni schummelt - und warum.

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dernameistprogramm 17.01.2017, 12:55
200. Dieses Bashing gegenüber den Sozialwissenschaften! Nur Sozialwissenschaftler sind echte Kerle,

Zitat von Mardor
"Der Autor ist 25 Jahre alt und studiert eine Sozialwissenschaft an einer großen deutschen Universität." Das bestätigt mal wieder die Vorurteile über viele - nicht alle! - Geisteswissenschaftler. Würde der Junge ein "hartes" Fach studieren, bspw. Maschinenbau, Physik, Chemie o.ä., dann würde er mit seiner Betrügerei binnen kürzester Zeit auf die Fresse fliegen.
hängen länger nachts am Brett, kämpfen sich durch ale möglichen Betten usw. Die Maschbauer, Chemiker etc. hingegen haben eine Frau (und was für eine!), ein Haus und zwei Kinder.

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specialk13 17.01.2017, 12:57
201. meistertitel

genau so ist es @ markus.w. mal davon abgesehen erhält man mit einem meistertitel ein fachabitur dazu falls nicht schon vorhanden...

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dschmi87 17.01.2017, 12:58
202. Jaein... da hat die EU wie immer Mist gebaut

Zitat von markus.w77
ein Meistertitel hat nach neuer europäischer Klassifikation den gleichen Stellenwert wie ein Bachelor. Vielleicht meinte er das damit.
Ich hab soviele Meistergesuche jedes Mal zur Anmeldungsphase zum Master. Die Leute mit einem Meister verstehen nicht das ihr Meisterabschluss, der fachlich gesehen immernoch enorm Wertvoll ist, kein akademischer Abschluss ist. Wer einen Meister hat kann sich höchstens für ein Bachelorstudium an einer deutschen Universität bewerben, aber der Meister ist kein Bachelor und somit auch kein akademischer Abschluss. Wer es nicht glaubt soll Einnahmen mal auf die Seite der lmu, Uni Ulm, rwth oder einer anderen deutschen Uni gehen. Wer einen Meister hat muss in der Regel sogar noch eine Aufnahmeprüfung machen um für einen Bachelorstudiengang zugelassen zu werden. Übrigens ab 15.01 kann man sich bei vielen Unis wieder für den Master Bewerber fürs Sommersemster, und alle bekommen einen Absage mit dem Verweis das die kein akademischer Abschluss ist und sie sich um ein Bachelorstudium bewerben sollen. Die EU hat ihren Fehler erkannt und wird dies auch in den nächsten revidieren. Eine handwerkliche Meisterausbildung hat weder eine zweite Fremdsprache, noch höhere Mathematik (damit meine ich kein pippifuck aus der Oberstufe ala efunktion oder Kurvendiskussion dritten Grades etc) noch wissenschaftliches Arbeiten. In meiner Familie gibt es auch so Genies die das geglaubt haben, habe sie dann ermutigt sich an der Uni bewerben. Die Gesichter als sie die Absage bekommen haben waren unbezahlbar. Manche lernen es eben nur auf die harte Tour..,

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gavram 17.01.2017, 13:00
203. Normal

Zitat von nwz86
Multiple-Choice bei Uniklausuren? Soll das ein Witz sein? Das gibts doch nichtmal bei Abiprüfungen.
In vielen Fächern, auch Medizin, üblich. Ausnahme: die meisten MINT-Fächer.

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Mardor 17.01.2017, 13:02
204.

Zitat von sebastian.kleinschmidt
Entschuldigen Sie bitte, aber das, was Sie da schreiben, stimmt so nicht und ist reine Polemik. Ich habe sowohl eine Geisteswissenschaft (Vorsicht: Sozialwissenschaft ist nicht gleich Geisteswissenschaft!) als auch ein "hartes Fach" studiert. Alle Klausuren, die ich in meinem harten Fach schrieb, waren Multiple-Choice Klausuren oder enthielten zusätzlich noch ......
Schade, dass Sie offensichtlich dennoch nicht zum verstehenden Lesen fähig sind, sonst hätten Sie die Einschränkung meiner Aussage erkannt.

Das, was Sie da beschreiben, klingt alles nicht sonderlich anspruchsvoll - darf ich raten, Sie haben einen Bachelor-Abschluss gemacht? Sorry, aber das ist doch in weiten Teilen ein besseres Vordiplom - da fing zu meiner Zeit der "Spaß" erst an...

