Forum: Leben und Lernen
Studenten als Hausbesitzer: Mein Haus ist dein Haus
Grit Schwerdtfeger

Miete zahlen ist doof, dachten sich Leipziger Studenten und kauften ein Haus. Jeder hat sein eigenes Zimmer, der große Rest soll Allgemeingut werden - auch der Kleiderschrank: Jeder zieht an, was ihm gefällt. Kann das funktionieren?

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Zephira 09.07.2014, 07:40
1.

Zitat von
"Das Projekt soll weiterleben, auch wenn wir längst ausgezogen sind", sagt Alexandra, 22. "Ich finde den Gedanken total schön, dass ich in 30 Jahren, wenn ich auf dem Land lebe, zurückkomme, und die Leute wohnen hier immer noch für wenig Geld."
Na, ob das so funktioniert? Erfahrungsgemäß gehen Menschen im Allgemeinen und Studenten im Speziellen mit Dingen, für die sie nicht den angemessenen Preis entrichtet haben, wenig pfleglich um. "Ein alternatives Leben nach antikapitalistischen Spielregeln" übersetzt sich dabei in eine "Nach mir die Sintflut"-Mentalität, eben weil Wert- und Nachhaltigkeitsfragen gar nicht erst gestellt werden.

Aber das wird Alexandra schon noch selbst herausfinden...

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ratxi 09.07.2014, 07:59
2. Ja, es kann.

Zitat von sysop
Miete zahlen ist doof, dachten sich Leipziger Studenten und kauften ein Haus. Jeder hat sein eigenes Zimmer, der große Rest soll Allgemeingut werden - auch der Kleiderschrank: Jeder zieht an, was ihm gefällt. Kann das funktionieren?
Ja, es kann.
Wenn auch viele Projekte dieser Art letztlich an den sich reibendes Egos der Beteiligten scheitern, bringen andere auch eine dauerhafte Bereicherung und ein schönes Leben in Verbindung mit geringen Wohnkosten.

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fatherted98 09.07.2014, 08:05
3. Nein...

...wird nicht funktionieren. Funktioniert auch in einem kleinen Rahmen nicht. Die Menschen sind Individualisten und Egoisten...einer nutzt den anderen aus...fängt beim leeren es Gemeinschaftskühlschranks an und geht über Putzdienste oder Geldzahlungen. Ist zum scheitern verurteilt...die Eigentümer werden die "Schmarotzer" bald rauswerfen und sich die Immobilie aufteilen...dann wären wir wieder beim Spießermodell....

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w1w2w3 09.07.2014, 08:30
4. tollllllllllllll

@ zephira
ich weis nicht was aus ihnen spricht , aber und mit Verlaub hört sichdasgaz schön missgünstig an ... so nach der Devise jaja die stundenten den ganzen faulenzen sie ein wenig in der uni und dann bekommen sie auch noch ein haus ohne es richtig bezahlen zu müssen und ich wer schenkt mir was.

Ich kann nur sagen tolles Projekt ,hier, haben junge Menschen einer Idee von sozialen miteinander welches sie für ihr Leben prägen wird. Erinnert mich an die 80ziger der Hausbesetzungen aufbauen statt zerstören. Weiter so , und viel Spaß und Erfolg.

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biberzahn 09.07.2014, 08:30
5. Wunderbar es scheint doch noch Geist an der Uni zu geben.

Wunderbar es scheint doch noch Geist an der Uni zu geben.
Glück und gutes Leben statt Konsumwahn.

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unisicht 09.07.2014, 08:31
6. Das ist Leben

..etwas unternehmen, sich bewegen ind dabei Erfahrungen sammeln - mit Sicherheit ganz viele positive, auch wenn sie für manchen auf den ersten Blick negativ erscheinen mögen. Und die Besserwisser und Habe-ich-doch-gleich-gewusst-sager sind höchstwahrscheinlich nicht ohne diese lebensnotwendigen Elemente zu ihrer Urteilsfähigkeit gekommen. Das gibt Hoffnung, dass wenigstens noch die jungen Menschen einen solchen Weg gehen, wo Entwicklung angesagt ist. Und solche Entwicklung in Gemeinschaft ist das Wertvollste, was in eine Gesellschaft hervorbringen kann. Danke.

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biberzahn 09.07.2014, 08:38
7. Unk unk unk...

"Na, ob das so funktioniert?"
Machen dann sieht man ob es "funktioniert".
Auf alle Fälle gehen die einen Weg ins Glück und nicht in den Konsumwahn der Kulturindustrie. Da entsteht Leben und kein Todeskampf im Konsumterror.
Schade, dass es solche Stiftungen in Deutschland kaum gibt, vielleicht die Schweisfurt Stiftung, aber noch wichtiger ist das Netzwerk und die Solidarität!!

Zitat von Zephira
Na, ob das so funktioniert? Erfahrungsgemäß gehen Menschen im Allgemeinen und Studenten im Speziellen mit Dingen, für die sie nicht den angemessenen Preis entrichtet haben, wenig pfleglich um. "Ein alternatives Leben nach antikapitalistischen Spielregeln" übersetzt sich dabei in eine "Nach mir die Sintflut"-Mentalität, eben weil Wert- und Nachhaltigkeitsfragen gar nicht erst gestellt werden. Aber das wird Alexandra schon noch selbst herausfinden...

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biberzahn 09.07.2014, 08:39
8. Wunderbar es scheint doch noch Geist an der Uni zu geben.

Wunderbar es scheint doch noch Geist an der Uni zu geben.
Glück und gutes Leben statt Konsumwahn.
"Na, ob das so funktioniert?" (oben der Beitrag)
Machen dann sieht man ob es "funktioniert".
Auf alle Fälle gehen die einen Weg ins Glück und nicht in den Konsumwahn der Kulturindustrie. Da entsteht Leben und kein Todeskampf im Konsumterror.
Schade, dass es solche Stiftungen in Deutschland kaum gibt, vielleicht die Schweisfurt Stiftung, aber noch wichtiger ist das Netzwerk und die Solidarität!!

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dirkschumacherowako 09.07.2014, 08:45
9. Klasse

Zitat von sysop
Miete zahlen ist doof, dachten sich Leipziger Studenten und kauften ein Haus. Jeder hat sein eigenes Zimmer, der große Rest soll Allgemeingut werden - auch der Kleiderschrank: Jeder zieht an, was ihm gefällt. Kann das funktionieren?
Ob es langfristig funktioniert oder nicht hängt von den Menschen ab die da sind und das Projekt tragen. Kurzfristig haben die, die das begonnen haben, auf jeden Fall was davon - niedrige Mieten und viele praktische Erfahrungen für das weitere Leben.
Ja - es gibt Egomanen ("...nach mir die Sintflut!"). Ich denke aber das der Mensch als Beziehungswesen unterschätzt wird in seiner Fähigkeit, Sozialität leben zu wollen.

Viel Glück bei dem Projekt und Geduld, Demut und Ausdauer, wenn es mal nicht rund läuft.

Dirk Schumacher

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