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Kerze der Freiheit 17.01.2017, 13:04
205. Multiple-Choice nicht unterschätzen

Man sollte Multiple-Choice nicht automatisch unterschätzen. In meinem Studium gab es in den VWL-Fächern reine Multiple-Choice-Klausuren, in denen man nur rechnen musste. Schwierig daran war, dass man keine Teilpunkte auf Rechenwege bekam, sondern nur die Lösung bewertet wurde. Hatte man sich also verrechnet, gab es null Punkte, wenn man nicht zufällig die richtige Antwort angekreuzt hatte.
Hilfsmittel waren übrigens nicht erlaubt, weder Taschenrechner noch Formelsammlung und ähnliche Dinge.

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dschmi87 17.01.2017, 13:05
206. Tut mir leid schreiben Sie mal auf einem 2 Zoll Messenger wenn sie

Zitat von Mardor
Sorry, aber wenn man als Promovierter, egal in welchem Fach, nicht in der Lage ist, den Genitiv korrekt zu verwenden, dann ist das schlicht und ergreifend ein Armutszeugnis!
Bus fahren in China... da verliert man schnell den Überblick.

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Mardor 17.01.2017, 13:05
207.

Zitat von minilux
damit meine ich nicht das Spicken und Schummeln, sondern den Geifer, der hier aus so vielen Beiträgen trieft. Da schauen Akademiker nicht nur auf nicht-Akademiker herunter, sondern auch auf Studierende anderer Studienfächer. Und Facharbeiter machen das dann auch noch. Alles, was .....
Wieder falsch. Ich arbeite mit Menschen unterschiedlichster Hintergründe und Ausbildungen zusammen. Es würde mir im Traum nicht einfallen, auf "nicht-Akademiker" herunter zu schauen, und auf Nichtakademiker schon gar nicht.

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cassandros 17.01.2017, 13:07
208.

Zitat von markus.w77
ein Meistertitel hat nach neuer europäischer Klassifikation den gleichen Stellenwert wie ein Bachelor. Vielleicht meinte er das damit.
Für manche Menschen hat ihr Haustier den gleichen STELLENWERT wie der Ehepartner.
Davon wird der Pudel aber kein Mensch!

Wenn sich die gegenwärtige Tendenz in der Bildungspolitik fortsetzt, wird man in wenigen Jahren in der Fahrschule keinen Führerschein mehr machen, sondern einen BVM (Bachelor of Vehicle Management). Dann hält sich jeder "Proll mit Pappe" auch für einen Ackerdähmicka.

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sirgorath 17.01.2017, 13:07
209.

Zitat von dschmi87
Also wer behauptet das sei bei einem MINT Studium nicht möglich leugnet die Realität an deutschen Unis..,
Kann ich auch bestätigen. Ich habe an einer Uni Informatik studiert und hatte in den ersten beiden Semestern im Programmieren Modul jeweils eine 1,3.
Man könnte meinen, dass ich also Programmieren konnte. Im grunde aber konnte ich nichts dergleichen, bin einfach nur so mit durchs System gerutscht.
Die Noten wurden aus wöchentlichen Arbeitszetteln und einem Fachgespräch/Mündliche Proüfung zusammengesetzt.

Bei den Zetteln wurde in Gruppen gearbeitet, da habe ich mich einfach nicht beteiligt und meine Gruppe hat Woche für Woche mich mit durchgeschliffen. Ich habe mich in derselben Gruppe dann auf andere Module beschränkt, welche auch Wöchentliche Zettel hatten, sodass ich zwar das eine Fach beherrschte, das andere aber nicht.

Für das Fachgespräch reichte es, wenn man vorher etwas Theorie gebüffelt und ein paar einfach Schleifen angeschaut hat. Solange man sich im Fachgespräch nicht sehr auffällig gezeigt hat, hat man einfach die Note von den Zetteln bestätigt und musste nichts weiter befürchten.
Später habe ich dann nochmal an einer Hochschule studiert und dort dann durch das andere System in dem man nicht alles als Gruppe erledigen konnte auch programmieren gelernt, da ich meine Prüfungen selber bestehen musste.
Ist also von Standort zu Standort sehr unterschiedlich ob man mit wenig aufwand zu seinem abschluss kommt, oder ob man viel dafür tun muss.

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